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1 [Rezension] Land of Stories (4) - Ein Königreich in Gefahr von Chris Colfer

 


         Titel: Land of Stories (4) - Ein Königreich in Gefahr
         Autor: Chris Colfer
         Altersempfehlung: ab 10 Jahre
         Übersetzer: Fabienne Pfeiffer
         Seitenanzahl: 400
         Reihe: -
         Preis: 13,00 € [D]
         ISBN: 978-3-7335-0509-7
         Verlag: Fischer Verlage




 

 

 

 

~ Achtung! Spoiler zu Band 1-3 nicht ausgeschlossen!~

 

Rezi: Land of Stories (1)

Rezi: Land of Stories (2)



  Inhalt


Alarm im magischen Land: Der Maskierte Mann ist auf freiem Fuß und rekrutiert die dunkelsten Verbündeten, um das Märchenreich vollständig zu zerstören! Für Alex und Conner beginnt ein Wettlauf durch die phantastischen Länder ihrer liebsten Geschichten. Können die Zwillinge den Maskierten Mann einholen, oder ist er ihnen so lange einen Schritt voraus, bis alles zu spät ist? (Quelle: Fischer Verlage)

 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Bereits von der Idee seiner Märchenwelt war ich begeistert. Schnell folgte damals Band 2 und auch Band 3 und nun halte ich den mittlerweile vierten Band dieser mehr als großartigen Reihe in den Händen. Chris Colfer beweist immer wieder aufs Neue, welche Genialität in ihm steckt. Nach dem mehr als fiesen Ende von Band drei, welches zudem ungemein viele Fragen aufwarf, konnte ich es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen. Band 4 schmiegt sich optisch in die restlichen Bücher ein und als Gesamtheit sieht die Reihe im Regal einfach nur klasse aus. 

Einstieg: Wie ich es schon aus den Vorgängern kannte, knüpft auch hier Chris Colfer direkt an die Geschehnisse vom 3. Band an. Die Enthüllung des Maskenmannes ist nur wenige Wochen her und die Zwillinge versuchen nun mit vereinten Kräften diesen Mann aufzuspüren. Diese mehr als waghalsige Suche verleiht der Geschichte von Anfang an die nötige Spannung, so dass ich direkt in den Seiten fest hing und voller Vorfreude die Kapitel verschlang. Dabei ist der Schreibstil gewohnt locker und angenehm zu lesen, besonders durch die richtige Menge Witz und Humor, war ich schnell wieder in der Geschichte gefangen. Auch sind die gewohnten Helden wie Jack, Froggy, Rotkäppchen, Goldlöckchen und natürlich Alex und Conner an erster Stelle. Es ist einfach, als wäre keine Zeit vergangen.

Charaktere: Der Autor hat in seinen zahlreichen Seiten Figuren geschaffen, die ich so sehr ins Herz geschlossen habe, dass es mich schon traurig stimmt diese in wenigen Bänden endgültig ziehen zu lassen. Schön ist es, dass jede Figur ihre ganz eigene Entwicklung durchlebt. Seien es die Zwillinge, die über die Bände so reif und erwachsen geworden sind und denen kein Weg zu schwer ist, oder die zahlreichen Nebenfiguren, wie Goldlöckchen und Jack, die zwar nach und nach zur Ruhe kommen, aber dennoch keine Fragen stellen, wenn es darum geht eine Gefahr abzuwenden. Ebenso Froggy, den ich anfangs nur als stillen Begleiter erlebt habe, der aber mittlerweile genauso wichtig für die Geschichte geworden ist, wie alle anderen. Am meisten hat mich jedoch die Entwicklung von Rotkäppchen fasziniert. Denn neben der tödlichen Gefahr, die über das gesamte Märchenland zieht, hat sie in diesem Band mit ihrem eigenen Schicksal zu kämpfen. Wahnsinn, wie vielschichtig all die Figuren sind. Unglaublich gut hat mir gefallen, dass die Freunde mittlerweile zu einer ganz eigenen Familie gewachsen sind und jeder sofort hilft und dann die Fragen stellt. Denn nur gemeinsam können sie den Maskenmann aufhalten. Neben den bekannten Gesichtern, gelingt es dem Autor sehr geschickt neue, aber Märchenfans keineswegs fremde, Figuren einzuflechten, was die Geschichte noch abwechslungsreicher macht. 

Handlung: Dass eine große Gefahr über der Märchenwelt droht, spürte ich schon zum Ende des dritten Bandes. Diese ist hier aber noch greifbarer. Förmlich in jedem Kapitel spürte man die dunkle Gefahr, die wie ein Damoklesschwert über unsere Helden schwebte. Gut gefallen hat mir, dass wir in diesem Band auch andere Welten kennen lernen, was wiederum zeigt, wie enorm der Ideenreichtum des Autors ist. So ist es völlig normal das Figur X aus dem Märchen mit Figur Y aus einer andere Geschichte agiert. Es hat so viel Spaß gemacht, all die zahlreichen Figuren der bekannten Geschichten in einer anderen Form wieder zu sehen. Sehr gut hat mir der Aspekt der Freundschaft gefallen. Denn auch hier, bzw. gerade in diesem Band stand Zusammenhalt und gemeinsame Stärke an erster Stelle. Chris Colfer geht hier zu dem auf das große Ganze und zeigt, dass es nicht immer alles einfach ist, sondern dass selbst Helden die ein oder andere Niederlage bewältigen müssen. Dies legt einen fulminativen Grundstein für die kommenden Bände. Gerade nach dem wieder einmal gelungenen und fiesen Ende, habe ich doch den einen oder anderen Klärungsbedarf. 

Schreibstil: Chris Colfers Schreibstil ist unverkennbar. Er bringt die nötige Spannung rein, die eine gute Geschichte braucht. Er baut Überraschungen und Wendungen ein, die ich zu keiner Zeit habe kommen sehen, dadurch ist das Spannungslevel konstant hoch und es wird zu keinem Moment langweilig. Zudem merkt man, dass die gesamte Geschichte immer düsterer wird, was mir wahnsinnig gut gefällt. So fügt er Passagen zu, bei denen ich beim besten Willen nicht weiß, wie er das wieder lösen will. Auch dieser vierte Band sprüht nur vor Genialität. Die Art und Weise wie er einzelne Geschichten zusammenführt macht wahnsinnig Spaß. Es ist einfach, als muss es genauso sein. Diese Harmonie zwischen den einzelnen Geschichten ist in sich stimmig. Und das liebe ich so sehr an seinen Geschichten. Ich bin einfach nur hin und weg und ziehe meinen Hut vor dieser Schreibkunst!



Mein Urteil 

Wie sollte es auch anders sein, hat mich Chris Colfer auch hier wieder auf ganzer Linie überzeugen können. Langsam spitzt sich die Lage zu und die düstere Gefahr spürte ich als Leser an jeder Stelle. In "Land of Stories (4) - Ein Königreich in Gefahr" beweist er wieder einmal, dass er in der Autorenwelt absolut richtig ist. Seine Geschichte sprüht nur vor Magie, Harmonie und Genialität. Es ist einfach alles in sich stimmig. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen der bekannten und neuen Helden und Abenteurer und warte sehnsüchtig auf den 5. Band. Ich vergebe 5 von 5 Welten für die geniale Fortsetzung!

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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken



4 Rezension: Sommer unter schwarzen Flügeln von Peer Martin





         Titel:Sommer unter schwarzen Flügeln
         Autor: Peer Martin
         Altersempfehlung: ab 15 Jahre
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl: 528
         Reihe:1/3
         Preis: 19,99 € [D]
         ISBN: 978-3-7891-4297-0
         Verlag: Oetinger





"In diesem Tal liegen die Worte herum wie Steine", sagte mein Vater. "Man braucht sie nur aufzusammeln und hinzuschreiben." S. 61
"Als ich fünfzehn war, endete in diesem Land ein Krieg. [...] Und in deinem Land begann einer. Es endet nie. Die Gewalt endet nie." S. 179


Klappentext


Ein Buch, das die Augen öffnet: verstörend, poetisch, engagiert.

Nuri kommt aus Syrien und lebt im Asylbewerberheim. Calvin wohnt nur wenige Häuser weiter und ist Mitglied einer rechten Jugendgang. Als sie sich kennenlernen, erzählt Nuri ihm von ihrem Heimatdorf am Rand der Wüste und von dessen Schönheit. Doch dann kamen die Schwingen des Bösen und legten sich über das ganze Land. Je mehr Calvin über das Mädchen mit den dunklen Augen erfährt, desto mehr verliebt er sich in sie. Calvin möchte seine Gang verlassen – doch so einfach entkommt er seinen alten Freunden nicht.

Eine ergreifende Liebesgeschichte inmitten sozialer Konflikte, voller Poesie und Schönheit. Ein schmerzhaft ehrliches Gesellschaftsporträt mit einer "Romeo und Julia"-Geschichte eigener Art.

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Das Buch ist sehr schlicht und einfach gestaltet, fällt aber dennoch durch seinen transparenten Schutzumschlag auf. Das Cover verrät rein gar nichts, machte mich aber dennoch neugierig. Jedoch war ich durch die Thematik sehr angetan, was dazu führte, dass ich das Buch lesen wollte. Der Klappentext verriet mir schon, dass dieses Buch sehr wahrscheinlich keine leichte Lektüre werden wird. Das schreckte mich aber nicht ab. Ich wollte in Erfahrung bringen, wie der Autor mit der Thematik Syrien und Ausländerhass umgeht.

"Ich möchte nicht ausgelöscht werden. Ich möchte auch nicht mehr mutig sein und demonstrieren. Lass mich zurückkehren zu den Weintraubenfeldern, zurück zur Wüste und den Armen meines Vaters, in meine Kindheit." S. 209

Einstieg: Schon im ersten Kapitel konnte der Autor von sich überzeugen. Er zog mich sehr schnell in den Bann seiner starken und unvergesslichen Erzählweise. Zunächst begleitet der Leser die junge Protagonistin Nuri. Sie war mir sofort sympathisch. Sehr schnell war ich von dem sehr realitätsnahen Schreib- und Erzählstil angetan. Ich befand mich nicht länger mit dem Buch auf dem Sofa, sondern ich war zwischen den Seiten gefangen. Der Einstieg gefiel mir ausgesprochen gut. Es beginnt sehr ruhig und ich konnte mich langsam in die Geschichte einfinden. 

Charaktere:Nuri und Calvin können nicht unterschiedlicher sein. Das wird schon im Klappentext erwähnt. Sie sind wie Tag und Nacht, und haben so viele Unterschiede, wie kein anderes Paar. Auf der einen Seite steht die 18-Jährige Nuri, die gemeinsam mit ihrer Familie aus Syrien geflohen ist. Sie versucht in jedem Menschen das Gute zu sehen und kann die Menschen allein durch ihre Geschichten verändern. Immer wieder wird im Buch erwähnt, wie sehr sie sich doch wünscht, dass es in ihrem Land kein Krieg mehr gibt. Nuri ist eine Figur, die mir sofort sympathisch war und die ich mit jeder Seite tiefer ins Herz einschloss. Und auf der anderen Seite das Gegenteil. Der reinrassige Calvin, der Mitglied in einer rechten Gang ist. Obwohl er anfangs absolut gegen Ausländer ist, und überhaupt nichts mit denen am Hut haben will, mochte ich ihn trotzdem. Ich weiß, das mag jetzt merkwürdig klingen, aber man muss Calvin als einen Menschen sehen und dann versteht man auch vieles. Es war zunächst schwierig mich mit dieser Figur zu verbinden, einfach, weil er ganz andere Ansichten hat. Zwar sind die beiden so verschieden, aber der Autor schaffte dennoch eine wunderbare Harmonie zwischen den beiden. Sie wuchsen mir immer mehr ans Herz. Durch die wechselnde Sicht des Beobachters, konnte ich die beiden Figuren aus verschiedenen Positionen erleben. Dadurch gewann ich einen größeren Einblick in ihre so unterschiedlichen Leben.


"Die schwarzen Flügel."flüsterte ich. "Sie sind jetzt überall. Auch im Computer. Ich weiß nicht, was das für ein Vogel ist." [...] "Ein Albtraumvogel, Nura" flüsterte er. "Aber der Albtraum wird vorübergehen." S. 253

Handlung: Die Handlung bzw. das Thema ist sehr schwierig zu verstehen. Ich selber bekomme nicht so viel mit, was in Syrien derzeit los ist. Auch habe ich wenig Ahnung, wie ich ehrlich zugeben muss, was in unserem eigenen Land passiert. Ich weiß nur in etwa so viel, dass in Syrien seit Jahren ein fürchterlicher Krieg herrscht.
Als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckte, dachte ich nicht daran, was dieses Buch alles beinhalten könnte, denn es beinhaltet weit mehr als ein "bisschen Krieg". Durch die aussagekräftigen Erzählungen von Nuri erlebte ich an der eigenen Haut einen Einblick in eine fürchterliche Welt, die mir bislang verborgen war. Gewalt, Brutalität, Meschenhass, Verderben, Folter und Tod sind nur wenige Themen die der Autor in diesem Buch wiederspiegelt. Obwohl es mich teilweise so schockiert hat, konnte mich der Autor sehr bald von sich überzeugen. Ich erlebte eine neue Seite unserer heutigen Gesellschaft, die mich schockierte und absolut entsetzt zurück ließ.

"Die Freiheit, eine Regierung zu wählen. [...] Eine Regierung, die nicht korrupt ist. Die Freiheit, zu schreiben und zu lesen und laut zu sagen, was wir denken. Ohne Zensur. Ohne Bedrohung. Wir wollen einen Staat ohne Folter. Ein Ende der Gewalt." 301/302

Schreibstil: Zum Schreibstil kann ich nicht viel sagen. Nur so viel, dass mich noch nie ein Autor so sehr mitreißen konnte. Peer Martin hat einen Schreibstil, den ich garantiert nicht so leicht vergessen werde. Durch seine sehr authentische Erzählweise, hatte ich das Gefühl, dort vor Ort zu sein, in Syrien, in dem der Krieg herrscht. Ich weiß, es mag jetzt merkwürdig klingen, aber ich spürte die Angst der Menschen, die Trauer und Verzweiflung und auch die Wut auf das System. Der Autor brachte mich zum Weinen, innerlichen Zerbrechen und zum Verstehen. Ich verstand immer besser die Situation, in dem sich das Land derzeit befindet. Der Schreibstil ist so authentisch, dass ich mir so vieles genau vorstellen konnte. Er lässt das Buch erwachen und zu einem schlimmen Erlebnis werden.

Mein Urteil

 


Mich hat noch nie so sehr ein Buch mitgerissen. Die Figuren konnten mich sehr schnell begeistern und ich schloss sie ins Herz. Ich fühlte mit ihnen mit und konnte Teil ihrer Gedanken werden. Durch die Geschichten, die Nuri Calvin über Syrien erzählt, lernte ich eine Seite von diesem Land kennen, welche ich mir nicht vorstellen konnte. Einerseits beschrieb sie wie schön das Land doch sei mit all seinen Farben und der Pracht der Natur und dann wie der Krieg all das zerstörte. Ich fühlte mit, erlebte mit, trauerte mit. Der Autor hielt mir mit diesem Buch einen Spiegel vor das Gesicht und ich sah Dinge, die ich lieber nicht erfahren wollte. Dinge, die im Bereich des Unvorstellbaren, Grauenhaften zu finden sind. Selbst jetzt im Nachhinein bin ich immer noch ziemlich aufgewühlt. Das Buch hat mich geschockt, aber nicht weil es schlecht ist, nein auf keinen Fall, sondern, weil das Thema so furchtbar ist. Ich kann nur eins sagen. Obwohl ich im selben Alter wie die beiden Protagonisten bin, konnte, bzw. wollte ich mir vieles gar nicht vorstellen, was der Autor da beschrieben hat. Dieses Buch klärte mich auf und ich sehe die Dinge nun mit anderen Augen. 
Der Autor selber sagt, dass es hierzu einen zweiten Band gibt, denn wie der Autor beschreibt "der Krieg in Syrien ist noch lange nicht vorbei". Und obwohl mich besonders das Ende furchtbar mitgerissen hat, und es doch ein sehr schwer zu verdauendes Thema ist, werde ich auch den zweiten Teil "Winter so weit" lesen. Ich vergebe 5 von 5 Welten










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4 Rezension: Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit 2 von Veronica Roth

Infos zum Buch
Titel: Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit 2
Autor: Veronica Roth  
Verlag: cbt
Seiten: 512
Reihe:2/3
ISBN: 978-3-442-48062-3
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"Bis zu diesem Moment habe ich nicht gewust, dass ich im Training der Ferox eine unschätzbare Lektion gelernt habe. Ich weiß jetzt, wie man immer weitermacht, egal was kommt". S. 88

 

Dies ist der 2. Band der "Bestimmung"-Trilogie

~Rezension Band 1~

~Rezension Band 3~

Klappentext 

Wo gehörst du hin, wenn deine Welt zerbricht? Wenn du niemand mehr vertrauen kannst? Tris muss eine Entscheidung treffen...
Die Aufnahme in eine der fünf Fraktionen sollte ein feierliches Ereignis für Tris werden, doch sie endete in einer Katastrophe. Der Aufstand hat begonnen, und es herrscht Krieg zwischen den Fraktionen. Als die Unbestimmten angegriffen werden, ist es Tris' Aufgabe, sie zu retten. Tris muss eine Entscheidung treffen - eine Entscheidung, die jedoch ihre Liebe zu Four auf eine harte Probe stellt: Im Kampf um die Freiheit muss Tris Four verlassen und sich mit dem Feind verbünden---

Meine Meinung zum Buch

Da mir der erste Teil der dystopischen Trilogie so unfassbar gut gefallen hat, habe ich nicht lange gezögert und mir auch den Folgeband vorgenommen. Nachdem mich der 1. Teil mit vielen Fragen und mit einem kleinen Entsetzen zurückließ, wollte ich unbedingt wissen, wie es nun mit Tris und Four weitergeht. 

Das Cover ist ähnlich gehalten wie sein Vorgänger. Jedoch hat sich statt des blaus nun orange zwischengeschummelt. Im unteren Teil des Covers ist wieder eine Silhouhette einer Stadt zu sehen. In der Mitte prangt in silberner Schrift der Titel, ein sehr schöner Kontrast zum übrigen Cover. Auf allen drei Covern ist das Zeichen einer jeweiligen Fraktion abgebildet. Im ersten war das Zeichen der Ferox abgebildet und hier ist das der Amite. Durch die Farbgestaltung wirkt das Cover, wie an einem Sonnenaufgang. Man weiß nicht was am Tag passieren kann. Ich finde, die Farbgebung, der Titel und das Zeichen, ist eine gute Mischung und ich wollte einen Blick selbsverständlich ins Innere des Buches werfen. Es wirkt ein wenig geheimnisvoll und ist ein Hingucker.

Wie auch beim ersten Band, konnte mich aber der Klappentext letztendlich überzeugen und die Tatsache, dass Band eins mich mit vielen Fragen zurückließ.Ehe ich es mich versah, befand ich mich abermals in der dystopischen Welt der Autorin. Das Buch schließt unmittelbar an seinem Vorgänger an und die Spannung ist sofort zur Stelle. Durch ihre Erzählweise, erlebte ich schon gleich am Anfang die Spannung, die in der Luft lag. Tris ist nach dem Vorfall vor einigen Tagen selber noch total aufgewühlt, und weiß es sich nicht zu erklären, was passiert ist. Ich brauchte keine drei Seiten, um mich in der Geschichte wiederzufinden. Es geht genauso spannend weiter wie bisher und das gefiel mir von der aller ersten Seite.
"Plötzlich entspannen sich alle meine Muskeln. Ein schweres, bleiernes Gefühl befällt meine Glieder. Wenn so der Tod ist, dann ist er gar nicht so schlimm. Meine Augen bleiben offen, aber mein Kopf fällt zur Seite. Ich will meine Augen schließen, aber ich - ich kann mich nicht bewegen. Dann hört der Herzmonitor auf zu piepsen." S. 371
Tris hat mir schon im ersten Teil gezeigt, dass in ihr viel mehr als eine mutige Kämpferin steckt. Sie handelt, ohne vorher genau zu überlegen, sie stürzt sich ins Geschehen, weil sie Ungerechtigkeit nicht leiden kann. Sie setzt sich für ihre Freunde und Familie ein und ist hilfsbereit und aufopferungsvoll in jeder Hinsicht. So hinterließ sie mich im ersten Band. Aber niemals hätte ich geglaubt, dass sich Tris zu einer mutigen, starken und scheinbar furchtlosen Rebellin gegenüber des Systems wird. In diesem Buch zeigte sie mir, dass noch viel mehr in ihr steckt. Ihre Entwicklung war spürbar. Von einen kleinen Alturan-Mädchen wurde sie innerhalb kürzester Zeit zu einer unglaublich starken Ferox-Kämpferin. Besonders in diesem Teil. Dadurch, dass das Buch wieder aus ihrer Sicht geschrieben wurde, konnte ich mich hervorragend in sie hineinversetzten, ihre Taten nachvollziehen und ihre Befürchtungen nachempfinden, aber auch ihr Gefühle wie Wut, Trauer, Angst und Mut spüren. 

Four dagegen, hielt sich in diesem Buch ein wenig im Hintergrund und stand im Schatten des Geschehens. Vereinzelt tauchte er sogar über einen längeren Zeitraum nicht auf. Dennoch konnte er mir, ähnlich wie Tris, zeign, was in ihm steckt. Mir kam es dennoch oft so vor, als hätten Tris und er die Rollen vom ersten zum zweiten Band gewechselt. Denn im ersten Teil, war er der Einzelkämpfer und jetzt ist es Tris. Ich erlebte Four in diesem Band als einen eher ruhigen Charakter, der es eigentlich abgrundtief hast zu kämpfen, aber wenn es dazu kommen sollte, doch an Ort und Stelle ist und alle seine Leute verteidigt. Sowohl Tris und Four kommen sich in diesem Teil scheinbar näher, aber ihre Liebe zu einander ist nicht so stark wie vorher, denn die Autorin hatte etwas anderes vor.

Die Handlung beginnt genau dort, vo der 1. Teil aufgehört hat. Unmittelbar nach dem Angriff. Ich merkte recht bald, dass dieses Buch im Vergleich zum 1. Teil krasser wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Gleich zu Beginn baute die Autorin blutige, kämpferische und gewaltvolle Szenen ein, die an jeder Stelle einfach genau passten. Sofort stellte ich fest, dass alle Geschehnisse mit einer rasanten Abfolge geschahen. Die Autorin ließ mir keine Pause, denn kaum habe ich mich von der einen Szene erholen können, ging es weiter. Ich begleitete unsere Helden weiter auf ihren Weg. Immer wieder lernte ich die unterschiedlichen Fraktionen von ihrer ganz besonderen Seite kennen, aber friedlich ging es nicht zu. Im Gegenteil. Die autorin baute einen starken Hass gegen das System ein, so dass es schlimme Kämpfe zwischen den Fraktionen kam. Die Handlung ist von der aller ersten Sekunde an spannend und ließ mich nicht gehen.

Das alles, die Gefahren, die Geschehnisse und die aussagekräftigen Charaktere ist das Werk von Veronica Roth. Durch ihren Schreibstil tauchte ich in ihre Welt ein, in die Welt in der alles droht auseinander zu brechen. Sie schaffte es, mich auch in diesem Teil in den Bann zu ziehen. Vereinzelt kamen Momente auf, in denen ich die Luft anhielt, mir Entsetzen im Gesicht stand, Tränen aufkamen - alles!  

Mein Urteil

Was soll ich sagen? Der zweite Band geht sehr blutig, gewaltvoll und  brutal zu. Die Geschehnisse überschlagen sich und die Lage spitzt sich zu. Der Schreibstil, das Cover, die Charaktere und die Handlung lassen ein Leseabenteuer zum Leben erwecken. Es ist unglaublich, was in diesem Buch alles passiert und ich kann es nicht in Worte fassen. Alles ist top! das bestreite ich nicht. Jedoch hat mir Four in dem Buch ein wenig gefehlt, und das Gefühlsvolle fand auch keinen Platz in diesem zweiten Teil. Das wünsche ich mir im abschließenden Band der Trilogie. Wer weiß, was mich dort erwarten wird! Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten!










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0 Rezension: Aeternum von Andrea Bottlinger



Infos zum Buch
Titel: Aeternum
Autor:
Andrea Bottlinger
Verlag:
Droemer Knaur
Reihe: Einzelband
Seiten: 576
ISBN:978-3-426-51179-4
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"Sie schaute in das Loch hinab, dessen Boden schwindelerregend tief unter ihr lag. Es sah aus als würden sie in einem See blicken der den Himmel spiegelte. Unzählige Lichtpunkte strahlten am Boden des Kraters, als wären die Sterne auf die Erde gefallen." S. 460

Klappentext

Berlin, Alexanderplatz: Ohne jegliche Vorwarnung stürzt der große Platz eines Tages ein – zurück bleibt ein riesiger Krater, der bis in die tiefsten Katakomben der Hauptstadt reicht. Nicht nur die Stadtoberen stehen vor einem Rätsel – auch die seit langem verfeindeten Parteien der Dämonen und Engel können sich nicht erklären, wer für den Einsturz verantwortlich sein könnte. Um das herauszufinden, werden die junge Magierin Amanda, die im Dienst eines Dämons steht, und der gefallene Engel Jul in die Katakomben geschickt. Dabei kommen die beiden sich nicht nur näher, sie entdecken auch ein Geheimnis, das die Existenz unserer Welt bedroht …

Meine Meinung zum Buch

Wieder einmal spielen Engel in diesem Buch mit die größte Rolle - kein Wunder, dass ich mich schnell für dieses Buch entschied.

Das Cover ist in zwei dunklen Farben geteil, schwarz und türkies. Jeder kann sich selbst ausdenken, was damit ins Bild gebracht wird. Mir war aber sofort klar, dass die beiden Farben zwei Mächte darstellen sollen. Und da es gut zum Buch passen soll, hab ich mir gesagt, dass die Farben die unterschiedlichen Wesen zeigen soll. Auf der einen Seite die Engel, auf der anderen die Dämonen. Schaut man sich das Cover weiter an, so sind zwei geflügelte Wesen zu sehen, auf jeder Seite eins, aber mit der entgegengesetzten Farbe. Das Cover ähnelt sehr einen Ying und Yangzeichen. In ebenfalls türkiser und schwarzer Schrift steht der Titel "Aeternum".

Mit dem Titel konnte ich anfangs nichts anfangen, aber nach kurzem Recherchieren fand ich heraus, dass das Wort aus dem lateinischem kommt und so viel wie "Ewigkeit" bedeutet. Das wiederum passt sehr gut zum Inhalt.

Zur Handlung muss ich sagen, dass sie mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Schon zu Anfang, als der Boden auf dem Alexanderplatz aufging und einen großen Krater hinterließ. Später begeisterte mich der stetige Kampf zwischen Engeln und Dämonen immer mehr und ich war schnell ein Teil der Handlung. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin hatte ich vereinzelt sehr lebhafte Szenen vor Augen, die mich garantiert nicht so schnell loslassen...

Jedes Kapitel ist abwechselnd aus der Sicht von Amanda, einer Dienerin eines Dämons und ihrem männlichen Gegenpartner Jul dem Engel geschrieben. Durch den stetigen Wechsel konnte ich die Szenen durchaus sehr gut aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen. Die Gedanken, Gefühle, Schmerzen und Stärken kamen durch den ausdrucksstarken Schreibstil der Autorin sehr gut rüber. Somit kam keiner zu kurz und ich konnte mich sowohl in die Magierin Amanda, als auch in den mutigen Engel Jul hineinversetzten. So konnte jeder aufblühen und den Leser auf seine Art und Weise den Atem rauben.

Amanda ist eine junge Magierin und Dienerin eines mächtigen Dämons. Ihre wirkliche Zugehörigkeit findet sie allerdings nicht. Auch nicht als sie dem mutigen, kampfbewussten und attraktiven Jul gegenübersteht. Denn er zeigt ihr mehr oder weniger die Kehrseite des Dämonendaseins. Beide sollen anfangs nur herausfinden, was es mit dem Krater mitten in Berlin auf sich hat. Was zu Beginn nur berufliche Forschung ist, wird schon bald zu einem Abenteuer des Lebens und dieses Abenteuer schweißt beide, Engel und Magierin immer mehr zusammen.

Die Autorin stellt hervorragend den christlichen Hintergrund ins Bild, aber auch ein wenig drastisch. Berlin als große Metropole wird in diesem Buch viel mehr als ein Opfer der Kämpfe zwischen Engel und Dämonen dargestellt. Die unterschiedlichen Mächte konnten mich schnell in den Bann ziehen und ich war von der aller ersten Sekunde begeistert.

Mein Urteil

Ein Buch voller Action, Kampf, Übernatürliches, Stärke und großen Überlebenswillen. Die Handlung gefiel mir ausgesprochen gut. Das Cover ist ein Hingucker und verrät nicht zu viel vom Inhalt, denn jeder kann sich selbst ausdenken, was die Farben darstellen. Vielleicht auch das Gewaltige und anschließend Zerbrechliche von Berlin. Wer weiß? Die Chemie zwischen Amanda und Jul stimmt und ihre Sorgen, Ängste und Nöte schweißen die beiden noch mehr zusammen. Die sich zunächst einander fremden Wesen, werden bald zu Verbündeten. Sie zeigten, dass Feinde nicht immer Feinde sein müssen und gemeinsam etwas Gewaltiges in die Gänge bekommen.


 Ich vergebe dem Buch, magische, kämpferische und unvergessliche 5 von 5 Welten.



Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für dieses ungalubliche Buch.







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