[Rezension] Und wer rettet mich? Stefanie Neeb



         Titel: Und wer rettet mich?
         Autor: Stefanie Neeb
         Altersempfehlung: ab 12
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl: 272
         Reihe: Einzelband
         Preis: 9,00 € [D]
         ISBN: 978-3-7335-0336-9
         Verlag: Fischer






  Inhalt


Krass und romantisch wie das echte Leben!
Eine Party. Eine brennende Scheune. Und ein fürchterlicher Schrei.
Als Kim aufwacht, hofft sie, dass es nur ein böser Traum war. Aber es ist Wirklichkeit: Nach einem Brand in der Abi-Party-Location liegt ihr Freund Jasper im Krankenhaus und behauptet, sich an nichts erinnern zu können. Und in Kims Wohnzimmer sitzt die Polizei und stellt Fragen – denn es gibt Hinweise darauf, dass Jasper das Feuer selbst gelegt hat. Kim glaubt nicht eine Sekunde daran. Aber wie soll sie Jasper helfen? Sie war ja an dem Abend nicht bei ihm. Sie war mit Ben zusammen, in den sie mal unsterblich verliebt war. Früher. Oder immer noch? (Quelle: Fischer)






 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Im diesjährigen Programm hatte der Verlag einige interessante Titel, darunter auch "Und wer rettet mich?". Schon die Grundstory klang einerseits nach einem Buch, welches in stückweit zum Rätseln animiert, aber auf der anderen Seite nach einer Geschichte mit dem Drang zur Dramatik. Die Mischung machte mich direkt neugierig. Rein vom optischen, hätte ich vermutlich eher nicht zum Buch gegriffen, weil ich das Cover ein wenig nichtssagend finde. Auch der Titel an sich, kommt mir nun im Nachhinein ein wenig deplatziert vor.

Einstieg: Wie bei jedem Buch, ging ich auch hier mit gewissen Erwartungen an die Geschichte. Allerdings wurden diese direkt von der Autorin über den Haufen geworden. Die Geschichte selber setzt einen Tag nach dem Brand in der Scheune an. Grundsätzlich keine schlechte Idee, weil ich direkt zig Fragen im Kopf hatte, die dringend nach einer Antwort verlangten und ich somit rasch im "Rätselfieber" war. Allerdings hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn der Leser den Brand noch mitbekommen hätte, weil dadurch eine gewisse Dramatik an den Tag gelegt wurden wäre. So habe ich mich zu Beginn doch ein wenig verloren gefühlt und musste erst einige Kapitel lesen, um in der Story vollends anzukommen.

Charaktere: Das Buch wird durchgängig aus der personalen Ich-Perspektive unserer Protagonistin Kim erzählt. Und da wäre ich schon bei einer meiner größten Schwierigkeiten. Ich konnte mich wirklich ganz schwer in Kim hineinversetzen, weil sie eine Art an sich hat, die nicht nur hin und wieder einen zickigen Touch hat, sondern sie hatte auch immer wieder den Drang alles abzublocken, was in der Nacht des Feuers passiert ist. An manchen Stellen hat das vielleicht gepasst, es gab aber auch Momente wo ich dachte: Mädchen, denke doch einmal an die anderen, nicht nur was das beste für dich ist. Zu den Nebenfiguren konnte ich leider auch nur bedingt eine Verbindung aufbauen. So dass hier meine Euphorie am weiterlesen ein wenig gebremst wurde. Allerdings muss ich sagen, dass - obwohl ich alle Figuren fast durchgängig blass fand - ich nie wusste, wer jetzt die Wahrheit sagt und wer lügt.

Handlung: Die Kernfrage dieser Geschichte wird wohl in erster Linie sein: was ist in der Nacht des Brandes passiert? War es Brandstiftung und wenn ja, wer hegte solche Absichten, um nicht nur sich, sondern auch alle anderen in Gefahr zu bringen? All diese Fragen und mein dringendes Verlangen nach einer Erklärung, ließen mich immer weiter lesen. Trotz des dauerhaften Gespanntsein, was als nächstes an den Tag kommt und welche Hinweise nun aufgedeckt werden, fehlte mir an manchen Stellen etwas Spannung, so dass die Geschichte hin und wieder mit einigen Durststrecken zu kämpfen hatte. Nebenbei schuf auch die Autorin Raum für zarte Gefühle, die mit jedem Hinweis stärker wurden. Schön fand ich, dass diese nicht die gesamte Geschichte einnahm, sondern nur so nebenherlief. Je weiter ich beim Lesen voranschritt, umso mehr entwickelte ich eine Tendenz, wer hinter dem Brand stecken könnte. Aber war mir auch nie zu 100 % sicher. Als es dann doch so eintraf, war ich von der Auflösung ein wenig enttäuscht. Die kam mir ein wenig plump vor. Schade eigentlich.
Schreibstil: Stefanie Neeb erzählt auf sehr angenehme und flüssige Art, so dass ich zügig voran kam. Im Laufe der Geschichte wurde nach und nach all meine Fragen beantwortet, die aber durch neue abgelöst wurden. Mit jedem neuen Hinweis oder Verdacht lud mich die Autorin noch mehr dazu ein selbst zu spekulieren. Und das war für mich mit das beste am gesamten Buch. Gerne hätte ich mir allerdings etwas mehr Dramatik gehofft, kam hier jedoch nicht vollstens auf meine Kosten.

 

Mein Urteil


Stefanie Neeb schuf mit "Und wer rettet mich?" eine interessante Grundidee, die mir an manchen Stellen etwas langatmig war. Zwar konnte ich mich in keinen der Figuren so wirklich wiederfinden, aber die vielen Hinweise, die im Laufe der Geschichte aufgedeckt wurden, machten dies wett. Denn so spekulierte und rätselte ich, was in jener Nacht in der Scheune tatsächlich passiert war. Ein wenig Drama mehr hätte der Geschichte sicherlich nicht geschadet. Insgesamt eine nette Geschichte, bei der ich mir etwas mehr erhofft habe. Ich vergebe 3 von 5 Welten.

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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo liebe Cata <3,

    bei diesem Buch war ich bei der Verlagsvorschau auch aufmerksam, habe mich aber letztlich doch dagegen entschieden. Warum kann ich dir gar nicht mehr sagen, aber ich bin froh, dass ich es von meiner WuLi wieder herunter genommen habe.

    Deine Kritikpunkte kann ich absolut nachvollziehen und es wären sicherlich auch meine gewesen. Schade, denn der Inhalt klang irgendwie schon nach einer spannenden Story.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo mein lieber Uwe <3,

      es ist wirklich immer sehr schade, wenn man mit ganz anderen Erwartungen an eine Geschichte herangeht und diese dann doch nicht erfüllt werden.

      Dass du das Buch nun gar nicht mehr lesen magst, kann ich sogar nachvollziehen :D

      Liebe Grüße und drück dich,
      Cata

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  2. Hallo Cata-Schatz, <3

    sehr schade, dass die Geschichte doch einige Mankos aufweist, denn sie klingt echt gut und auch spannend. Mir fällt es auch immer schwer ein Buch zu mögen, wenn mir die Prota nicht sympathisch ist.

    Liebste Grüße und fühle dich gedrückt,
    deine Ally <3 <3 <3

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    1. Huhu meine liebste Ally <3,

      so was kann ich leider gar nicht leiden bei Büchern. Was die Protas in Geschichten anbetrifft, geht es mir genau wie dir. Wenn sie nicht passen, macht auch das Lesen nicht so wirklich Spaß :/

      Liebste Grüße und eine dicke Umarmung,
      deine Cata

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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