[Rezension] Der Zauber von Immerda (1) - Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag von Dominique Valente




         Titel: Der Zauber von Immerda (1) - Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag
         Autor: Dominique Valente
         Altersempfehlung: ab 9 Jahre
         Übersetzer: Sandra Knuffinke, Jessica Komina
         Seitenanzahl: 304
         Reihe: 1/?
         Preis: 15,00 € [D]
         ISBN: 978-3-7373-5687-9
         Verlag: Fischer Verlage












 

  Inhalt


In Anemonas Hexenfamilie hat jede eine besondere magische Fähigkeit. Sie selbst kann leider nur verschwundene Dinge wiederfinden. Eine ziemlich unmagische Fähigkeit, vor allem, wenn es sich um verlegte Gebisse handelt (Igitt!). Bis eines Tages Moreg Vaine, die mächtigste aller Hexen, Anemona um Hilfe bittet: Der letzte Dienstag ist verloren gegangen – und einzig Anemona kann ihn wiederfinden. Zusammen mit Oswald, dem miesgelaunten Monster von unter dem Bett, begibt Anemona sich auf die Suche nach dem verlorenen Tag und einem uralten Zauber, der ganz Immerda zu bedrohen vermag …

Originell, bestechend humorvoll, voller Phantasie und überraschender Wendungen: Band 1 der phantastischen Serie um die Hexe Anemona und das magische Land Immerda. (Quelle: Fischer Verlage)



 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Bereits als ich das erste Mal von diesem kleinen Kinderbuch und der Idee dahinter hörte, war meine Neugier unglaublich groß. Es klang absolut herzerwärmend und nach einem kurzweiligen Abenteuer im Reich Immerda. Auch das Cover ist sehr niedlich gestaltet. Letztendlich überzeugte mich der Klappentext zu diesem Buch zu greifen. Ich wollte unbedingt in Erfahrung bringen, was es mit dem verschwundenen Dienstag auf sich hatte.

Einstieg: Sehr ruhig und harmonisch beginnt Dominique Valente mit ihrer Geschichte. Dabei stellt sie nicht nur das Zauberland Immerda, die Familie Moss im Allgemeinen, sondern auch Protagonistin Anemona Moss im Besonderen vor. Der Einstieg gefiel mir wirklich gut. Der Schreibstil ist zur Altersgruppe passend gewählt und ich verspürte den Drang mehr über die Hexen von Immerda zu erfahren. Das eigentliche Thema lässt auch nicht lange auf sich warten, so konnte die Suche nach dem verschwundenen Wochentag beginnen.

Charaktere: Bereits auf den ersten Seiten lernt man die junge Hexe Anemona kennen, die eine etwas andere Zauberkraft hat: sie spürt verlorene Dinge auf. An sich keine schlechte Gabe, aber wirklich zufriedenstellend ist das für Anemona absolut nicht. Als die gefährliche Hexe Moreg Vaine jedoch ihre Hilfe braucht, ist es eben diese Gabe, die alle retten soll. Durch den auktorialen Erzähler, den die Autorin hier wählte, nahm ich Anemona und all die anderen Figuren nur als Beobachter wahr. Für ein Kinderbuch ist dies sehr passend gewählt, nur aus meiner Sicht blieb Anemona dadurch sehr blass. Ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen. Sie handelte mir manchmal sehr unüberlegt und voreilig, was einfach ihrer kindlichen Naivität verschuldet ist, mir war es nur etwas zu viel. Dies änderte sich bedauerlicherweise auch im weiteren Verlauf nicht. So blieb der fehlende Bezug beinahe durchweg bestehen. Mit den zahlreichen skurrilen Begleitern, die Anemona auf ihrer Reise kennenlernt, erging es mir nicht anders. Jeder ist auf seine Art speziell und mit Sicherheit ganz liebevoll, aber auch da fehlte mir der Tiefgang. Vieles ging so unglaublich schnell, so dass ich kaum Zeit hatte den neuen Begleiter kennenzulernen, da schon der nächste ihren Weg kreuzte. Zudem wurden bestimmte Eigenschaften einzelner Figuren häufig wiederholt, was mir an manchen Stellen etwas zu viel wurde.

Handlung: Die Grundidee ist absolut bezaubernd und habe ich so in dieser Form noch nicht gelesen - was direkt ein Pluspunkt für die Geschichte war. Und genau diese Idee war es, die mich immer weiterlesen ließ. Denn natürlich stellte ich mir zu Beginn die Frage: Warum ist der Dienstag verschwunden? Was war geschehen? Die Autorin lässt sich hier sehr viel Zeit um diese Frage zu beantworten.Vielmehr lernt der Leser einzelne Orte von Immerda kennen, deren Aufenthalt für mich als Leser etwas zu kurz waren. Gerne wäre ich dort länger geblieben. So gleicht die Geschichte doch eine Art Wettrennen, was mir manchmal die Lesefreude etwas nahm. Es passierte alles so schnell, so dass ich etwas den Überblick verlor, was gerade passiert war. Dennoch nähern sich der Leser, Anemona und ihre Freunde der Aufklärung. Und die war definitiv nicht vorhersehbar. Nach und nach entstand ein klares Bild und in mir kamen Vermutungen vor, die dann letztendlich auch so eintrafen. Das Ende war aus meiner Sicht genau wie der restliche Verlauf der Handlung etwas zu schnell abgewickelt. Aber dennoch ist genügend Potenzial da und ich bin gespannt, was sich die Autorin bzgl. Anemona noch einfallen lässt.

Schreibstil: Der Schreibstil von Dominique Valente ist humorvoll, harmonisch und absolut kindgerecht. Leider raste sie mir etwas durch die Geschichte, so dass weder ich noch die Figuren zum Atem kamen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie sich insgesamt etwas mehr Zeit lässt, und vielleicht auch auf ihrer Reise durch Immerda hin und wieder etwas innegehalten hätte, damit ich als Leser all die Orte besser in mich aufnehmen konnte. Aber da bin ich guter Dinge, dass wir in den Folgebänden mehr über die einzelnen Orte erfahren werden.


Mein Urteil 

"Der Zauber von Immerda - Die Suche nach dem verschwundenen Dienstag" ist ein kurzweiliges Buch, welches als Debüt durchaus gelungen ist und die Neugier auf die Folgebände weckt. Die Grundidee von Dominique Valente ist auch absolut herzerwärmend, ebenso die Figuren, die sich von der Skurrilität gegenseitig überboten. Insgesamt verlief mir die Geschichte dennoch etwas zu hektisch, so dass weder ich noch die Figuren einmal innehalten konnten. Auch fehlte mir fast durchweg der Bezug zu den einzelnen Figuren. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.
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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo liebste Cata <3,

    da ich das Buch als nächstes Lesen werde, habe ich nur dein Fazit gelesen. Auch hattest du mir von deinen Leseeindrücken ja berichtet, weshalb ich hoffe, dass deine Kritikpuntke nicht auch meine werden. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

    Liebe Grüße, drück dich,
    Uwe

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    1. Huhu mein lieber Uwe <3,

      ich habe mir erst heute deine Rezi zu "Immerda" durchgelesen und mich freut es sehr, dass meine Kritikpunkte zum Glück nicht deine wurden. Im Nachhinein war ich vermutlich auch etwas streng mit dem Buch, vermutlich würde es jetzt eine bessere Bewertung bekommen. Naja wie das immer so ist :D

      Fühl dich gedrückt,
      Cata

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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