[Rezension] Die Krone der Dunkelheit (1) von Laura Kneidl



         Titel: Die Krone der Dunkelheit (1)
         Autor: Laura Kneidl
         Altersempfehlung: ab 14
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl: 640
         Reihe: 1/3
         Preis: 15,00 € [D]
         ISBN: 978-3-492-70526-4
         Verlag: Piper








  Inhalt


Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie muss nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ... (Quelle: Piper Verlag)



 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Laura Kneidl  kannte ich bislang nur vom Hörensagen und ist bislang nur so an mir vorbeigegangen. "Die Krone der Dunkelheit" dagegen sprach mich direkt an und das zuerst durch die wahnsinnig schöne Gestaltung. Sanduhren finde ich als Gestaltungselement sowieso schon klasse, in Kombination mit einer solchen Krone gleich noch mehr und der Titel klang für mich auch sehr poetisch. Aber auch der Klappentext machte definitiv neugierig, wie auch einige begeisterte Stimmen, so dass ich mir selbst ein Bild von der Geschichte machen wollte.

Einstieg: Die Geschichte beginnt zunächst 18 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Als Einstieg gefiel mir dies recht gut, denn so bekam ich schon ein wenig Hintergrundwissen und einen kleinen Überblick über die Welt der Fae. Laura Kneidl schafft zudem gleich von Beginn an eine sehr schöne Grundstimmung, die in mir ein wohlig warmes Gefühl entfachte. Der leichte und gut verständliche Schreibstil trug ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass ich mich fast auf Anhieb in der mir vorgestellten Welt wohlfühlte.

Charaktere: Die Geschichte wird kapitelweise von Freya, Ceylan, Larkin, Weylin und Kheelan erzählt. Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, wenn so viele Perspektiven in einer Geschichte vertreten sind. Und das hat mich zunächst auch sehr abgeschreckt beim Lesen. Aber durch den auktorialen Erzähler, den Laura Kneidl hier durchweg wählte, gingen die einzelnen Erzählperspektiven ineinander über, so dass ich nur am Schauplatz erkannte, dass ich mich in einer anderen Sicht befinde. Und das gefiel mir sehr gut. Die Figuren waren mir fast durchweg sehr angenehme Wegbegleiter auch wenn die Charaktereigenschaften manchmal etwas miteinander verschwammen und mir nicht immer klar war, zu wem diese oder jene Eigenschaft gehört. Besonders bei Freya und Ceylan ist mir dies aufgefallen, die sich, auch wenn sie grundverschiedene Herkünfte haben, manchmal sehr ähnlich waren. Die Naivität die beide in sich trugen, führte dazu, dass ich beide am liebsten hin und wieder durchgeschüttelt hätte. Von Larkin war ich am meisten angetan, es war auch tatsächlich die Figur, deren Kapitel ich am liebsten gelesen habe. Insgesamt sind es alle aber sehr interessante Charaktere, bei denen ich mir ruhig noch etwas mehr über ihre Vergangenheit für den 2. Band wünsche.

Handlung: Schon sehr schnell fühlte ich mich an "Das Reich der sieben Höfe" erinnert. Mich störte es nicht, auch wenn es mitunter sehr starke Parallelen waren. Denn die Autorin hat daraus ihre ganz eigene Geschichte gemacht. In diesem Buch begleitet der Leser zum einen die Prinzessin Freya von Thobria und die Wächterin Ceylan. Neben dieser Haupthandlung, gibt es kleine einzelne Handlungsstränge, die nebenher laufen. Im Laufe der Geschichte stellte ich mir immer wieder die Frage, wie die einzelnen Figuren zueinander finden könnten. Denn, dass die Handlungsstränge irgendwann aufeinandertreffen würden, spürte ich sehr schnell. So schuf Laura Kneidl eine gewisse Grundspannung, die nie gänzlich verschwand. Dieser Auftakt ist großteils eine sehr ruhige Geschichte, die dennoch nicht langweilig ist. Der Mittelteil zog sich zwar etwas und mein Lesefluss wurde ein wenig durch kleine Widersprüche oder Logikfehler getrübt, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten. Bezüglich einer Figur hatte ich schon bald eine Ahnung, die sich am Ende auch bewahrheitete, dennoch war der Werdegang dorthin spannend zu verfolgen. Im letzten Drittel hob die Autorin dann das Spannungslevel, das hätte aus meiner Sicht ruhig häufiger genutzt werden sollen. Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend, und konnte mich leider nur bedingt packen. Was ich mir für den 2. Band zudem wünsche, ist mehr Hintergrundwissen, warum es z. B. die Teilung in Magier und Nicht-Magier gibt, wie dieser Hass zwischen den Völkern entstand ect. Das kam mir hier leider etwas zu kurz.

Schreibstil: Der Schreibstil von Laura Kneidl ist leicht und verständlich. Bereits zu Beginn schuf sie eine sehr angenehme Atmosphäre, die beinahe durch das gesamte Buch zu spüren war. Schnell fühlte ich mich in der Geschichte wohl und wollte aus der Welt der Fae, Unseelie und Seelie nicht mehr auftauchen. Ein wenig mehr Hintergrundinformationen zu den genannten Völkern hätte die Geschichte sicherlich noch intensiver gemacht. Aufgrund der Dicke kam es manchmal jedoch auch zu recht zähen Passagen, die meinen Lesefluss etwas bremsten. Etwas mehr Spannung an der einen oder anderen Stelle, hätte diesen Auftakt sicherlich auch nicht geschadet.


 

Mein Urteil

 

"Die Krone der Dunkelheit" von Laura Kneidl bietet eine interessante Grundidee, die mich manchmal stark an die Welt der Fae von Sarah J. Maas erinnerte. Aber dies tat meiner Lesefreude keinen Abbruch. Denn die Autorin hat hier ihren ganz eigenen Charme in die Geschichte gebracht. Die Figuren sind interessant gewählt und bieten zudem noch viel Spielraum für den 2. Band. Mit ein wenig mehr Hintergrundwissen an der einen oder anderen Stelle wäre die Welt der Fae, Seelie und Unseelie mit Sicherheit noch greifbarer geworden. Kleine Logikfehler und Widerspürche bremsten meine Lesefreude zwar etwas, dennoch fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten. Ich vergebe knappe 4 von 5 Welten.

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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo liebe Cata <3,

    zunächst freut es mich, dass dir unter dem Strich, das Buch gut gefallen hat. Mich hat das Buch nicht wirklich angesprochen, da es mir zu nahe an DRdSH dran ist. Was ich gar nicht mag, ist, wenn die Charaktere ineinander übergehen und man nicht weiß, wer es ist. Da verliere schnell die Lust am Lesen. Daher war es gut, dass ich das Buch nicht gelesen habe.

    Ich hoffe, dass deine Fragen im 2. Teil beantwortet werden.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallöchen mein lieber Uwe <3,

      ich muss ehrlich zugeben, dass es gut war, dass ich ohne Erwartungen herangegangen bin. Hätte ich die ganze Zeit im Kopf gehabt, dass es wie Sarah J. Maas sein soll, dann wäre ich mit Sicherheit enttäuscht gewesen. Aber so ging es. Ich kann aber verstehen, wenn du das Buch nicht lesen magst. Alle Bücher kann man ja auch nicht lesen, dafür ist die Lesezeit dann doch zu knapp. Was du mit den Figuren meinst, geht mir leider sehr ähnlich. Und das war auch der Punkt, der mich etwas störte.

      Liebe Grüße,
      deine Cata

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  2. Huhu mein Cata-Schatz, <3

    vom Klappentext könnte man erst mal nicht meinen, dass das Buch Ähnlichkeit zum "Reich der sieben Höfe" hat. Und auch bei der Vorstellung auf der Messe, hatte ich nicht den Eindruck. Dies kam erst zur Sprache, als die ersten Rezis online kamen. Das es Fae gibt, finde ich prinzipiell gut und beim Rest muss ich sehen. Mich stört eher die Tatsache, das es Längen gibt, was bei der Dicke leider zu befürchten war.

    Wenn es gut verständlich geschrieben ist, mag ich mehrere Perspektiven sehr gerne und habe damit auch nie Probleme. Ich bin also auch diesbezüglich gespannt. Mal sehen, wann ich das Buch lesen werde :)

    Drück dich ganz doll fest,
    deine Ally

    AntwortenLöschen

Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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