[Rezension] Das dunkle Herz von Lukas Hainer



         Titel: Das dunkle Herz
         Autor: Lukas Hainer
         Altersempfehlung: ab 14
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl: 384
         Reihe:1/?
         Preis: 16,00 € [D]
         ISBN: 978-3-492-70472-4
         Verlag: Piper/ ivi Verlag






  Inhalt


Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder – ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal. (Quelle: Piper/ ivi Verlag)




 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Über dieses Buch bin ich mehr durch Zufall gestolpert und es sprach mich direkt an. Gerade die Gestaltung sowie die Grundidee gefielen mir sehr gut, so dass ich mir unbedingt mein eigenes Bild machen wollte. Auch dass dieses Buch das erste Hardcover aus dem ivi-Verlag ist, machte es gleich zu etwas besonderem. Lukas Hainer selbst ist vorranig im Kinderbuchbereich aktiv, und "Das dunkle Herz" somit sein erstes Abenteuer im Jugendbuch. Ich war sehr gespannt.

Einstieg: Wie schon im Klappentext angekündigt, beginnt auch die Geschichte bei der Trauerfeier um Annas verschwundenen Bruder Ben. Als Einstieg gefiel mir dies sehr gut. So machte sich gleich eine gewisse Melancholie breit, die ich als Grundstimmung sehr passend fand. Allerdings änderte sich das Ruhige schon sehr zügig und der Leser wird genau wie Anna selbst in eine völlig fremde und unheimliche Wüstenwelt geschickt. Diese Wendung gefiel mir sehr gut, denn so hob Lukas Hainer nicht nur das Spannungslevel an, sondern schuf gleich eine Atmosphäre, die mich stark an "Maze Runner" erinnerte, was aber definitiv nicht schlecht war.

Charaktere: Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser die Protagonistin Anna vorgestellt. Von Anfang an fand ich sie recht sympathisch. Es gab dann aber einen Punkt im Buch, wo sie mir immer distanzierter vorkam, so dass ich kaum einen wirklichen Bezug zu ihr aufbauen konnte. Ähnlich ging es mir mit Nick, der mir leider etwas zu normal war. Ein ganz großer Kritikpunkt von meiner Seite ist leider der Umfang der Figuren. Klar, alle sind in irgendeiner Weise bedeutend für die Geschichte, aber da mir innerhalb kürzester Zeit ein Dutzend Namen an den Kopf geknallt wurden, verlor ich bald gänzlich den Überblick, was sehr schade ist, da in einzelnen Figuren durchaus Potenzial schlummert. Gerade Nick und Anna fehlte es dadurch an Tiefe, weil sie unter der Vielzahl der Figuren etwas untergingen.

Handlung: Die Grundidee fand ich sehr erfrischend, gerade weil mich die Grundstimmung wie schon gesagt, an James Dashner erinnerte. Sofort machte sich in mir ein Überlebensinstinkt breit und gemeinsam suchte ich mit den Figuren nach anderen Gestrandeten und nach Nahrung. Alles im allen eine tolle Atmosphäre, die Lukas Hainer hier geschaffen hat. Je mehr ich beim Lesen voranschritt, umso neugieriger wurde ich, was es mit dem dunklen Herzen selber auf sich hat. Lukas Hainer hat hier auch stellenweise sehr gute Ansätze gehabt, die sich aber für meine Verhältnisse etwas verloren haben. Da fehlte mir manchmal ein wenig der rote Faden. Die Auflösung selber fand ich etwas platt, da hätte ich mir ruhig etwas mehr an Tiefe gewünscht.

Schreibstil: Der Schreibstil von Lukas Hainer ist angenehm zu lesen, so dass man zügig vorankommt. Von Anfang an schwebt etwas düsteres über der Geschichte, was mir wirklich sehr gut gefiel, denn so wollte ich immer weiter lesen und in Erfahrung bringen, was dieses dunkle Herz tatsächlich ist. Immer wieder baute der Autor kleine Botschaften ein, die mich immer weiterlesen lassen wollten. Gerade zum Ende machten sich einige Fragen in mir breit, die in einer Fortsetzung sicherlich auf ihre Antwort stoßen werden.


Mein Urteil


Lukas Hainer schuf mit "Das dunkle Herz" einen sehr interessanten Auftakt, der mich von der Grundstimmung stark an eine Dystopie wie "Maze Runner" erinnerte, was keineswegs schlecht ist. Die Vielzahl der Figuren erschwerte es mir leider einen Bezug zu einzelnen aufzubauen. Gerade Nick und Anna blieben für mich so recht blass. Insgesamt bietet der Autor eine gute Grundidee, die mir im Gesamten etwas zu wenig ausgearbeitet wurde. Eine Geschichte, in der der rote Faden manchmal etwas verloren geht. Trotzdem ein solider Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.


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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo liebe Cata <3,

    über das Buch hast du mir ja schon ein wenig während deines Lesen erzählt und ich bin gespannt, wie es mir gefallen wird. Übrigens werde ich es im Anschluß an mein aktuelles Buch beginnen, so dass wir uns dann unterhalten können.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu mein lieber Uwe <3,

      das ist wohl wahr, du warst quasi live mit dabei ;) und ich freue mich, dass "Das dunkle Herz" sehr zeitnah von dir gelesen wird. Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird und ich freue mich schon jetzt mit dir darüber zu quatschen. Viel Spaß!

      Liebe Grüße,
      Cata

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  2. Huhu Caterina,

    auf das Buch hatte ich auch ein Auge geworfen, es aber aufgrund der vielen anderen tollen Bücher hinten angestellt. Schade das es nicht ganz überzeugen konnte und es ruhig ein wenig mehr Charaktertiefe hätte sein können. :-(

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,

      ich kann dich gut verstehen. Es gibt einfach zu viele andere tolle Bücher :( Vielleicht liest du es ja doch noch, ist ja nicht aus der Welt. Ja die fehlende Charaktertiefe hat mich leider sehr gestört, aber vielleicht ist dies im 2. Band besser, denn ich denke ich werde auch den 2. Band lesen.

      Liebe Grüße,
      Caterina

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  3. Hallöchen Catachen, <3

    da bin ich nochmal :). Ich bin echt extrem gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Es ist echt schade, dass du zu den Protas keine so wirklich Beziehung und Bindung aufbauen konntest. Auch dass es so viele weitere Charaktere gibt, macht dies ja nicht leichter, im Gegenteil! Die Idee an sich und die Stimmung aufgrund der Labyrinth Ähnlichkeit finde ich auch cool, daher lasse ich mich einfach überraschen.

    Viele liebe Grüße und eine extra dicke Umarmung,
    deine Ally

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    1. Huhu meine liebste Ally <3,

      Ich bin schon sehr gespannt, wann du dieses Buch lesen wirst und vielleicht kann es dich etwas mehr überzeugen, oder wir sind uns hier wieder einig :D Da gebe ich dir Recht, wenn es so viele Figuren in einer Geschichte sind, kann man sich meist nur bedingt in die ein oder andere Figur hineinversetzen. Ich denke, wenn du da völlig unvoreingenommen rangehst, kann es dir mit Sicherheit gut unterhalten.

      Fühle dich ganz fest gedrückt,
      deine Cata

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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