4 Einzelbände oder doch lieber Reihen?

Hallo ihr lieben Leserlies :)

ich bin gerade total erleichtert und froh, dass ich meine Prüfungen geschafft habe und endlich mein Abschlusszeugnis in der Hand halte, denn nun habe ich 7 Wochen Sommerferien, traumhaft oder? Und wie werde, ich die Zeit nutzen, außer mich schon moralisch auf das Abitur vorzubereiten? Ich werde lesen :D Und da wären wir auch schon beim Thema. 

Besonders in der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass es häufig Bücher gibt, die wieder einmal ein Auftakt einer neuen Reihe sind. Das hatte ich in den letzten Wochen sehr oft. Zum Beispiel soll ja "Zwischen uns die Flut" fortgesetzt werden, oder "Bin mal kurz tot" von Lance Rubin soll auch kein Einzelband sein. Da wäre dann noch "Elias & Laia" welches ja ursprünglich als Einzelband angelegt war, jetzt aber doch eine Reihe wird, oder auch "Seiten der Welt" von Kai Meyer, "Die Clans der Seeker - Die Stunde des Fuchses" oder aber "Das Licht von Aurora" von Anna Jarzab... Die Liste ist endlos. 

(c) CatasWelt

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Reihen. Ganz und gar nicht. Eher liebe ich die. Denn bei Reihen  ist das tolle, dass ich als Leser weiß, dass nach dem Buch nicht Schluss ist, sondern dass es weitergeht und diese Tatsache liebe ich einfach. Beim Einzelband ist die Geschichte in sich geschlossen, aber bei einer mehrteiligen Serie ist es nicht der Fall. Es geht weiter und ich kann ein weiteres Mal in die jeweilige Welt eintauchen, Charaktere erneut begleiten und auch neue Figuren kennenlernen. Und das liebe ich so sehr. All meine Fragen, die aufkamen werden beantwortet und ich kann mich erneut in das Abenteuer stürzen.

Jedoch muss ich dazu sagen, egal wie schön Reihen sind, möchte ich auch hin und wieder einen Einzelband lesen. Denn bei denen ist es so: Ich muss nicht ewig warten bis es weiter geht, sondern die Handlung ist in sich geschlossen. Das mag ich oft sogar mehr. Ich hatte es nämlich schon oft so, dass mir der erste Band so unglaublich gut gefallen hat und ich selbstverständlich weiterlesen WILL aber dann am Ende von der Fortsetzung enttäuscht war, wo ich mir dann dachte: ein Band hätte es auch getan. Da stehe ich dann oft im Zwiespalt mit mir selber.

(c) Catas Welt
Durch die in der letzten Zeit zahlreiche erschienenen Auftakte neuer Reihen, komme ich selten dazu alte Reihen zu beenden. Versteht ihr was ich meine? Es kommen immer neue Bücher hinzu, die man unbedingt lesen will. Man liest es dann und dann steht am Ende (wie bei Elias und Laia) ... XY wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Da denke ich mir dann immer so: Warum? Geldmacherei? Das kann ich irgendwie nicht leiden. 

Ich habe ein wenig so im gefühl, dass es zum Trend wird, wenn ich als Autor ein Buch schreibe und dann sage: Wieso schreibe ich nicht einfach eine Reihe? Es soll jetzt nicht so klingen, als würde ich es hassen oder verabscheuen, nur ich finde, es ist keine Besonderheit mehr. Es macht gefühlt jeder, wisst ihr was ich meine? 

Reihen gut und schön, aber ich freue mich trotzdem hin und wieder ein Einzelband lesen zu können. Hier sind noch meine 5 Gründe, warum ich Reihen liebe und 5 Gründe warum ich Einzelbände liebe. Los geht es.

Reihen...

1.) Es ist nach einem Band nicht Schluss - Es geht weiter
2.) Die Figuren können sich weiterentwickeln
3.) Ich kann erneut in die Abenteuer eintauchen
4.) Ich lerne neue Figuren kennen, und kann noch mehr von der Welt erfahren
5.) Nebeneinander sehen sie im Regal oft wirklich schön aus

Einzelbände...

1.) Die Handlung ist in sich geschlossen
2.) Es bleiben oft keine offenstehenden Fragen da
3.) Es sind keine Cliffhanger da, denn das Buch ist zu Ende und man kann es erleichtert bei Seite packen
4.) Es ist leichter ein Einzelband im Regal zu stellen, als eine mehrteilige Reihe :D
5.) Kein ewiges Warten bis es weitergeht!

Ich lese sowohl Einzelbände als auch Reihen unglaublich gerne und freue mich über beides gleichermaßen. Oft handhabe ich es so, dass ich bei Reihen warte bis alle Bände erschienen sind, um sie dann in einem Rutsch zu lesen, so muss ich nicht lange warten. Aber da immer wieder neue Auftakte oder Fortsetzungen erscheinen, klappt dies nur bedingt.  

Bei mir stehen übrigens gerade einmal acht Reihen die komplett sind im Regal (4 sind wirklich vollständig, die anderen nur bisher, denn die Folgebände sind noch nicht erschienen) und über 30 Bücher die Teil einer Reihe sind o.O aber noch lange nicht vollständig. Und über 70 Einzelbände. Wie sieht es bei euch aus?

Was sagt ihr zu dem Thema? Lest ihr lieber Reihen oder doch Einzelbände und warum? Ich freue mich auf Eure Kommentare :) 

Alles Liebe und 


2 Rezension: Das Licht von Aurora 1 von Anna Jarzab




   Infos zum Buch

   Titel: Das Licht von Aurora
   Autor: Anna Jarzab
   Übersetzer: Ulrike Brauns /Birgit Pfaffinger
   Verlag: Loewe
   Seitenanzahl: 448
   Reihe: 1/3
   ISBN: 978-3-7855-7950-3
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"Das Universum [...] strebe nach Harmonie und Gleichgewicht. Was gebooren wird, muss eines Tages sterben. Asche zu Asche. Alles zerfällt." S. 7

Klappentext 


Viele Welten. Zwei Lieben. Eine ganz große Liebe.

Sasha, die Parallelwelten für reine Erfindgung hielt, findet sich plötzlich in einer solchen wieder. Um einen Krieg zwischen zwei Königreichen zu verhindern, muss sie in die Rolle der Kronprinzessin schlüpfen, die wie vom Erdboden verschluckt ist. Sehr bald fühlt sie sich nicht nur zwischen den verschiedenen Welten hin- und hergerissen, sondern auch zwischen zwei Männern, die beide um ihr Herz kämpfen.

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Dieses Cover ist ein absoluter Hingucker, das war auch mehr oder weniger der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte. Es sieht so schön aus. Die Farbgebung, das Kleid im Himmel, welches ich erst nach genauerem Hinsehen bemerkte und der Titel harmonieren wunderbar miteinander und machen die Aufmachung zu einem Augenschmaus. Nach dem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, wuchs meine Neugierde enorm und ich war sehr gespannt was mich in diesem Buch wohl erwarten würde.

Einstieg:  Das Buch beginnt mit einem sehr kurzen Prolog, der mir ermöglichte mich langsam an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Im Klappentext wird erwähnt, dass die Prinzessin Juliana vom Planet Aurora verschwindet, ich hatte jedoch angenommen, dass sie einfach verschwunden ist und die Handlung sofort beginnt. Aber Anna Jarzab überraschte mich an dieser Stelle. Denn durch die Erzählweise der 3. Person erfuhr ich wie und warum Juliana verschwand. Das gefiel mir wirklich sehr gut, so dass ich nun mit ein wenig Vorwissen in die eigentliche Handlung starten konnte. Schon nach wenigen Seiten war ich sehr vom Schreibstil der Autorin angetan und war sehr gespannt, wie das Buch nun weiterverliefe.
"Ich wünschte mir, das, was auf der Erde geschehen war, wäre die Wirklichkeit und diese ganze Geschichte in Aurora nur ein merkwürdiger Albtraum." S. 242
Charaktere: In diesem Buch wählte die Autorin drei verschiedene Erzählperspektiven. Die Haupthandlung wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sasha erzählt. Neben ihren Kapiteln die hauptsächlich im Buch zu finden sind, wählte die Autorin den personalen Erzähler für Thomas und die Sicht aus der dritten Person für Juliana. Diese Mischung gefiel mir ausgesprochen gut, so konnte ich mich in jede Figur intensiver hinienversetzten. Mit Sasha hatte ich anfangs meine Schwierig-keiten. Besonders im ersten Drittel des Buches war sie mir einfach zu naiv und handelte unüberlegt. Das ging mir sehr schnell auf die Nerven. Ich konnte mich nur selten gänzlich mit ihr verbinden. Jedoch zum Ende hin löste sich dieses Problem und sie wurde mir doch noch sympathisch. Thomas dagegen mochte ich sofort und ich entwickelte augenblicklich Gefühle für ihn. Er war mir auf Anhieb sympathisch und ich mochte seine Kapitel am meisten. Die dritte Person, Juliana bereitete mir wiederum ähnliche Schwierigkeiten, wie es auch bei Sasha der Fall war. In den ersten Kapiteln mochte ich sie noch, aber zum Ende hin wurde sie mir immer unsympathischer. Jetzt im Nachhinein bin ich sehr froh, dass sie nur vereinzelt aufkam.

Handlung: Das Buch beginnt noch sehr ruhig, aber das ändert sich schon nach wenigen Kapiteln. Denn als der Agent Thomas auf die Erde geschickt wurde, konnte mich die Autorin schon für sich gewinnen. Ab diesem Moment wurde es spannend. Ganz besonders als dann Sasha nach Aurora gebracht wurde. Im ersten Augenblick war ich vermutlich genauso verwirrt wie Sasha selber. Es kamen viele Fragen in mir auf, die eine dringende Antwort verlangten. Allerdings wurden sie mir nur bedingt und nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. Während das Buch noch recht gut begann, so wurde es im 2. Drittel der Geschichte eher eintönig. Es passierte teilweise nichts. Mir als Leser wurde genausten, oft zu detailreich, beschrieben, wie der Tagesablauf der Prinzessin ablief. Das ging mir schnell auf die Nerven und ich kam nur mühsam voran, einfach da kaum etwas passierte. Zum Ende hin zeigte mir jedoch die Autorin erneut was in ihr steckte und konnte mich letztendlich doch noch von sich überzeugen.

Schreibstil: Flüssig und den jeweiligen Figuren hervorragend angepasst, beschreibt die Autorin ihre Welt. Ich fühlte mich sehr schnell in ihrer Erzählweise wohl. Ihre aussagekräftigen, detailreichen und angenehmen Beschreibungen ermöglichten mir, mich direkt in Aurora zu befinden. Ich konnte mir die Welt, in der Sasha so plötzlich hineingeworfen wurde, sehr gut vorstellen und fühlte mich dort sehr wohl. Die Autorin Anna Jarzab hat einen wirklich angenehmen und lockeren Schreibstil, der mir ermöglichte das Buch so schnell zu beenden. Wunderbar gelöst fand ich auch die verschieden gewählten Erzählperspektive, so kam ich nicht durcheinander und konnte mich sehr gut auf die jeweiligen Figuren einlassen.

Mein Urteil 

Die Grundidee der Autorin sprach mich schon von der aller ersten Sekunde an und ich war sehr neugierig auf dieses Buch. Die Tatsache, dass ich bislang nichts von dem Buch gehört hatte, geschweige denn von der Autorin, steigerte meine Neugierde ins Unermessliche. Schon nach wenigen Kapiteln konnte sie mich in ihren Bann ziehen und ich war selber gefangen zwischen den Seiten und vor allem in der Welt Aurora. Anna Jarzab beschreibt ihre Welt so authentisch, dass sich lebhafte Bilder in meinem Kopf bildeten und ich teilweise das Gefühl hatte mich wirklich in Aurora zu befinden. Mit der hauptfigur hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten, aber das behob sich schnell und ich konnte Sasha bald ins Herz schließen. Zwar gab es in der Hälfte des Buches Passagen in denen wirklich nichts passierte und der Spannungsbogen dementsprechend niedrig war, aber zum Ende hin holte die Autorin noch einmal alles hervor und arbeitete sich zu einem wunderbaren Finale hin, der mich nun neugierig auf die Fortsetzung macht. Ein wirklich schöner Auftakt, der mich vor allem durch das Ende letztendlich überzeugen konnte. Ich vergebe 4 von 5 Welten.









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2 Rezension: Die Seiten der Welt 2 - Nachtland von Kai Meyer




   Infos zum Buch

   Titel: Die Seiten der Welt - Nachtland
   Autor: Kai Meyer
   Übersetzer: -
   Verlag: Fischer
   Seitenanzahl: 592
   Reihe: 2/3
   ISBN: 978-3-8414-2166-1
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"Sie wollte gerade über die Schwelle treten, als ein Sturm durch die Halle fegte. Er warf Regale mit den Trophäen um wie Dominosteine und wühlte eine breite Schneise durch das Inventar. Gläser und Behälter zerbrachen inmitten des Getöses, bibliomantische Reliquen wurden durch die Luft geschleudert." S. 75

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der "Seiten der Welt"-Trilogie

~Rezension Band 1~

Band 3 noch nicht erschienen 

 

Klappentext 

Die Reise ins Herz der Bücherwelt  
Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden.

Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor. Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert. Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Gestaltung des Buches spricht auch beim zweiten Teil der Trilogie für sich. Es sieht einfach sehr schön aus. Wenn ich ehrlich bin gefällt mir sogar die helle Gestaltung mehr als die schwarze beim 1. Band. Es sieht wirklich toll aus, ist schlicht und schön und passt zum Inhalt des Buches. Der erste Teil gefiel mir vor gut einem dreiviertel Jahr ausgesprochen gut und als ich dann erfuhr, dass es eine Fortsetzung gäbe, war ich schon damals Feuer und Flamme. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich einen 2. Band haben wollte, da für mich "Die Seiten der Welt" ein in sich abgeschlossener Teil war. Dennoch war ich sehr gespannt, wie Kai Meyer seine Welt der Bibliomantik weiterstricken würde. 
"Bibliomantische Macht wirkte oft über Distanzen hinweg, das mochte ein Grund sein, warum die Wahrheit nicht sofort ans Licht gekommen war." S. 221/222
Einstieg: Es dauerte nicht lange und ich war erneut vom Schreibstil des Autors angetan. Ohne einem Prolog beginnt die Handlung und ich als Leser wurde förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Mir erging es auch hier nicht anders und ich befand mich zwischen den Seiten der Welt. Das Buch beginnt recht ruhig und ich konnte mich somit an die Geschichte allmählich gewöhnen. Jedoch muss ich dazu sagen, dass mir zu Beginn ein Rückblick oder der gleichen gefehlt hat. Auch wenn es recht leicht war wieder in die Geschichte hineinzukommen, so war es doch eine Weile her, seit ich den ersten Teil gelesen hatte, daher wusste ich oft nicht, mit wem ich es jetzt wieder einmal zu tun hatte. Das war für mich besonders im weiteren Verlauf der Geschichte ein wenig schwierig.
"Der Buchgeruch dieser Bibliomanten hatte sich verändert, ähnelte eher dem modrigen Gestank verschimmelten Papiers. Eine gespenstische Stille hing über dem Refugiumsplitter, denn die Lesenden waren geräuschempfindlich und wurden gewalttätig, sobald sie sich gestört fühlten." S. 265/66
Charaktere: Furia Salamandra Faerfax/Rosenkreutz war mir schon im ersten Teil auf Anhieb sympathisch, daher brauchte ich auch hier nicht lange, sie schnell wieder ins Herz zu schließen. Sie wird eine immer stärker werdene Bibliomantin und konnte mich auch hier von ihrem Tatendrang und ihrem Mut überzeugen. Allerdings verschwand sie ab und an von der Bildfläche und nahm ihren Platz als Nebenfigur ein, das fand ich ein wenig schade. Jedoch hatten somit zahlreiche andere Figuren, die im ersten Band vielleicht ein wenig zu kurz kamen hier ihre Gelegenheit sich zu entfalten. Das fand ich von Kai Meyer sehr gut gelöst, denn so erlebte ich auch die anderen Figuren wie Cat oder Finnian viel intensiver. Alle Protagonisten erleben hier in diesem Band eine gewaltige Entwicklung. Durch die kapitelweise wechselnde Erzählperspektive der zahlreichen verschiedenen Charaktere hatte ich oft Schwierigkeiten der Handlung angemessen zu folgen, denn so gingen einige Protagonisten unter, so wie Furia. Ich hätte sie gerne noch intensiver erlebt. Immer wieder musste ich mich neu sortieren, als die Geschichte aus einer neuen Sicht erzählt wurde. So konnte ich mich stellenweise nur bedingt in die Figuren hineinversetzten.
"Furia öffnete den Mund, doch statt zu antworten, rief sie die Bücher aus den Regalen herbei. Hunderte lösten sich von den Brettern, schwebten durch den Raum auf sie zu und bildeten einen kreisenden Schutzwall, einen rotierenden Panzer aus Papier.". S. 348
Handlung: Kai Meyer lässt das Buch recht ruhig beginnen. Aber es dauert nicht lang und er konnte mich wieder in den Bann ziehen und ich tauchte in die Welt der Bibliomantik ein. Immer weiter wurde Furia, die gerade auf dem Weg ist zu einer hervorragenden Bibliomantin zu werden, in die Tiefen und Geheimnisse der Bücher gezogen und ich gleich mit. Auch in diesem Buch baute der Autor wieder wunderbare Wesen ein, wie Tintlinge oder Buchsüchtige, die auch dieses Buch förmlich zum Leben erwachen ließen. Wie in einem Sog wurde ich auch in der Fortsetzung, in einen Strudel von Wesen wie Exlibri, Bibliomanten, Gefahren und Magie hineingezogen und hatte Schwierigkeiten dem zu entkommen, aber ich wollte dem auch nicht entfliehen. Kai Meyer baute durch seine sehr authentisch beschriebenen Situationen sehr viel Spannung ein, so dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte und mich zwischen den Seiten der Welt befand.

Schreibstil: Durch seinen flüssigen, manchmal jedoch auch schwierigen, aber durchweg interessanten Schreibstil, konnte mich der Autor auch hier mitreißen und faszinieren. ich befand mich nicht länger auf dem Bett oder der Couch, sondern erlebte die Wunder die mir beschrieben wurden vor Ort. Kai Meyers Schreibstil sprudelt vor Magie und das spürte ich als Leser immer wieder. Er konnte mich überraschen, faszinieren und vor allem begeistern.

Mein Urteil 

Voller Magie ist auch dieses Buch. Bezaubernd, magisch und faszinierend zu gleich, so würde ich den Roman von Kai Meyer in drei Worten beschreiben. Der Autor konnte mich sehr schnell wieder von sich überzeugen und ich war zwischen den Seiten gefangen und wollte dem auch nicht entkommen. Er zog mich in den Bann und konnte mich immer wieder überraschen, faszinieren, schockieren und begeistern. Durch die große Anzahl der Figuren und den stetigen Perspektivenwechsel, konnte ich mich bedauerlicherweise nicht gänzlich mit allen Figuren verbinden. Das war sehr zum Nachteil, denn so konnte ich der Handlung oft nur bedingt folgen. Auch wenn das Buch wieder einmal sehr spannend war, gab es aber auch manche langatmige Passagen, in denen ich nur schleppend voran kam. Band zwei ist nicht so gut, wie Band eins, erhält aber trotzdem 4 von 5 Welten von mir. Ich freue mich auf einen wunderbaren und hervorragenden Abschluss der Trilogie
 









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1 Rezension: Elias & Laia 1 - Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir




   Infos zum Buch

   Titel: Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
   Autor: Sabaa Tahir
   Übersetzer: Barbara Imgrund
   Verlag: Bastei Lübbe/ One
   Seitenanzahl: 507
   Reihe: 1/?
   ISBN: 978-3-8466-0009-2
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"Das Schlachtfeld ist mein Tempel. [...] Die Klinge ist mein Priester. Der Todestanz mein Gebet. Der Todesstoß meine Erlösung." Elias, S. 21

Klappentext 

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Meinungen zu dem Buch gehen weit auseinander, die einen lieben es, die anderen finden es ätzend. Als ich es zum ersten Mal sah, wollte ich es unbedingt haben um mir mein eigenes Bild zu machen. Das Cover ist ein Augenschmaus, das war auch einer der Gründe, warum ich das Buch dringend in meinm Regal haben wollte. Es sieht so schön aus. Die warmen Braun/Beige/Schwarztöne harmonieren wunderbar mit einander und es sieht einfach so düster, geheimnisvoll und dennoch magisch aus. Der Titel gefiel mir ebenso sofort und der Klappentext gab mir dann den Rest. Er klang so vielversprechend und machte mich wahnsinnig neugierig. Ich konnte es kaum erwarten das Buch endlich zu beginnen!
"Du bist wie die Glut in der Asche, Elias Veturius. Du wirst funkeln und brennen, plündern und zerstören. Du kannst es nicht ändern. Du kannst es nicht aufhalten." Elias, S. 80
Einstieg: Der Einstieg ist der Autorin hervorragend gelungen. Es beginnt noch recht ruhig, aber das ändert sich schon nach wenigen Seiten, als die Masken das Haus der Protagonistin stürmen. Ich wurde in die Geschichte hineingeworfen. Schon zu Beginn saß ich mit weit aufgerissenen Augen da und hatte das Gefühl, dass das Buch schon viel weiter ist, einfach weil die Autorin mit so viel Action und Spannung begann, dass ich wirklich den Anschein hatte ich befinde mich nicht am Anfang sondern in der Mitte des Buches. Sie konnte mich sofort überzeugen und zog mich magisch in den Bann und ehe ich es mir versah, befand ich mich mitten in der Geschichte. Mir wurde die Protagonistin Laia vorgestellt, die ich auf der Stelle sympathisch fand und sofort in mein Herz schloss.

Charaktere: Auf der einen Seite ist Laia, die das Imperium und die dort lebenden Masken verabscheut, eher die ruhige und stille Person ist, und die jeden Tag ums Überleben kämpfen muss. Und auf der anderen Seite ist Elias, der mit Stolz dem Imperium dient. Auch wenn Elias zu den Feinden zählt, war er mir dennoch sofort sympathisch. Ich schloss ihn augenblicklich ins Herz. Ebenso Laia, die das Gegenteil von Elias ist. Als ihr Bruder von Masken entführt wird und zum Tode verurteilt werden soll, zögert Laia nicht lange und dringt als Sklavin verkleidet in das Imperium ein. Immer wieder überraschte mich Laia mit ihrem Mut. Denn ihr Leben im Imperium ist ganz und gar nicht leicht. Ständig ist sie Strafen ausgesetzt, aber das drängt sie nicht zu Boden. Denn Laia hat nur eines im Sinn - ihren Bruder zu befreien. Sie zeigte mir, dass sich das Kämpfen irgendwann auszahlen wird. Sie legte einen ungeheuren Mut und ein Durchhaltevermögen an den Tag, was mir sehr oft den Atem verschlug. Durch jede weitere Tat, in der sie sich dem Imperium wiedersetzte schloss ich sie mehr denn je ins Herz. Durch die abwechselne Perspektive der beiden Figuren konnte ich mich wunderbar in sie hineinversetzten, ganz besonders durch die von der Autorin gewählten Ich-Perspektive im Präsens.
"Aber es gibt zwei Arten von Schuld, Mädchen: die Art, die dich erstickt, bis du zu nichts mehr zu gebrauchen bist, und die Art, die deien Seele zu etwas anfeuert." Laia, S. 332
Handlung: Die Autorin zeigte mir schon sehr schnell wo es lang geht. Das Buch beginnt schon unglaublich Nervenauftreibend und Atemberaubend. Und das hielt Sabaa Tahir weiter bei. Sie verzauberte mich, schockierte und überraschte mich. Das Buch gewinnt unglaublich schnell an Fahrt, so dass es nicht langweilig wurde. Immer wieder baute sie Spannung ein, in dem sie schaurige, brutale und erschreckende Passagen einbaute. Ich konnte mich manchmal gar nicht vom Schock erholen, als es rasant und Actionreich weiterging. Die Idee hinter dem Buch gefiel mir augenblicklich und die Autorin bot mir in ihrer Geschichte eine faszinierende und zu gleich erschreckende Welt. Sie raubte mir sehr oft den Atem und ich saß mit weit aufgerissenen Augen und verkrampften Händen da. Durch ihre Spannung, die immer wieder vorhanden ist, flogen die Seiten nur dahin und ich konnte und wollte das Buch nicht zur Seite legen!!!
"Angst kann gut sein, Laia. Sie kann dich am Leben erhalten. Aber lass nicht zu, dass sie dich beherrscht. Lass nicht zu, dass sie Zweifel an dir sät. Wenn die Angst die Führung übernimmt, benutze das einzige was noch mächtiger, noch unzerstörbarer ist: dein Geist. Dein Herz." Laia, S. 481
Schreibstil: Der wunderbare Schreibstil der Autorin ermöglichte mir mich in die Figuren Laia und Elias hineinzuversetzten, mit zu trauern, mit zu fiebern, aufzuschrecken, erleichtert aufzuatmen, vor Schrecken die Augen aufzureißen, einen dicken Kloß im Hals herunter zu schlucken und vor allem ein Teil der Geschichte zu werden. Durch die Erzählweise entwickelte ich eine starke Bindung zu den Figuren und schloss sie in mein Herz. Die Autorin weiß, wie man Spannung einbaut und den Leser völlig geschockt zurückzulassen. Denn das bewies sie mir in diesem Buch immer wieder.

 

Mein Urteil 

Ich bin so froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist einfach genial! Das Buch beginnt schon sehr spannend, so dass ich regelrecht in die Handlung hineingeworfen wurde, mich aber dennoch augenblicklich wohl fühlte. Unglaublich starke Charaktere, die mich durch ihren Mut und ihre Tapferkeit vollends überzeugen konnte. Ich fühlte mit, trauerte mit und war absolut fasziniert. Nicht nur das Cover ist traumhaft, sondern auch der Inhalt spricht für sich. Die Autorin konnte mich mitreißen und vor allem durchweg begeistern. Meine Erwartungen wurden meilenweit übertroffen. Es ist grandios!!! Und ich freue mich wahnsinnig auf das nächste Jahr, denn das geht die Reihe um Elias und Laia weiter. Ich bin schon sehr gespannt! Das Buch erhält von mir volle Punktzahl, die es wirklich verdient hat. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich so schnell gelesen habe, weil das Buch zu schnell zu Ende war. Aber bei dem Schreibstil bleib mir gar nichts anderes übrig. Ich vergebe 5 von 5 Welten!!!










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0 Rezension: Die Clans der Seeker 1 - Die Stunde des Fuchses von Arwen Elys Dayton




   Infos zum Buch

   Titel: Die Clans der Seeker - Die Stunde des Fuchses
   Autor: Arwen Elys Dayton
   Übersetzer: Sonja Häußler
   Verlag: Arena
   Seitenanzahl: 472
   Reihe: 1/?
   ISBN:  978-3-401-06968-5
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"Wenn dir jemand, den du lieb  hast, genommen wird, wird dir plötzlich bewusst, was wichtig ist [...] Du willst nicht, dass ein anderer entscheidet, wer lebt und wer stirbt. Du fühlst dich nie wieder sicher." S. 88

Klappentext 

Eine epische Saga von Freundschaft, Macht, Verrat und wahrer Liebe.
In der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, wird sie endlich werden, was all ihre Vorfahren vor ihr waren. Ein Seeker. Eine ehrenvolle Kämpferin für die Schwachen und Unterdrückten. Seite an Seite mit ihren engsten Gefährten John und Shinobu. Ihre große Liebe. Ihr bester Freund.
Doch in der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, verändert sich alles. Ein Seeker zu sein, ist nicht, was sie dachte. Ihre Familie ist nicht, was sie dachte. Selbst der Junge, den sie liebt, ist nicht, was sie dachte.
Und nun ist es zu spät, davonzulaufen.

 

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Aufmachung des Buches stach mir sofort ins Auge und gefiel mir auf der Stelle. Das Cover sieht einfach wunderschön aus. Es ist schlicht, einfach und schön gestaltet und passt dennoch sehr gut zum Inhalt des Buches. Wie auch der Titel. Denn der gefiel mir ebenfalls sofort. Da ich vorher noch nichts von der Autorin gehört hatte geschweige denn gelesen, wuchs meine Neugier enorm. Als ich dann einige Meinungen zu dem Buch gehört bzw. gelesen hatte, war ich sehr gespannt und wollte mir nun mein eigenes Bild zu dem Roman machen. Der Klappentext gab mir dann den Rest. Sehr vielversprechend. Meine Erwartungen waren nicht zu hoch, das ließ mich jedoch nicht abschrecken und ich begann das Buch. 
"Sofort fing der Motor unter ihm an zu stottern und durch die Fenster zu seiner Linken ah er die Lichter im Schiff erlöschen. Dann geriet das ganze Schiff ins Taumeln und Alarmglocken schrillten so laut, dass er sie trotz Wind und Regen deutlich von drinnen hören konnte." S. 441
Einstieg: Ohne einem Prolog oder der gleichen beginnt die Autorin sofort mit der Handlung und ich wurde regelrecht in die Geschichte hineingeworfen. Ich hatte keine Zeit mich zurecht zu finden, denn schon fand ich mich in einem Kampf wieder. Mir gefiel der Einstieg super. Denn so zeigte mir die Autorin vom ersten Moment, wo es lang geht. Spannend und temporeich beginnt das Buch und es machte Lust auf mehr. Mir wurden die Figuren Quin, Shinobu und John vorgestellt. Quin war mir auf Anhieb sympathisch und ich war gespannt, wie das Buch weitergeht.

Charaktere: Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Quin, Shinobu, John und Maud erzählt. Als ich feststellte, dass das Buch aus so vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, war ich etwas abgeschreckt. Auch wenn die einzelnen Kapitel recht lang waren, und ich mich somit an die jeweilige Figure gewöhnen konnte, war es doch immer wieder eine Umstellung für mich, mich im neuen Kapitel an die neue Figur zu gewöhnen. Oftmals wusste ich gar nicht so genau, aus welcher Sicht die Handlung nun erzählt wurde. Am meisten ist mir Quin in Erinnerung geblieben. Sie ist eine Kämpfernatur schlecht hin. Sie war mir sofort sympathisch und ich mochte ihre Kapitel am meisten. John mochte ich von Anfang an gar nicht. Ich hatte starke Probleme mit ihm und konnte mich gar nicht in ihn hineinversetzten. Ähnlich ging es mir zu Beginn auch mit Shinobu. Ich nahm ihn gar nicht so wirklich wahr, und konnte ihn auch so nicht gänzlich einschätzen. Als er dann später auf der Bildfäche wieder erschien, war er mir dann doch sympathisch. Nach und nach taute er auf, auch wenn er einen recht merkwürdigen Charakter hatte, den ich nur bedingt nachvollziehen konnte. Da es einen fortwährenden Wechsel unter den Figuren gab, verlor ich oft den Durchblick und konnte mich somit nicht mit allen verbinden und in sie hineinversetzten. Das fand ich sehr schade. Ich denke zwei Personen, höchstens drei hätten es auch getan.

Handlung: Ich wusste zunächst nicht, was mich in diesem Buch erwarten würde und so war ich sehr gespannt. Das Buch gewann durch den sehr spannenden Einstieg schnell an Fahrt und wurde am Anfang nicht langweilig. Allerdings ließ diese Spannungskurve ein wenig nach und es kamen recht ruhige Passagen auf, die dem Buch noch einen anderen Charakter vergaben. Immer wieder baute die Autorin Szenen ein, die das Buch erneut spannend erschienen und ich konnte es kaum noch zur Seite legen. Immer wieder stellte ich mir die Frage, was die Aufgaben eines Seekers nun seien, warum es unterschiedliche Clans gibt, wie man zum Seeker ausgebildet wird und was das so genannte Dort ist, was im Buch mehrmals aufkommt. Die Autorin ließ mich zappeln. Zum Ende hin hoffte ich, dass mir all die Fragen beantworten werden, aber dem war nicht so. Jedoch ließ die Autorin das Buch mit einem spannenden Ende ausklingen, was Lust auf mehr verspricht.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr schnell. Durch ihre angenehme Erzählweise fand ich mich recht schnell in der Handlung wieder und wollte dort auch nicht mehr verschwinden. Ab und an ließ der angenehme Schreibstil nach und ich musste mich stellenweise durch die Seiten quälen. Das kam zum Glück nicht all zu oft vor. Sie baute durch ihre teilweise sehr authentisch beschriebenen Szenen Spannung und Dramatik ein, so dass ich an den Seiten klebte.

 

Mein Urteil 

Ein gelungener Auftakt der Seeker-Reihe. Schon zu Beginn zeigte mir die Autorin was in ihr steckte und konnte mich mit einem temporeichen Start überzeugen und überraschen. Die Spannungskurve zog sich durch das ganze Buch. Mal kam die Spannung mehr zum Vorschein und mal wieder nicht. Es war eine gute Mischung aus Ruhe und Action. Beim Lesen kamen mir viele Fragen auf, die eine dringende Antwort verlangten. Leider ließ mich die Autorin auch nach dem Beenden des Buches im Dunkeln tappen. Nun weiß ich immer noch nicht, was Seeker genau sind, warum sie in Clans leben, was ihre Aufgabe sind, worauf die Seeker vorbereitet werden und so weiter. Vieles kann ich mir immer noch nicht erklären. Jetzt, nachdem mich die Autorin recht verwirrt zurück ließ, bin ich sehr gespannt, wie es nun weiter geht. Das Buch besitzt nicht das, was mich hätte komplett überzeugen können. Dafür ist aber nach oben im zweiten Band ganz viel Luft. Denn die Autorin hat durchaus Potenzial und ich hoffe dieses nutzt sie auch in der Fortsetzung. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.









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0 Rezension: Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi McFarlane




   Infos zum Buch

   Titel: Vielleicht mag ich dich morgen
   Autor: Mhairi McFarlane
   Übersetzer: Karin Dufner/ Ulrike Laszlo
   Verlag: Knaur
   Seitenanzahl: 496
   Reihe: Einzelband
   ISBN: 978-3-426-51647-8
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"Nachdem sie den Klauen des Schicksals ihr pelziges Opfer entrissen hatte, pukste das Adrenalin durch ihre Adern. Und noch dazu benahm sich der Mann, den sie eigentlich vom Herzen verabscheute, gerade so menschlich und anständig, dass es ihr schwerfiel, ihn weiter zu hassen." S. 195

Klappentext 

Wer hat eigentlich behauptet, dass es den Der-und-kein-anderer-Blitzschlag gibt?

Anna weiß nicht, wie schön sie ist. Als Schülern beeindruckte sie vor allem durch ihren Leibesumfang und die selbstgenähten Klamotten - beides sicherte ihr die Rolle als beliebtes Mobbing-Opfer. Deswegen wird Anna auf keinen Fall bei dem Klassentreffen aufkreuzen. Anna weiß noch nciht, dass ihre Freundin sie überreden wird hinzugehen, damit sie sich endlich ihrer größten Angst stellt.

James weiß, dass seine Frau ihn betrügt. Er weiß nicht wie er damit umgehen soll, und es ist leichte Beute, als sein Kumpel ihn zum verhassten Klassentreffen schleppen will. James wird dort Anna treffen und sie nicht erkennen, Er wird nicht wissen, dass die schöne Unbekannte diejenige ist, die er zu Schulzeiten bloßgestellt hat. 

Beide wissen nicht, dass sie das Leben des anderen verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Ich schlich schon eine ganze Weile um dieses Buch herum. Es war mir vor längerer Zeit schon ins Auge gefallen und ich hatte recht lange überlegt, ob ich es lesen sollte. Die Aufmachung gefiel mir schon von der aller ersten Sekunde. Es ist schlicht und einfach gestaltet und sieht trotzdem schön aus. Der Titel "Vielleicht mag ich dich morgen" gefiel mir auch sofort. Wie es so oft der Fall ist, brachte mich letztendlich der Klappentext, der mich absolut neugierig machte, dazu das Buch unbedingt zu lesen. Er verrät nicht zu viel, klang vielversprechend und ich war sehr gespannt. 

"Falls es möglich war, innerhalb von vier Sekunden stocknüchtern zu werden, war es genau das, was in diesem Moment mit Anna geschah. Grund war ein Adrenalinstoß, so heftig, dass seine bloße Wucht sie beinahe vom Sofa katapultiert hätte." S. 328
Einstieg: Das Buch beginnt mit einem Prolog, der ein reines Desaster beschreibt. Das worauf die ganze Handlung später aufbaut wird in diesem Kapitel beschrieben. Die Autorin brauchte keine drei Sätze um mich von ihrem wunderbaren, lockeren und sehr angenehmen Schreibstil zu überzeugen. Durch ihren Schreibstil kam ich sehr gut in die Geschichte hinein und fühlte mich dort auch sofort wohl. Der Einstieg gelang der Autorin wirklich sehr gut, so dass ich gespannt war, wie es weiter gehen soll. Mir wurde die Protagonisten Anna vorgestellt, die ich auf Anhieb sympathisch fand, und das sollte auch beibleiben...
Charaktere: Auf der einen Seite ist Anna. Sie besitzt eine sehr angenehme Ausstrahlung, die mir schon von der ersten Seite gefiel. Sie strahlt Ruhe und Gelassenheit, aber in gewisser Weise auch Mut aus. Ihre Vergangenheit brachte ihr viel Stoff zum Knabbern. Sie hatte einiges durchmachen müssen in der Schulzeit: Hänseleien und Sticheleien, das hält auf Dauer keiner aus. Jedoch ließ sich Anna von ihrer Schulzeit nicht unterkriegen. Und das bewies mir, was für ein wunderbarer Charakter sie doch ist. Sie konnte mich sofort durch ihre Art verzaubern und entlockte mir durch ihren Humor immer wieder ein kleines Lächeln. Und auf der anderen Seite ist James, der mehr oder weniger Schuld daran ist, dass Anna so eine furchtbare Zeit durchmachen musste. Er war mir zunächst gar nicht sympathisch, aber ich denke James sollte eine Figur sein, die der Leser nicht mögen soll. Jedoch ändert er sich im Laufe des Buches und er gefiel mir immer besser. Irgendwann merkte er, dass Aussehen nicht alles ist und es ging schneller als ich dachte, dass ich auch ihn ins Herz schloss. Beide sind sehr angenehme und sympathische Wegbegleiter, in die ich mich sehr gut hineinversetzten konnte. Durch die wechselnde Sicht des Beobachters, erlebte ich sie aus verschiedenen Perspektiven, was ich sehr gut fand, denn so erlebte ich sie auch von anderen Seiten.

Handlung: Spätestens nach den ersten drei Seiten war mein Interesse zum Buch letztendlich geweckt. Schon im Prolog bewies die Autorin was in ihr steckte. Sie konnte mich sehr schnell in den Bann ziehen und baute schon auf den ersten Seiten eine Dramatik ein, die dem Buch sofort Tempo gab. Nach dem hervorragenden Einstieg spielt die Handlung einige Jahre später und das Klassenstreffen steht an. Ganz gespannt verfolgte ich die Geschichte und fühlte mich in ihr einfach wohl. Als Anna und James zusammen arbeiten mussten, dachte ich, dass das nicht gut gehen würde. Die Autorin verstrickte dies sehr gut, so dass ich oft um Anna bangen musste, dass es ans Tageslicht käme, wer sie ist. Interessiert und voller Neugier verfolgte ich die Geschichte. Besonders zum Ende hin konnte mich die Autorin erneut überzeugen und mit einem zufriedenem Seufzer beendete ich dieses Buch.

Schreibstil: Der lockere, angenehme und vor allem teilweise sehr humorvolle Schreibstil ermöglichte mich in der Geschichte wie zu Hause zu fühlen. Ich fühlte mich in ihr einfach wohl. Immer wieder konnte mich die Autorin von sich überzeugen, sei es mit humorvollen und komischen oder doch eher dramatischen und spannenden Passagen. Sie ließ das Buch zum Leben erwachen, was mir wirklich gut gefiel. Durch Mhairi McFarlane konnte ich mich in die Figuren hineinversetzten und mit ihnen fühlen. Sehr oft baute sie durch ihre dramatischen Szenen Spannung in das Buch, so dass es nicht langweilig werden konnte. Sehr schön!

Mein Urteil 

Eine wunderbar leichte Lektüre für zwischendurch. Das hatte ich nach den ganzen Reihen, Trilogien und Dilogien auch wirklich nötig. Die Autorin zauberte mir durch ihre Art immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Immer wieder konnte sie mich von sich überzeugen und zog mich in ihren Bann. Durch die wunderbare Mischung aus Humor, Sarkasmus, Dramatik und Spannung wurde es keineswegs langweilig. Der sehr angenehme und lockere Schreibstil ließ die Seiten nur dahin fliegen und ehe ich es mir versah, war ich auch schon am Ende angekommen. Sehr sympathische Figuren, die mir schöne Lesestunden brachten, eine gute Story und natürlich der Schreibstil machten dieses Buch zu einem Erlebnis. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten. Es hat mir dennoch etwas gefehlt. Trotzdem kann ich dieses Buch nur empfehlen.










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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

0 Rezension: Mr. Glas von Alex Christofi




   Infos zum Buch

   Titel: Mr. Glas
   Autor: Alex Christofi
   Übersetzer: Henriette Zeltner
   Verlag: Droemer
   Seitenanzahl: 320
   Reihe: Einzelband
   ISBN: 978-3-426-30453-2
   Bestellen?:...KLICK...






"Glas hat das Licht in unsere Behausungen gebracht, das im ganzen weiten Universum herumwirbelt, so dass wir es wohl besser erforschen sollten. Ohne Glas würden wir in einer fensterlosen, flachen Welt keben, strppig, blind, durstig, und missmutig unsere Gesichter abtasten, um festzustellenm, wie sie geschaffen sein mögen." S. 7

Klappentext 

Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen. Eine bezaubernde Komödie über einen ganz und gar ungewöhnlichen Menschen.

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Ich hatte bis dato noch nichts über dieses Buch gehört gehabt, geschweige denn gelesen. Durch Zufall fand ich es in der Verlagsvorschau und es sprach mich sofort an. Unter dem Titel "Mr. Glas" konnte ich mir anfangs nichts vorstellen, das ergab dann mehr Sinn, als ich den Klappentext gelesen hatte, der mich nicht nur neugierig machte, sondern auch gespannt. Das Cover ist schlicht und einfach gehalten, und passt durch die Schlichtheit ganz wunderbar zum Inhalt des Buches.
"Wenn man jung ist, denkt man immer, man wird alles machen, man wird es dem Leben zeigen, und dann wachst du eines Tages auf und stellst fest, dass das Leben es dir gezeigt hat." S. 50

Einstieg: Der Roman von Alex Christofi beginnt mit einem sehr kurzen Vorwort, welches gut in die Thematik einleitete. In diesem Vorwort geht der Autor auf die Substanz Glas ein. Was ist Glas, woher kommt dieses? ect. Diese Einleitung ermöglichte mir locker in die Geschichte hineinzufinden. Anschließend beginnt die eigentliche Geschichte rund um Günter Glas. Mir wurde die Figur vorgestellt, seine Familie, sein Leben und sein Traum. Ich hatte schon beim Einstieg Schwierigkeiten mich mit der Hauptfigur zu verbinden. Der leicht zu lesende Schreibstil ließ mich jedoch darüber hinweg sehen.

Charaktere: Mr. Glas wird fast durchgängig aus der Sicht des Protagonisten Günter Glas erzählt. Ab und an ändert sich die Erzählperspektive und der Leser erlebt die Geschichte aus der Sicht eines Beobachters. Durch die gewählte Erzählweise aus der Ich-Perspektive hatte ich gehofft, dass ich mich somit besser in die Figur hineinversetzten kann, dies war leider nicht der Fall. Anfangs konnte ich die Figur gut einschätzen, besonders in den ersten Kapiteln, aber dann gab es einen Punkt im Buch, in dem ich weder nachvollziehen konnte was Günter tat, noch konnte ich mich in die Figur hineinversetzten. Günter ist eine recht schwer einzuschätzende Person. Ich wusste zwar, dass er kein normaler Protagonist ist, der aus einer recht schwierigen Familie kam, in der es einige Probleme gab, auch gesundheitliche, aber es fiel mir unglaublich schwer mich mit ihm verbinden zu können. Ich entwickelte eine Antipathie gegen ihn. Das blieb bis zum Ende des Buches. Ich hatte aber nicht nur Probleme mit der Hauptfigur, sondern mit vielen, wenn nicht so gar den meisten Nebenfiguren. Sie tauchten auf der Bildfläche auf und verschwanden auch gleich wieder. So konnte ich mich in keine wirklich hineinfühlen, das lag wahrscheinlich auch mit der recht großen Zahl der Figuren. So verlor ich sehr schnell den Überblick und hatte Schwierigkeiten der Handlung angemessen zu folgen.

Handlung: Das Buch ist wie eine Autobiografie aufgebaut, denn die Hauptperson erzählt von ihrem Leben. Es begann recht eintönig. Die Figuren wurden vorgestellt, das Leben wurde vorgestellt und los ging die Handlung. Es passierte lange nichts. bzw. so wenig, dass ich es nicht wirklich realisierte. Erst ab der Hälfte des Buches passierte etwas, aber das konnte mich auch nicht wirklich begeistern. Oft hatte ich Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, das lag vor allem daran, dass entweder kaum was passierte oder gleich so viel auf einmal. Immer wieder hoffte ich, dass mich das Buch letztendlich doch überzeugen kann, aber da wurde ich enttäuscht. Der Autor baut viele Handlungen ein, die mich manchmal zum Nachdenken brachten, aber selbst die konnten mich nicht fesseln. Ich kam nur schleppend voran und hatte oft das Gefühl es zöge sich weit ins Unermessliche. Es gab Momente in denen ich das Buch einfach zur Seite legen wollte, da ich nicht voran kam.

Schreibstil: Ich hatte selten einen Schreibstil, der mir zum einen ermöglichte, dass ich schnell voran kam, aber gleichzeitig auch ungeheuere Probleme mit sich brachte. Leider bot mir Alex Christofi genau das. Der Autor hatte mich durch seinen zunächst sehr angenehmen Schreibstil schnell für sich gewinnen können und ich kam gut voran. Als er jedoch das Leben von Günter Glas immer detailierter erzählte, hatte ich schnell Schwierigkeiten mit zu kommen. Der Schreibstil bereitete mir schon bald keine Freude mehr. Er war holprig und es war für mich sehr schwierig ein Teil der Geschichte zu werden. Der Autor konnte mich nicht mehr begeistern und ich musste mich teilweise durch die restlichen Kapitel quälen. Das gefiel mir leider ganz und gar nicht.

Mein Urteil 

Zum Glück hatte ich von vorne rein keine hohen Erwartungen in das Buch gesteckt, denn so bin ich nun  nicht traurig, dass diese Erwartungen nicht erfüllt wurden. Jedoch finde ich es sehr schade, dass mich dieses Buch nur bedingt fesseln konnte. Der Einstieg in das Buch gefiel mir zunächst recht gut und ich fand mich sehr schnell in der Handlung wieder, jedoch ließ das schnell nach und ich hatte Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Der Autor überraschte mich mit seinem Schreibstil, jedoch nicht ins Positive. Denn der Schreibstil ändert sich von einem auf den nächsten Moment und ich konnte der Geschichte sehr schwer folgen. Mit der Hauptfigur Günter hatte ich ebenso meine Schwierigkeiten und er bot mir keine Gelegenheit mich mit ihm zu verbinden. Jetzt im Nachhinein bin ich schon ein wenig enttäuscht, auch wenn ich nicht so viel erwartet hatte. Irgendwie hatte ich ein wenig gehofft, dass mich das Buch mehr fesseln konnte. Ich vergebe 2 von 5 Welten.