[Rezension] Blackwood - Briefe an mich von Britta Sabbag



         Titel: Blackwood - Briefe an mich
         Autor: Brittag Sabbag
         Altersempfehlung: ab 14
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl:448
         Reihe: Einzelband
         Preis: 18,99 € [D]
         ISBN: 978-3-8414-4013-6
         Verlag: Fischer/FJB













  Inhalt


Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...  (Quelle: Fischer/FJB)



 

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: "Blackwood - Briefe an mich" war eine Empfehlung aus dem Verlag, so dass ich von vorne herein sehr neugierig auf diese Geschichte war. Auch die Aufmachung kann sich definitiv sehen lassen. Das Cremefarbene finde ich bei Büchern immer ganz besonders toll und die Libelle gliedert sich hervorragend in das Gesamtbild ein. Am meisten sprach mich jedoch die Grundidee zu diesem Buch an. Der Aspekt Briefe von seinem zukünftigen Ich zu bekommen, gepaart mit dem verwunschenen Irland, machte mich sehr gespannt auf diese Geschichte.

Einstieg: Britta Sabbag beginnt ihre Geschichte mit einem kurzen und knappen Prolog, der dem Leser die wichtigsten Informationen zu Blackwood und seinen Bewohnern hervorragend wiedergibt. So werden einzelnen Figuren wie eben Neuankömmling Gesine Nowak und die zahlreichen Nebenfiguren gut vorgestellt, so dass ich einen guten Überblick zum Weltenaufbau hatte. Sehr gut gefiel mir dabei die Art und Weise, wie die Autorin Einblick in ihre Welt gibt. Es ist kein herrkömmlicher Prolog, sondern in Form von "Breaking News" als Radiobeitrag.

Charaktere: Bereits im Prolog konnte ich mir ein kleines Bild der einzelnen Figuren machen, allen voran von der 15-jährigen Gesine, die nach dem Tod ihrer Mutter nun von Wien in das kleine verschlafene Örtchen Blackwood zu ihrer Tante ziehen muss. Schnell spürte ich ihr Unbehaben und ihr Unwohlsein und konnte dies auch gut verstehen und nachvollziehen. Früh tritt sie auch schon in das erste Fettnäpfchen, was an dieser Stelle noch recht gut gepasst hat. Jedoch zogen sich eben solche durch die gesamte Geschichte, so dass mir Gesine einfach nur trottelig daherkam. Dass sie unter dem Tod ihrer Mutter leidet, konnte ich ihr leider auch so gar nicht abnehmen, das war für mich einfach absolut nicht authentisch. Zudem war mir Gesine in vielen Dingen zu blauäugig und naiv. Das mag ja an manchen Stellen passen, nur mir war es defintiv zu viel des Guten. Wie auch das ständige Selbstmitleid und das permanente Schwärmen des absolut tollen Arian, der mir im übrigen ziemlich blass daher kam. Leider wie die anderen Nebenfiguren auch. Aus meiner Sicht haben diese die Geschichte nicht so vorangebracht, was ich sehr schade fand.

Handlung: Das Setting war für mich der größte Grund, warum ich immer weitergelesen habe. Denn das reizte mich von Anfang an. Zunächst stolpert man ein wenig in die Geschichte, ehe man Blackwood und seine wundersamen Bewohner ins Herz schließen kann. Das irische Flair was ich mir eigentlich von Beginn an versprochen hatte, war für mich leider nicht so greifbar und ausgeprägt. Dieser Aspekt nahm mir mitunter sehr die Leselust. So setzte ich meine Hoffnung in den Aspekt der mysteriösen Briefe. Auch das hätte für mich ruhig etwas ausgereifter sein können. Hier hätte ich mir gerne noch etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht, dies hätte der Geschichte sicherlich nicht geschadet. Insgesamt ist es eine sehr ruhige und in vielen Dingen auch vorhersehbare Geschichte, was mich im Übrigen nicht gestört hat. Auch bedient sich Britta Sabbag hier sehr vielen Klischees, was mir auch an manchen Stellen zu viel wurde. Zum Ende hob die Autorin das Spannungslevel, was sonst durchweg gleich geblieben ist, aber das Ende war mir da etwas zu schnell abgehandelt. Sehr schade.

Schreibstil: Die Erzählweise von Britta Sabbag ist angenehm und ich kam, wenn ich mal im Lesefluss war, auch zügig voran. Dass sie sich dabei immer wieder an typischen Klischees bedient, fand ich gar nicht mal so schlimm, dennoch war es mir an manchen Stellen dann doch etwas zu dick aufgetragen. Der irische Flair und vielleicht auch die mystische Atmosphäre, ließen leider auf sich warten, was ich sehr schade fand, weil genau das mit der Grund war, warum ich dieses Buch lesen wollte. Da mich die Autorin aber mit der Grundidee angesprochen hat, werde ich ihr sicherlich noch einmal eine Chance geben.

 

 

Mein Urteil 


Britta Sabbag schuf mit "Blackwood - Briefe an mich" ein Buch, was aus meiner Sicht viel verschenktes Potenzial zu bieten hat. Der irische Flair fehlte mir hier leider fast gänzlich, was ich sehr bedauerlich fand, da dies mit einer der Gründe war, warum ich zu dieser Geschichte griff. Zudem erschwerten mir die Figuren den Bezug zur Geschichte, allen voran Gesine. Ich habe leider viel mehr von diesem Buch erwartet, gerade weil die Grundidee wirklich sehr interessant, anders und vielversprechend klang. So ließ es mich im Endeffekt mehr enttäuscht, als zufrieden zurück. Ich vergebe knappe 3 von 5 Welten.
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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo liebste Cata <3,

    sehr schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte. Deine Kritikpunkte kann ich absolut nachempfinden und es würde mir sicherlich genauso ergehen. Das Cover und das Setting machten auch bei mir den Reiz aus, das Buch zu kaufen und es meiner Frau zu schenken. Nun bin ich gespannt, wie es ihr gefallen wird. Ich werde dir berichten :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu mein lieber Uwe <3,

      ja, ich fands auch echt ärgerlich, da das World-Building echt interessant klang :( Aber gut, die Grundidee ist leider nicht alles :( Ich bin echt gespannt, was deine Frau zu dem Buch sagt :)

      Liebe Grüße und drück dich,
      Cata

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  2. Huhu Cata-Schatz, <3

    hach ja *seufz* ich befürchte ja auch, dass es mir sehr ähnlich ergehen wird wie dir! Leider erinnern mich deine Kritikpunkte extrem an die "White Maze" Prota und die hat mich sehr gestresst. Da kam mir die Trauer auch immer so unecht vor und ihr Verhalten allgemein, ging mir da auch sehr auf die Nerven. Wenigstens klingt das Setting bei "Blackwood" gut, auch wenn es wiederum schade ist, das die Briefe so wenig Fokus bekommen haben.

    Fühl dich nochmal feste gedrückt,
    deine Ally :-*

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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