Rezension: Cináed - Aus dem Feuer geboren 1 von Tanja Höflinger


Infos zum Buch
Titel: Cineád aus dem Feuer geboren
Autor: Tanja Höflinger
Verlag: Fabulus
Seiten: 340
Reihe: 1/3
ISBN:978-3844833867
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"Mit einem Schlag verspürte ich kein Schwindelgefühl mehr, sondern das Gegenteil war der Fall. Eine ungeheure Kraft durchströmte meinen Körper." S.121
Hierbei handelt es sich um den ersten Band der "Cináed-Trilogie"

Klappentext 

Was würdest du tun, wenn sich dein Leben von heute auf morgen verändert?

Daniel Frayne ist ein ganz normaler Junge. Behütet wächst der mit drei Schweistern bei seinen Eltern auf. Doch dann wird er Schüler einer geheimnisvollen Akademie - und nichts ist mehr so wie zuvor. Unversehens wird er Träger eines magischen, machtvollen Stifts, der großen Einfluss auf ihn hat und dem er den Namen Cineád gibt. Diesen Stift wollen bestimmte Kreise in ihre Gewalt bringen, und Daniel muss etliche Gefahren bestehen. 
Kann er diese Situationen alle meistern, und geht er unbeschadet aus ihnen hervor?

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Gestaltung fiel mir zunächst durch den farbigen Buchschnitt sofort ins Auge. Es sieht sehr schön aus. Ebenso gefiel mir der Titel "Cináed - aus dem Feuer geboren" relativ schnell. Ich hatte bisher noch nichts von der Autorin gehört geschweige denn gelesen und war nach dem Klappentext, der mich sehr neugierig machte, sehr gespannt, was sie mir in diesem Buch bieten würde. Das Buch hat zusätzlich eine angenehme Größe, so dass man es bequem in der Hand halten kann. All dies und vor allem auch die absurde Idee, die mir im Klappentext schon verdeutlicht wurde, machten mich neugierig.

Einstieg: Ohne einen Prolog oder einer Einleitung beginnt die Autorin sofort mit der Handlung. Der Einstieg gefiel mir recht gut. Leicht und Locker und vor allem ruhig beginnt das Buch, so dass ich mich gut in die Geschichte einfinden konnte. Schnell wurde mir klar, dass dieses Buch nicht wie so oft aus der Sicht der weiblichen Protagonistin geschrieben ist, sondern aus hier aus der Sicht des Daniel Frayne. Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten mich mit ihn zu verbinden, da ich mich an diese Situation gewöhnen musste. Der Leser befindet sich zu Beginn des Buches im normalen Alltag von Daniel. Die üblichen Probleme wurden mir beschrieben: mangelnde Lust am Unterricht, stressige Eltern und natürlich die heimliche Liebe, die nicht erwidert wird. Aber schon sehr schnell baut die Autorin Spannung ein, denn ehe ich es mir versah, befand sich Daniel schon auf dem Weg zur Akademie.

Charaktere:  Das Buch wird durchgängig aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit von Daniel erzählt. Der 16-Jährige Protagonist muss sich zunächst noch mit den alltäglichen Sorgen und Nöten herumschlagen. Allerdings ändert sich sein Leben von einem Tag auf den anderen. An seinem 16. Geburtstag erhält er einen magischen Stift. Ab diesen Moment ist nichts mehr so wie es mal war. Denn Daniel Frayne ist der Träger dieses Stifts. Anfangs hatte ich es nicht sehr leicht mit Daniel und es dauerte recht lange, ehe ich mich in ihn hineinversetzten konnte. Oft kam er mir zu pubertär vor und er handelte sehr oft unüberlegt und andere mussten sein Fehler für ihn ausbügeln. Das bereitete mir vereinzelt große Probleme. Jetzt im Nachhinein, weiß ich gar nicht so genau, wie ich ihn einschätzen sollte. Ist er eher der mutige Junge, dem keine Gefahr zu groß ist? Oder ist er eher derjenige, der denkt, dass ihm keine Gefahren zu groß sein können, sich aber dann herausstellt, dass er dieser Gefahr nicht gewachsen ist? Immer wieder stellte ich mir diese Fragen im Laufe des Buches. Er ist leider nicht der Protagonist, mit dem ich mich vollends verbinden konnte.

Handlung: Das Buch beginnt sehr ruhig, aber schon nach Eintritt in die Akademie, die nie beim Namen genannt wird, ändert sich die Handlung recht schnell. Immer wieder musste Daniel seinen Mut unter Beweis stellen und viele Aufgaben erledigen, die nicht ganz so einfach waren. Ich konnte mir darauf keinen Reim machen. Es kam mir oft so vor, dass die Autorin Spannung einbauen wollte, aber es dadurch, dass so viel auf einmal passierte, kaum zur Geltung kam. Teilweise verlor ich den Überblick und ich musste beim Lesen kurz innehalten, was da jetzt genau geschah. Die Ereignisse in der Akademie überschlugen sich schnell und ich verlor gänzlich den Durchblick. Dadurch fiel es mir sehr schwer der Handlung zu folgen. Auf der einen Seite fand ich es gut, dass die Autorin immer wieder versuchte den Leser durch Spannung und reichlich Tempo in den Bann zu ziehen, aber es ging mir zu schnell. Immer wieder wünschte ich mir Hintergrundwissen zu einzelnen Passagen um das alles besser nach vollzihen zu können. Leider blieb mir dies bis zum Ende vorenthalten.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefiel mir recht schnell. Sie hat eine angenehme Erzählweise. Durch ihren leichten, lockeren und vor allem flüssigen Schreibstil flogen die Seiten nur dahin. Teilweise ermöglichte sie mir auch, regelrecht ein Teil der Welt zu werden. Leider blieb dies nicht durchweg erhalten. Es gab auch Stellen im Buch, die ich mehrmals lesen musste um den Hintergrund, den mir die Autorin dort vermitteln wollte, zu verstehen. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass die Autorin durch aus einen schönen Schreibstil hat, den ich gemocht habe, aber der leider nicht immer stark zum Ausdruck kam.

Mein Urteil 

Die Idee gefiel mir anfangs recht gut. Ein Stiftträger und eine geheimnisvolle Akademie, von der keiner weiß, das alles klang für mich ziemlich interessant. Jedoch muss ich sagen, dass ich das Interesse schnell verlor. Das bereitete mir oft Schwierigkeiten, da mich die Handlung dann beim Lesen nicht so mitreißen konnte, wie ich es mir anfangs erhofft habe. Immer wieder baute die Autorin Elemente ein, die mir aus anderen Büchern recht bekannt vor kamen, die ich jetzt allerdings nicht nennen will. Die Handlung war mir ein wenig zu holprig und ich hatte das Gefühl, dass Tanja Höflinger den roten Faden verlor. Oft sprang sie in den einzelnen Handlungen hin und her und es passierte teilweise auch so viel hintereinander, dass ich oft raus kam. Das fand ich leider sehr schade. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich es sehr interessant fand mal ein Buch aus der Sicht eines Jungen zu lesen. Ab und an brachte mich die Autorin doch zum Schmunzeln und ich empfand Daniel dann doch bald als angenehme Figur. Zwar konnte er nicht komplett zum Leben erwachen und ich konnte mich auch nicht gänzlich in ihn hineinversetzten, aber dennoch fand ich ihn recht sympathisch. Im Laufe des Buches musste ich feststellen, dass ich vielleicht zu alt bin für die Altersgruppe. Die Autorin baute einige Fantasieelemente ein, die mir einfach zu absurd waren. Dennoch kann ich sagen dass es ein recht guter Auftakt zur Cináed-Trilogie ist. Ich vergebe 3 von 5 Welten.


Kommentare:

  1. Ging mir sehr ähnlich.
    Ich mag zwar, wenn ein gewissen Tempo beim erwählen herrscht, hier war es mir aber viel zu schnell und wie dir auch, haben mir die Infos gefehlt.
    Die Sache mit dem Stiftträger an sich fand ich sehr interessant und hat Potenzial.
    Ich finde es schön, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin :)

    Liebe Grüße
    Tanja

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    Antworten
    1. Hallo Tanja,
      danke für deinen Kommentar

      Ich finde es immer etwas schade, wenn man durch so ein Tempo einfach nicht in die Handlung hineinfinden kann. Die Stiftträgersache, war eigentlich auch der Grund dafür, dass ich die Bücher lesen wollte und natürlich die Aufmachung. Aber naja, das man am Ende so enttäuscht wird, ahnt man ja nicht

      Liebe Grüße, Caterina

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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