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10 [Rezension] The Hate U Give von Angie Thomas



         Titel: The Hate U Give
         Autor: Angie Thomas
         Altersempfehlung: ab 15 Jahre
         Übersetzer: Henriette Zeltner
         Seitenanzahl: 512
         Reihe: Einzelband
         Preis: 17,99 € [D]
         ISBN: 978-3-570-16482-2
         Verlag: cbt




  Inhalt

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...
(Quelle: Randomhouse/ cbt)





 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: The Hate U Give ist mir schon vor einer ganzen Weile unter die Augen gekommen und schon da wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Die optische Aufmachung gefällt mir auch sehr gut, obwohl sie sehr schlicht gehalten ist. Dahinter verbirgt sich eine wichtige Botschaft und diese wollte ich schnell ergründen. Fremdenhass, Rassismus und auch Kriminalität in Banden und unter Polizisten sind leider Themen, die immer wieder in den Fokus rücken, umso gespannter war ich, wie Angie Thomas all diese Themen in einem Jugendbuch einbauen würde.

Einstieg: Schon der Einstieg gefiel mir wirklich gut. Der Leser begleitet die junge Starr Carter auf eine Party, bei der man schnell merkt, dass das Mädchen am liebsten woanders sein möchte. Gleich zu Beginn hielt mir die Autorin einen Spiegel vor Augen und zeigte mir, wie das Leben in einem "Ghetto" - wie es Starr selber beschreibt - abläuft. Der Einstieg gefiel mir wirklich sehr gut. Vor allem der lockere Schreibstil ließ mich wunderbar in die Geschichte hineinfinden.

Charaktere: Starr mochte ich von Anfang an. Schnell merkte ich, dass dieses Mädchen nicht das Zepter an sich reißt und mit großen Reden schwingt, sondern unglücklicher Weise Zeugin eines schlimmen Schicksals war. Starr ist absolut nicht perfekt und macht und hat auch ihre Fehler, aber genau diese Eigenschaften machten sie so glaubwürdig. Die Zweifel, die im Laufe des Buches immer wieder in ihr aufkommen, ob das, was sie tut, wirklich das richtige ist und ob das, was sie sagt wirklich Gerechtigkeit für ihren besten Freund Khalil bringen wird, machen sie zu einem sehr authentischen Charakter. Ebenso die Tatsache, dass die 16-Jährige zwischen den Fronten zweier komplett verschiedenen Welten lebt, macht sie sehr sympathisch. Durch den personalen Ich-Erzähler, den Angie Thomas für Starr wählte, konnte ich immer wieder in ihre Gefühls- und Gedankenwelt schauen und das brachte mich dazu, diese Protagonistin noch mehr zu lieben.
 
Handlung: Durch den heftigen Schicksalsschlag, den unsere Protagonistin gleich zu Beginn erleben musste, beginnt das Buch wirklich sehr aufwühlend und emotional. Kaum hatte ich die ersten Kapitel hinter mich, machte sich ein dicker Kloß in meinem Hals breit. Und dieses Gefühl der Schockstarre, in die mich Angie Thomas gleich zu Beginn versetzte, kam immer wieder auf. Themen wie Rassismus und auch Kriminalität reflektierte die Autorin immer wieder und diese verliehen dem Buch etwas Düsteres, was mich immer wieder zum Nachdenken brachte.
Der Weg, den Starr durchmacht ist wirklich nicht leicht, umso interessanter und auch spannender fand ich den Werdegang von ihr und dass der Mut für die Gerechtigkeit von Khalil zu kämpfen immer stärker wurde, je weiter ich voranschritt. Das gefiel mir sehr gut. Und der Showdown am Ende, der so voller Energie und Gefühl geschrieben wurde, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben! 

Schreibstil: Angie Thomas hat einen Schreibstil, der durch seine Energie und seine Power absolut zu überzeugen wusste. Die Autorin schreibt auf sehr direkte und ehrliche Art und Weise, dass ich nicht nur einmal schwer schlucken musste. Es ist ein Erzählstil, der mir durch die Mischung von Energie, Dramatik, Humor und Gefühl auf jeden Fall noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben wird. Ganz besonders toll fand ich es, wie sie die sehr ernsten Themen wunderbar in ihre Geschichte einfließen ließ. Ihr starker Drang zum Dramatischen, ließ mich immer weiterlesen!


Mein Urteil 


The Hate U Give ist so viel mehr als nur ein herkömmliches Buch. Es steckt so viel mehr drin. Nicht nur eine Protagonistin, die glaubwürdig, tiefgründig und wirklich authentisch ausgearbeitet wurde. Oder ein Schreibstil, der so Energiegeladen ist, dass man dem Sog, den die Autorin damit geschaffen hat, gar nicht mehr entkommen will. Es ist ein Buch, was die Augen öffnet und zum Nachdenken anregt. Ein Buch mit einer ganz tiefen Bedeutung und Botschaft, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt! Ein Buch, was ich mit gutem Gewissen definitiv zu meinen Jahreshighlight zähle. Absolut wohlverdiente 5 von 5 Welten!

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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken