[Rezension] Phönix von Michael Peinkofer



         Titel: Phönix
         Autor: Michael Peinkofer
         Altersempfehlung: ab 13
         Übersetzer: -
         Seitenanzahl: 352
         Reihe: 1/3
         Preis: 15,00 € [D]
         ISBN: 978-3-492-70377-2
         Verlag: IVI Verlag




  Inhalt


Die 15-jährige Callista und ihr 16-jähriger Freund, der Jäger Lukan, leben in einem kleinen Dorf, deren Bewohner ein einfaches, bäuerliches Leben führen. Tagsüber scheint alles friedlich, doch mit Anbruch einer jeden Nacht beginnt der Schrecken: Geheimnisvolle Wesen, die noch niemand je zu Gesicht bekommen hat, gehen im Dunkel des Waldes auf die Jagd nach Menschen. Als Callistas kleiner Bruder verschwindet und sie und Lukan sich aufmachen, ihn zu suchen, offenbart sich ihnen die erschütternde Wahrheit. Denn die Welt, die sie zu kennen glaubten, existiert nicht. Und ihre Feinde sind ebenso unberechenbar wie mächtig ...



 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Bislang hatte ich noch nichts von Michael Peinkofer gelesen, umso gespannter war ich, als ich dieses Buch entdeckt habe. Gerade vom sehr gelungenen Cover war ich sofort angetan. Der Klappentext ließ mich zunächst ein wenig stutzig werden: irgendwie kam mir das sehr bekannt vor. Nichts desto trotz wollte ich diesen Auftakt rund um Callista und Lukan lesen. Ich saß leider sehr lange an diesem Buch, warum, weiß ich auch nicht wirklich, aber hätte ich das Buch vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt gelesen, würde die Bewertung mit Sicherheit etwas anders ausfallen.

Einstieg: Das Buch beginnt zunächst mit den drei wichtigsten Gesetzen in der Welt von Phönix, diese werden durch einen Eintrag eines Novizen auf den ersten Seiten untermauert. Diese Einleitung gefiel mir wirklich sehr gut, denn so hatte ich, bevor die eigentliche Geschichte beginnt, den gleichen Standpunkt wie auch die Figuren. Sogleich wurde mir die 15-Jährige Callista vorgestellt, bei der ich sofort merkte, dass sie sich im Dorf absolut fehl am Platz fühlte. Dieses Vorhersehbare störte mich zu Beginn ein wenig. Trotz allem gefiel mir der Einstieg sehr gut, ebenso der Schreibstil des Autors.

Charaktere: Beinahe wie auf einem Silbertablett wurde mir als Leser von Anfang an gezeigt, wie ich gewisse Dinge halten soll. So wurden mir die Ansichten bestimmter Figuren wie ein offenes Buch dargelegt und ich hatte keine wirkliche Chance, mir selber ein Bild der Figuren zu machen. Vor allem bei Callista störte mich dies in den ersten Kapiteln enorm. Es war mir zu offensichtlich, dass scheinbar nur Callista allein an den äußerlichen Schein des Dorfes Zweifel hegt. Diese Tatsache, dass scheinbar kein anderer das Dorf in Frage stellt, erschwerte mir den Zugang zu Cally gerade am Anfang enorm. Zum Glück verflog dies im Laufe der Geschichte, so dass ich dann doch mit ihr warm wurde. Von Lukan, Callys bester Freund von Kindesbeinen und seit kurzem auch die Liebe ihres Lebens, war ich auch ein wenig enttäuscht. Er war für mich irgendwie der Klischee-beste Freund und das störte mich leider sehr. Gerade weil ich beim ihm die ein oder andere Parallele zu anderen Figuren entdeckte, wie z. B. Gale aus "Tribute von Panem". Wie auch schon bei Cally legte sich dies im Laufe der Geschichte. Zum Glück. 

Handlung: Ähnlich wie bei den Figuren, gab es auch bei der Handlung ab und an Elemente, in denen ich eine vorgefertigte Meinung erhielt. Gerade was das Dorf anbelangt, spürte ich gleich, dass sich dahinter mehr verbergen wird. Das fand ich ein wenig schade, viel schöner hätte ich es empfunden, wenn mir das Dorf mit allen seinen Facetten beschrieben wird und ich mir selbst ein Bild davon machen und selbst ein Urteil fällen kann. Auch wenn ich hier ebenfalls einige Parallelen zu anderen Büchern feststellen konnte - was in diesem Genre vermutlich nicht immer zu vermeiden ist - entwickelt sich die Geschichte enorm und steht schon bald auf den eigenen Beinen. Diese Eigenständigkeit, die dieses Buch sehr bald aufbaut, gefiel mir sehr gut. Der Autor schafft es dann mich zu überraschen und das Spannungslevel konstant hoch zu halten. Zum Ende holt er noch einmal alles heraus und lässt seinen Auftakt mit einem spannenden Showdown enden, der noch einige Fragen offen lässt, die dringend eine Antwort verlangen.

Schreibstil: Michael Peinkofer schreibt auf sehr fesselnde Art, dass ich mich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell in der Geschichte wohlfühlte. Er schaffte es mich immer wieder zu überraschen und gemeinsam mit den Figuren gewissen Dingen auf den Grund gehen zu wollen. In mir machte sich eine regelrechte Abenteuerlust breit. Ich wollte den Wald und all seine Geheimnisse, die Welt und all die ungeklärten Fragen untersuchen und erkunden. Und das gefiel mir absolut! Er schreibt lebendig, so dass ich beim Lesen konstant authentische Bilder im Kopf hatte und genau das braucht ein Autor für mich. 


Mein Urteil 


Auch wenn ich zu Beginn die Offensichtlichkeit und Vorhersehbarkeit als etwas störend fand, entwickelt sich die Geschichte enorm zu einer eigenen Geschichte mit vielen spannenden Elementen und Überraschungen. Von den Figuren habe ich mir fast durchweg etwas mehr erhofft, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich hoffe es auf jeden Fall. Denn Potenzial haben sie mit Sicherheit. Gerade die Handlung gefiel mir ab einem gewissen Punkt sehr gut, so dass diese die Schwierigkeiten mit den Figuren absolut wett gemacht hat. Schade, dass ich an diesem Buch so lange gesessen habe. Ich glaube gerade den bildhaften und lebendigen Schreibstil hätte ich noch mehr genießen können, wenn ich das Buch mehr in einem Stück gelesen hätte. Aber naja, zumindest freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Denn der Autor hat mich ziemlich angefixt und ich will mehr über die Welt von Callista und Lukan erfahren. Ich vergebe letztendlich 4 von 5 Welten.  

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Weitere Meinungen zum Buch


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Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. Eine Verlinkung zum Verlag und anderen Seiten dient informativen Zwecken

Kommentare:

  1. Hallo Lieblings-Caterina <3,

    ich habe dich ja ein wenig während des Lesen dieses Buches "bekleidet" und auch nachdem ich nun deine Rezi gelesen habe, bin ich noch immer unschlüssig, ob ich es lesen soll.

    Gerade diese "vorgefertigte Meinung" stört mich und doch machst du mich neugierig :)

    Liebe Grüße, drück dich ^^
    Uwe

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    1. Huhu mein lieber Uwe <3

      das ist wohl wahr, eigentlich brauchst du das Buch nicht mehr lesen, denn wie du schon sagst, warst du ja irgendwie dabei :D
      Deinen Zwiespalt kann ich sehr gut nachvollziehen. Vielleicht setzt du das Buch schon auf deine Wuli, aber mit weniger Priorität? ;) So als Idee, wobei ich dich schon verstehen kann, wenn du es nicht lesen willst. Diesen "vorgefertigte" fand ich auch öfters als störend, aber das weißt du ja schon.

      Liebe Grüße,
      Cata

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina


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