Rezension: Der Mann in Heuhaufen von Birgit Hasselbusch


Infos zum Buch
Titel: Der Mann im Heuhaufen
Autor: Birgit Hasselbusch
Verlag: dtv
Seiten: 272
Reihe: Einzelband
ISBN: 978-3-423-26042-8
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"Mich nach diesem Tag so unauffälig wie möglich zu verhalten, war in etwa so wahrscheinlich, wie Tulpen im Herbst." S.42

Klappentext 

Charlotte liebt ihre Altbauwohnung in der Hamburger Innenstadt. Zugegeben, sie ist etwas eng, aber sehr charmant. Als ihr Freund Kai ein Einfamilienhaus am Stadtrand als ihr zukünftiges Heim auserwählt, ohne sie nach ihrer Meinung zu fragen, reicht es ihr. Charlotte flieht im Zug nach Berlin. Auf dem Weg zurück trifft sie IHN und beschließt, dass es Zeit ist, in ihrem Leben aufzuräumen: Kai muss raus. Ihre Mutter Dörte muss raus - oder zumindest weit, weit weg. Und Charlotte selbst muss auch raus, und zwar in die große weite Welt, um den schönen Unbekannten zu finden, der ihr so richtig den Kopf verdreht hat.

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Aufmachung des Buches ist zwar schlicht und einfach und schön bunt gestaltet, aber dennoch war ich von der Gestaltung des Buches sofort angetan. Unter dem Titel konnte ich mir erst genaueres vorstellen, als ich den Klappentext gelesen habe. Erst da wurde mir klar, dass dies ein Erwachsenenroman ist, das schreckte mich jedoch nicht ab. Es klang vielversprechend. Ich hatte zuvor noch nichts von dem Buch, geschweige denn der Autorin gehört oder gelesen. Umso gespannter war ich auf dieses Buch.

Einstieg: Locker und leicht beginnt der Roman und es dauerte keine drei Sätze und ich war vom Schreibstil angetan. Mir wurde die 34-Jährige Charlotte vorgestellt und sie konnte mich sehr schnell von sich überzeugen. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch. Der Leser befindet sich mit der Hauptprotagonistin und ihrem Freund Kai in dessen Wohnung. Es passt sehr gut und leitet wunderbar in die Handlung ein.

"Nahm die rosarote Brille im Laufe der Zeit eine graue Farbe an? Oder fanden andere Frauen auch nach Jahren die Macken ihres Freundes oder Mannes noch gut oder respektieren diese zumindest?" S. 137

Charaktere: Dieser Roman beinhaltet eine sehr überschaubare Zahl der Figuren. Ganz vorne steht die weibliche Protagonistin Charlotte. Die zwar mit Kai glücklich ist, aber sich immer wieder Gedanken über den Unbekannten Zugbegleiter macht, den sie vor einiger Zeit kennengelernt hat. Charlotte hat einen sehr angenehmen Charakter den ich sofort mochte. Mir ihr macht das Lesen Spaß. Sie ist in vielen Dingen ein wenig naiv und chaotisch, aber das mochte ich an ihr. Da das Buch durchweg aus ihrer Sicht in der Ich-Form erzählt ist, konnte ich mich stellenweise sehr gut in sie hineinversetzten. Immer wieder brachte sie mich durch ihre Art zum Schmunzeln, aber auch zum kopfschütteln. Denn manchmal konnte ich ihre Taten nicht ganz nachvollziehen und ich stellte mir die Frage: Wieso hast du das jetzt gemacht? Sie kam mir an einigen Stellen wie ein Buch mit Siegeln vor. Dennoch war sie eine sehr angenehme Figur. In die Nebenfiguren konnte ich mich nur bedingt hineinversetzten. Irgendwann verlor ich leider auch den Überblick, da immer wieder neue Figuren dazu kam. 

Handlung: Der Klappentext machte mich schon neugierig und ich wollte schnell erfahren wie sehr mich die Handlung nun von sich überzeugen kann. Das Buch beginnt im ersten Kapitel noch recht ruhig, aber dann passiert vieles Schlag auf Schlag. Teilweise kam ich gar nicht hinterher, weil die Szenen so plötzlich gewechselt sind. Während ich die Umgebung der Küche noch in mich aufnahm, befand sich Charlotte schon im Zug. Und ich dachte mir dann: Habe ich irgendwas verpasst? Und dann die große Suche nach Mr. Unbekannt. Naja, ich muss sagen, dass hierbei manchmal die Spannung verloren ging, das es die Autorin oft durch die Seiten gerast ist, so kam es mir oft vor. Die Handlung war ganz nett. Sie kam zu schnell in Fahrt und ich konnte mich kaum daran gewöhnen, aber zum Ende wurde es doch noch ein wenig ruhiger und ich konnte das Buch doch noch genießen.

Schreibstil: Vom Schreibstil der Autorin war ich sehr schnell angetan. Birgit Hasselbusch hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. In den Momenten, in dem ich mit dem Realisieren der Geschichte hinterher kam, konnte ich mich gut in die Geschehnisse hineinversetzten. Der Schreibstil, gibt dem Buch immer einen gewissen Touch. So auch hier. Da das Buch sehr leicht, locker und sehr verständlich, ohne vulgärer Aussprache oder abgehackten Sätzen geschrieben ist, flogen die Seiten nur dahin.

Mein Urteil 

Ich bin ein wenig zwiegespalten. Einerseits bin ich sowohl vom Schreibstil, als auch von den Figuren begeistert, aber andererseits hat mir die Umsetzung der Idee nicht sonderlich gut gefallen. Die Idee zu diesem Roman fand ich wirklich gut und ich hatte mir dementsprechend auch einiges erwartet. Aber da sich die Ereignisse teilweise so schnell überschlugen, hatte ich einfach keine Gelegenheit mich wirklich in die Geschichte hineinzuversetzten. Ich konnte kaum Luft holen, ehe ich wieder einige Geschehnisse verdauuen konnte. Das gefiel mir Stellenweise gar nicht. Ich konnte somit kaum bis gar nicht in die Handlung eintauchen, was ich wirklich schade fand. Aber nichts destotrotz bin ich von der Protagonistin Charlotte sehr angetan. Eine sehr sympathische Figur, die mich doch ab und an zum Schmunzeln brachte. Kurz gesagt, das Buch ist ganz nett. Leichte Lektüre für Zwischendurch. Ich vergebe 3 von 5 Welten.










Vielen Dank an den dtv und Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Buches

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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