Rezension: Das Geheimnis des Genter Altars von Klaus-Jürgen Wrede

   
   Infos zum Buch

   Titel: Das Geheimnis des Genter Altars
   Autor: Klaus-Jürgen Wrede
   Übersetzer: -
   Verlag: acabus
   Seitenanzahl: 444
   Reihe: Einzelband
   ISBN: 978-3-86282-367-3
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"Unzählige Sterne funkelten zwischen noch vereinzelt ziehenden Wolkenfedern auf die Asche herab wie die Augen des Himmels und erinnerten daran, dass jedes Leben nur ein winziger Atemzug des Universums ist." S. 13

 

Inhalt

 

Ein toter Freund. – Ein gestohlenes Meisterwerk. – Verschlüsselte Botschaften im berühmten Genter Altar – Und eine ominöse Organisation …

Als Daniel seinen Freund ermordet in dessen Wohnung findet, wird er unweigerlich in die rätselhaften Geschehnisse rund um einen aufsehenerregenden Kunstraub von 1934 hineingezogen.
Mit Hilfe der undurchschaubaren Mara stößt er auf mysteriöse Botschaften in der bis heute verschollenen Tafel des Genter Altars und entdeckt ein unfassbares Geheimnis …

Basierend auf historischen Ereignissen rund um einen der spektakulärsten Kunstdiebstähle aller Zeiten entwickelt sich ein spannungsreicher Thriller, der von Köln über Gent quer durch Europa und tief in das immer noch ungelöste Rätsel des bekannten Genter Altars der Brüder van Eyck führt …

 

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Durch Zufall bin ich über dieses Buch gestolpert und ich war von der Gestaltung sofort angetan. Als ich dann mitbekam, dass dieses Buch der Debütroman vom Erfinder des "Carcassonne"-Spiels ist, war meine Neugierde sofort da. Dieses Schwarz, die die Designer hier für das Cover gewählt haben, finde ich großartig. Das lässt das Buch düster und geheimnisvoll erscheinen. Ich liebe die Gestaltung. So auch den Titel, der sehr vielversprechend klingt. Aber der Klappentext gab mir den Rest und mein Interesse war gänzlich geweckt.
"Wie hynotisiert standen sie lange reglos da und starrten in die Tiefe, die gleichermaßen bedrohlich wie magnetisch anziehend auf sie wirkten. Wie ein schwarzes Loch im Universum, das alle Materie an sich zieht, in sich verschluckt und unweigerlich vernichtet." S. 340
Einstieg: Das Buch beginnt mit einem sehr ausführlichen Prolog, den ich zunächst ein wenig zu lang fand. Aber dies behob sich schon nach wenigen Seiten. Der Leser befindet sich im Jahr 1314 und ist geradewegs bei einer Hinrichtung dabei. Sehr spannend beginnt der Autor damit das Buch. Auch wenn die Einleitung schon recht schauderhaft begann, gefiel mir der Einstieg wirklich gut. Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Er war anfangs recht holprig, aber im Laufe der Kapitel kam ich immer besser in den Schreibstil hinein. Nach dem sehr spannenden Prolog, befindet sich der Leser im Jahr 1934 und wird Zeuge des wohl bekanntesten Kunstraubs. Auch hier kam die Spannung nicht zu kurz. Und so sollte es auch weiter gehen. Nach dem ich mich vom ersten Schock erholte, ging es auch gleich munter weiter. Es dauerte nicht lange und ich war vom Schreibstil, der Handlung und von den Charakteren angetan. Eine sehr gute Einleitung, die mir mehr versprach.

Charaktere: Nach der Vorgeschichte, der Hinrichtung und dem Kunstraub, begann die eigentliche Handlung und mir wurde so gleich der männliche Protagonist Daniel vorgestellt. Schnell machte ich mir mein eigenes Bild von ihm und mochte ihn von der aller ersten Sekunde. Ich hatte zunächst keine Angaben zur Person bekommen. Aber dies machte mir nichts aus. Nach und nach entstand ein durchaus lebendiges Bild der Figur. Ich konnte mich ganz wunderbar mit ihm verbinden. So auch mit Mara die nur kurze Zeit später auf der Bildfläche erscheint. Sie lockte mir nicht selten durch ihre oft sehr chaotische Art und Weise ein Lächeln auf die Lippen. Beide sind so unterschiedlich, aber zusammen sind sie ein eingespieltes Team. Sie zeigten mir nicht nur ungeheure Neugierde, sondern auch sehr starken Mut. Sowohl der männliche, als auch die weibliche Figur gefielen mir auf der Stelle. Ich fand sie sofort sympathisch. Ganz gespannt verfolgte ich die Geschichte und war sehr neugierig, was den Figuren als nächstes wiederfahren würde. Das Buch wird nicht, wie es so oft der Fall ist, vom Ich-Erzähler erzählt. Der Autor wählte hierbei die Sicht des Beobachters. Dies fand ich durchaus gut gelöst.

Handlung: Der Autor lässt sich zunächst ein wenig Zeit, bevor er die eigentliche Handlung beginnt. Zunächst beginnt das Buch mit einem mehr als spannenden und aufwirbelnden Prolog. Anschließend leitet Klaus-Jürgen Wrede zum wohl berühmtesten Kunstraub über. Erst dann beginnt die eigentliche Handlung. Das Buch beginnt schon mit sehr viel Action und das behielt der Autor auch bei. Kaum konnte ich mich vom letzten Schock erholen, katapultierte er mich direkt in das nächste Abenteuer. Dadurch dass immer irgendetwas geschah, verfolgte ich ganz gespannt die Handlung und malte mir gedanklich schon aus, was wohl als nächstes geschehen könnte. Aber all meine Vermutungen trafen nie ein. Denn der Autor hatte seine eigene Vorstellung, in welche Richtung das Buch gehen soll. Ich war sehr erstaunt, wie authentisch er die wahren Ereignisse in seine Handlung eingewebt hat.

Schreibstil: Schon im Prolog konnte mich der Autor relativ schnell von sich und seinem Schreibstil überzeugen. Es gab Stellen im Buch, die musste ich mehrmals lesen, da mir der Schreibstil oft schwer fiel. Das hing wahrscheinlich mit dem geschichtlichen Ereignissen zusammen. Dennoch hat es der Autor sehr gut verpackt, so dass diese Passagen eher selten vorkamen. Sehr am Anfang baute Klaus-Jürgen Wrede unglaublich viel Action ein. Und das zog sich fast durchweg durch das Buch. Es gab zwar stellenweise eher ruhige Passagen, aber die waren wirklich sehr kurz.

 

Mein Urteil 

Auch wenn mich das Buch sehr schnell ansprach, hatte ich dann doch ein wenig meine Zweifel, als ich das Buch tatsächlich in den Händen hielt. Normalerweise bin ich nicht der Mensch der historische Bücher liest, daher sah ich dem Buch eher kritisch entgegen. Meine Zweifel verflogen zum Glück sehr schnell. Der Roman beginnt schon wirklich gut, so dass mich der Autor sehr schnell in seinen Bann zog. Zwar war der Prolog wie ich finde ein Tick zu lang, aber dennoch ist dem Autor eine gute Einleitung gelungen. Spannend ging es auch weiter. Ich wurde in der Geschichte von einem Ereignis in das nächste geworfen und das gefiel mir erstaunlich gut. Mir gefiel ganz besonders, wie der Autor historische Ereignisse in seine Handlung einfließen ließ. Die Charaktere, Daniel und Mara, gefielen mir von der aller ersten Sekunde und ich wollte sie mit großen Vergnügen auf ihrem Abenteuer begleiten. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Durchweg bleibt der Nervenkitzel bestehen. Mal mehr mal weniger, aber verschwunden war er nie. Zum Ende hin holte der Autor erneut alles hervor und konnte mich mit einem würdigen Abschluss nochmals begeistern. Von mir erhält dieses Buch sehr gute 4 von 5 Welten!

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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