Rezension: Mein Herz und andere schwarze Löcher von Jasmine Warga




   Infos zum Buch

   Titel: Mein Herz und andere schwarze Löcher
   Autor: Jasmine Warga
   Übersetzer: Adelheid Zöfel
   Verlag: Fischer
   Seitenanzahl: 384
   Reihe: Einzelband
   ISBN: 978-3-7373-5141-6
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"Ich laufe weg vor dem schwarzen Loch, das meine Zukunft ist, weil ich verhindern muss, dass ich mich zu dem fürchterlichen Menschen entwickle, der ich auf gar keinen Fall sein will. Aber nur weil es feige ist, muss es noch lange nicht einfach sein." S. 19

Klappentext 

Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen – und die Liebe ihres Lebens finden

 

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung:Dieses Buch hatte ich schon eine ganze Weile im Blick und wollte es schon viel eher gelesen haben. Schon damals ist es mir durch seine schlichte und dennoch schöne Gestaltung aufgefallen. Ich hatte vorher nichts von der Autorin gehört gehabt und war sehr neugierig, als ich das Buch durch Zufall in der Verlagsvorschau fand. Der Titel klingt wunderschön und passt sehr gut zum Inhalt. Mit der einzige Grund warum ich das Buch lesen wollte war die Aufmachung. Der Klappentext ist auf dem Rücken des Buches ein Ausschnitt der mich sofort neugierig machte. Als ich dann las, worum es in dem Buch tatsächlich geht, war mein Interesse augenblicklich geweckt.
"Ich bin wie eine Granate aus Keramik - hart, kompakt, kalt aber trotzdem zerbrechlich. Ich kann jede Sekunde explodieren." S. 148
Einstieg: Ohne einem Prolog oder der gleichen beginnt die Autorin sofort mit der Handlung und ich war schon nach wenigen Sätzen begeistert. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Locker und leicht beginnt die Autorin dieses Roman und ich hatte somit genug Zeit mich allmählich an die Geschichte zu gewöhnen. Mir wurde zunächst die weibliche Protagonistin Aysel vorgestellt. Sie redet über kinetische Energie.Und über den Tod. Schon zu Beginn des Buches merkte ich, dass das Thema Tod ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens geworden ist. Nach nur wenigen Seiten lernte ich auch den männlichen Protagonist Roman kennen. Er war mir sofort sympathisch und ich entwickelte in dem Moment eine sofortige Verbindung zu ihm. Der Einstieg gefiel mir ausgesprochen gut und ich war sehr gespannt, wie das Buch nun weiterverlaufe.
"Manchmal frage ich mich, ob mein Herz wie ein schwarzes Loch ist - eine Masse, so dicht, dass dort kein Raum für Licht bleibt. Aber das heißt trotzdem nicht, dass das schwarze Loch mich nicht aufsaugen kann." S. 156
Charaktere:  Das Buch wird durchgängig aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Aysel erzählt. Da die Autorin hierbei die Zeitform des Präsens wählte, erlebte ich alles intensiver. Ich hatte so die Möglichkeit besser in die Geschichte einzutauchen. Aysel bereitete mir zu Beginn des Buches zunächst einige Schwierigkeiten. Sie war mir irgendwie sehr unsympathisch. Nach und nach erfuhr ich jedoch, warum sie nun einmal so ist wie sie ist. Und ich entwickelte sofort Verständnis und Mitleid. Durchweg behält sie den Hintergedanken im  Kopf sich selbst umzubringen, das ließ sie oft viel zerbrechlicher wirken. Nach und nach taute sie auf und ich konnte mich mit ihr wunderbar verbinden. Durch ihre Gedanken, die ich als Leser wunderbar mitbekam baute ich allmählich eine emotionale Bindung zu ihr auf und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten. Als mir dann der männliche Protagonist Roman vorgestellt wurde, war die Mischung perfekt. Beide sind vom Charakter her so unterschiedlich. Aysel ist eher impulsiv und zeigt immer wieder dass sie keine Lust auf alles hat, aber Roman dagegen wirkte irgendwie viel zerbrechlicher. Ich schloss ihn sofort ins Herz sobald er auf der Bildfläche erschien.
"Es ist, als hätte ich mein ganzes Leben damit verbracht, an einer komplizierten Zahlenkombination herumzuprobieren, nur um dann herauszufinden, dass ich am falschen Schloss gedreht habe." S. 320
Handlung: Das Buch beginnt noch sehr ruhig. Mir wurden nach und nach die Figuren vorgestellt und ich konnte mich allmählich an die Geschichte gewöhnen. Die Autorin hat sich bei diesem Buch ein sehr schweres Thema ausgesucht und ich muss sagen, dass sie es wunderbar verpackt hat. Die Autorin zeigte mir in diesem Buch immer wieder, wie wichtig es ist für einander da zu sein, das Schicksal des anderen zu akzeptieren und einander zu vertrauen. Mir wurde in dem Buch immer wieder klar gemacht, wie schön das Leben doch sein kann. Jasmine Warga lässt zwar das Buch noch sehr ruhig beginnen, aber das ändert sich nach dem ersten Treffen der Protagonisten. Sie baute immer wieder Spannung ein und konnte mich so sehr mitreißen, dass ich dem Finale entgegenfieberte. Zum Ende holt sie erneut alles hervor, was sie mir im Laufe des Buches schon zeigte und konnte mich mit einem wunderbar, emotionalen und tollen Finale überzeugen. 

Schreibstil:  Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Ich mochte ihn von der aller ersten Seite. Locker geschrieben und leicht und vor allem sehr angenehm zu lesen ist der Schreibstil der Autorin. Sie hat das Thema Selbstmord ganz wunderbar verpackt und ich klebte förmlich an den Seiten und wollte das Buch nicht zur Seite legen. Jasmine Warga konnte mich mit einen wunderbaren Schreibstil fesseln, so dass ich der Geschichte nicht entfliehen wollte. Voller Spannung verfolgte ich die Geschichte und war gespannt, was als nächstes passieren würde. Die Autorin konnte mich nicht nur fesseln, sondern auch mitreißen, mitfühlen und begeistern.

 

Mein Urteil 

Nach langer Warterei durfte ich nun endlich zu diesem Buch greifen und ich bin restlos begeistert. Die Autorin konnte mich schon nach wenigen Sätzen begeistern und zog mich förmlich in den Bann. Das Thema Selbstmord ist wirklich kein einfaches Thema, aber dennoch bin ich sprachlos wie wunderbar die Autorin dieses Thema verpackt hatte. Auch wenn ich zunächst einen schwierigen Start mit Aysel hatte, konnte sowohl sie als auch Roman von sich überzeugen. Sie sind sehr starke Charaktere und machen das Buch zu dem was es ist. Zunächst sind sie nur Selbstmordpartner, denn beide wollen gemeinsam in den Tod gehen, aber irgendwann gibt es eine Wendung in dem Buch und sie merken, wie schön das Leben doch sein kann. Sie entwickeln sich enorm in dem Buch und zeigte mir immer wieder, wie wichtig es ist sich auf einander verlassen zu können und sich gegenseitig zu vertrauen. Denn Vertrauen und auch Freundschaft spielen in dem Buch neben dem Tod eine unglaublich wichtige Rolle. Die Autorin lieferte mir hier ein Buch über den Tod, welches voller Gefühle ist. Wunderbare Charaktere und ein wunderbarer Schreibstil, machen diese Debütroman der Autorin zu einem Lesegenuss. Ich vergebe 5 von 5 Welten.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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