Rezension: Ketchuprote Wolken von Annabel Pitcher


Infos zum Buch
Titel: Ketchuprote Wolken
Autor: Annabel Pitcher
Verlag: Goldmann
Seiten: 288
Reihe: Einzelroman
ISBN: 978-3-442-48200-9
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Wenn man schreibt, kann man ja nicht sprachlos sein, aber wenn es so wäre, wenn meine Hand eine große Zunge wäre, dann wäre sie auf jeden Fall so verschlungen, wie diese komplizierten Knoten, die nur Pfadfinder beherrschen. S. 12

Klappentext 

Es ist Zoes erste große Liebe, doch dann begeht sie einen Fehler, der alles zunichtemacht ...
Alles beginnt damit, dass Zoe Collins sich unsterblich verliebt – und es endet in einem Desaster, das ihr Leben dramatisch verändert. Wie soll sie auch mit dem Wissen weiterleben, dass sie den Tod eines Menschen zu verantworten hat – und ungestraft davongekommen ist? Dann erfährt sie von Stuart, einem Mann, der ebenfalls einen großen Fehler in seinem Leben begangen hat. Und sie beginnt ihren ersten Brief an ihn, in der Hoffnung, endlich ihren Frieden zu finden und sich selbst vergeben zu können ...

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Das Buch ist schlicht und einfach gestaltet, dennoch sprach es mich trotzdem an. Unter dem Titel "Ketchuprote Wolken" konnte ich mir am Anfang recht wenig drunter vorstellen, dies tat aber nichts zur Sache, dass er mich neugierig machte. Er klang vielversprechend und ich wollte den Hintergrund dieses Titels erfahren. Der Klappentext verrät nichts zu viel, machte mich aber trotzdem neugierig.

Einstieg: Das Buch beginnt sofort mit der eigentlichen Handlung. Ohne irgendwelche Erklärungen, Hintergrundwissen oder der Gleichen beginnt die Autorin mit der Geschichte. Schon nach wenigen Sätzen war ich in ihren sehr lockeren Schreibstil verliebt. Mir fiel schnell ins Auge, dass die Autorin keine gewöhnliche Erzählweise gewählt hat, sondern der Leser erfährt die Geschichte allmählich durch Briefen. Dadurch waren die Kapitel teilweise recht kurz und überschaubar. Die weibliche Protagonistin Zoe schloss ich sehr schnell ins Herz.
Wir Menschen sind alle gleich. [...] Es ist vollkommen egal, ob man ein kahlköpfiger Engländer ist, der das Alphabet rülpst, oder eine Frau, die in den Anden ein Huhn schlachtet. Es spielt keine Rolle, welche Sprache man spricht und welche Kleidung man trägt. Manche Dinge sind überall gleich. S. 281

Charaktere: Ich verliebte mich schon nach wenigen Sätzen in die weibliche Protagonistin Zoe. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich freute mich regelrecht sie in dieser Geschichte begleiten zu dürfen. Durch die Erzählweise aus Briefen waren die Kapitel viel persönlicher und ich konnte eine engere Bindung zur Figur spüren. Mit jedem verflogenen Kapitel konnte ich mich besser in sie hineinversetzten. Ich entwickelte Neugierde und sehr viel Mitgefühl. Zoe ist eine sehr starke Figur, die zwischen den Seiten zum Leben erweckt. Stuart, dem Zoe ihre ganze Geschichte erzählt, wird im Buch zwar nicht weiter erwähnt, aber dennoch mochte ich ihn sofort. Ich erfuhr viele Parallen zu Zoe und das machte sie noch sympathischer. Erst nach und nach erfuhr ich, warum sie sich entschlossen hat Stuart ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Zoe ist eine sehr natürliche Figur, die manchmal doch etwas durchgeknallt ist. Sehr oft zauberte sie mir ein Lächeln auf die Lippen.

Handlung: Die Handlung konnte mich sofort mitreißen. Sie ist sehr Realitätsnah, weshalb ich mich in dieser Geschichte schnell wohlfühlte. Dem Leser wird die Schuld gezeigt, die Zoe mit sich herumschleppt. Mit jedem Kapitel kamen immer mehr Fragen auf, dessen Antworten ich unbedingt erfahren wollte. Allerdings ließ sich die Autorin mit den Antworten sehr viel Zeit und erst sehr spät erhielt ich endlich einen Durchblick in der ganzen Geschichte. Sie spannte mich sehr auf die Folter, was das Buch immer wieder spannend machte. Und die Spannung blieb bis zum Ende. Selbst am Ende zeigt die Autorin noch einmal, was in ihr steckt und lässt das Buch mit einem Schluss ausklingen, den ich am allerwenigsten erwartet hatte.

Schreibstil: Die Autorin brauchte keine zwei Seiten, um mich von ihrem Schreibstil zu überzeugen! Sie konnte mich von der ersten Seite an mitreißen. Die Erzählweise ist sehr angenehm und mir wurde als Leser nichts vorenthalten. Ich bekam alles aus nächster Nähe mit. Ich wurde durch ihre Schreibart ein Teil der Geschichte. Ihr Schreibstil ermöglicht es, dass alles zum Leben erwecken konnte!

Mein Urteil

Endlich mal wieder ein Einzelroman, der durch seine recht geringe Seitenzahl schnell durchzulesen ist. Der flüssige und oftmals sehr unterhaltsame Schreibstil der Autorin ließ die Seiten nur dahinfliegen. Ich fand mich schnell in der Story wieder. Die Hauptprotagonistin Zoe schloss ich sofort ins Herz und sie war mir mehr als sympathisch. Die Autorin konnte mich mit diesem Buch begeistern, überraschen und faszinieren. Ihre Figuren erwachen zum Leben und das Buch wird ein Lesegenuss. "Ketchuprote Wolken" ist nicht nur eine unterhaltsame, sondern vor allem interessante und spannende Geschichte, die mit diesem Roman abgeschlossen ist. Mit dem Ende bin ich nicht ganz einverstanden aber ansonsten konnte mich das Buch von sich überzeugen.
Ich vergebe 4 von 5 Welten

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Romans.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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