Rezension: Nur ein Tag von Gayle Forman



   Infos zum Buch

   Titel: Nur ein Tag
   Autor: Gayle Forman
   Übersetzer: Stefanie Schäfer
   Verlag: Fischer
   Seitenanzahl: 432
   Reihe: 1/2
   ISBN:  978-3-8414-2106-7
   Preis: 14,99€ [D]
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Inhalt

Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Trotz der doch recht unscheinbaren Gestaltung und den Verzicht auf pompösen Gestaltungselementen, sprach mich das Cover dennoch schnell an. Mir gefällt die schlichte Aufmachung sehr gut und es wirkt ein wenig verspielt. Als mir das Buch genauer vorgestellt wurde, war mein Interesse augenblicklich da. Der Klappentext machte mich sehr neugierig und ich war sehr gespannt, was mich in den kommenden Kapiteln erwarten würde.

Einstieg: Leicht, locker und vor allem ruhig beginnt die eigentliche Handlung. Schon der erste Satz klang vielversprechend. Augenblicklich wurde mir die Protagonistin Allyson vorgestellt, mit der ich vor allem zu Beginn ein wenig zu kämpfen hatte. Die Grundidee gefiel mir auf Anhieb. Schnell packte mich die Reiselust. Durch die angenehme Erzählweise von Gayle Forman konnte ich ganz wunderbar in die Handlung einsteigen. 

Charaktere: In diesem Auftaktsroman wählte die Autorin durchgängig den personalen Ich-Erzähler im Präsens. Allyson erzielte zunächst nicht das Bild, was ich mir bei ihr erhofft habe. Vor allem zu Beginn des Buches erschien sie mir unglaublich naiv und vereinzelt egoistisch. Und das gefiel mir gar nicht. Erst sehr spät, konnte ich mich ein wenig in sie hineinversetzten. Zum Ende hin wurde unser Verhältnis zu einander deutlich besser, so dass ich sie letzten Endes doch einigermaßen ins Herz schließen konnte. Willem dagegen mochte ich sofort, auch wenn mir als Leser recht schnell ein bestimmtes Bild gegeben wurde, war er mir deutlich angenehmer als Allyson.

Handlung: Zunächst begleitet der Leser Allyson auf ihrer Europareise, welche ungeplanter Weise in Paris endet. Schnell verliebte ich mich in diese Stadt. Gemeinsam mit Allyson erlebte ich einen sehr interessanten und auch nicht nach Plan laufenden Tag in Paris. Innerlich habe ich mir erhofft, dass diese Stadt eine deutlich größere Rolle in dem Buch spielt, aber dem war nicht so. Hin und wieder baute die Autorin spannende Phasen ein, die mich aber nicht gänzlich überzeugen konnten. Teilweise plätschert die Handlung nur so hin, so dass manchmal auch etwas langatmigere Passagen entstehen konnten.

Schreibstil: Der Schreibstil ist wirklich schön. Gayle Forman erzählt das Leben von Allyson, welches von Unfällen, Zufällen und etwas Glück handelt, sehr angenehm. Immer wieder konnte sie mit sehr ausführlichen Beschreibungen ein detailreiches Bild schaffen. Manchmal haben diese genauen Beschreibungen sehr gut gepasst, aber an manchen Stellen war es mir auch zu viel des Guten. Trotz allem, konnte mir die Autorin schöne Lesestunden bescheren. 

Mein Urteil 


Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch begeistern. Hier wurde eine sehr schöne Grundidee wunderbar umgesetzt, auch wenn sie mich nicht immer zu 100% überzeugen konnte. Mein Interesse zu diesem Buch war schnell geweckt, umso gespannter war ich, endlich mit dem Lesen zu beginnen. Die Figuren sind durchwachsen. Während ich mich recht schnell in Willem verliebte, brauchte ich mit Allyson lange, ehe ich mich in sie hineinversetzten konnte. Es kam oft vor, dass ich ihre Taten nicht nachvollziehen konnte und ihr Handeln sehr naiv und unüberlegt fand. Insgesamt konnte mich das Buch recht gut unterhalten, trotzdem wünsche ich mir eine Steigerung im 2. Band. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Caterina,

    eine schöne Rezension! Die Idee klingt interessant, aber Ally wäre mir vermutlich auch unsympathisch. Schade eigentlich, unsympathische Protagonistinnen könenn schnell den Gesamteindruck kennen, das habe ich beispielsweise bei "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" oder "Der Spiegel von Feuer und Eis" erlebt. Daher ist es schön, dass dir das Buch trotzdem gefallen hat, auch wenn ich nicht das Bedürfnis habe, es zu lesen. ^^

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hey liebe Dana,

      Allyson war wirklich schwierig. Und irgendwie tragen die Protagonistin einen wichtigen Teil zur Gesamtheit des Buches bei. Es hat mich auch sehr geärgert, dass ich nicht so warm geworden bin.

      Liebe Grüße, Caterina

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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