Rezension: "Afterworlds - Die Welten zwischen uns" von Scott Westerfeld

  
   Infos zum Buch

   Titel: Afterworlds - Die Welten zwischen uns
   Autor: Scott Westerfeld
   Übersetzer: Angela Stein
   Verlag: Sauerländer
   Seitenanzahl: 704
   Reihe: Einzelband
   ISBN: 978-3-86282-367-3
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"Vermutlich war meine Geschichte der einzige Lichtblick in all dem Grauen. Doch ich selbst fühlte mich nicht wie ein Symbol der Hoffnung." S. 77

 

Inhalt


Lizzy überlebt den Terroranschlag auf dem überfüllten Flughafen von Dallas nur durch Zufall. Und begegnet in jenem heiklen Moment zwischen Leben und Sterben ihrem Seelenführer Yamaraj, der Lizzy in die Totenwelt ›Afterworlds‹ führt. Dass sie sich dabei unsterblich in den wunderschönen Mann mit der sanfte Stimme und dem tiefen Blick verliebt, war so nicht vorgesehen vom Schicksal. Und Lizzy muss sich entscheiden: Für das Leben oder ein Dasein als Wandlerin zwischen den Welten...
Lizzys Geschichte ist ein Roman. Darcys Roman, den die 17-jährige mehr aus Spaß an die bekannteste Literaturagentur New Yorks schickt. Zu ihrer Überraschung bekommt Darcy direkt ein Zwei-Buch-Angebot und einen horrenden Vorschuss. Dieser Erfolg macht sie waghalsig: Statt ihr College-Studium anzutreten, zieht Darcy nach New York. Auf gut Glück und ohne rechten Plan. Aber mit dem festen Vorhaben, eine richtige Autorin zu werden. Und sich zu verlieben …

 

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Vor einer Weile hatte ich Bücher von Scott Westerfeld gelesen, von daher kannte ich seinen Schreibstil schon in etwa und konnte mich so besser auf dieses Buch einstellen. Das Cover gefällt mir nur mäßig. Dennoch ist es in gewisser Weise aussagekräftig. Viel besser gefiel mir jedoch der Titel, der schon für sich spricht und mich gleich neugierig machte. Ebenso der Klappentext sagte mir, dass ich dieses Buch unbedingt lesen soll. Eine Geschichte in einer Geschichte. Das klang auf jeden Fall interessant. Als ich das Buch in den Händen hielt wusste ich so gar nicht, was mich hier erwarten würde, umso gespannter war ich auf dieses Werk.
"Wenn wir vom Tod berührt werden, verändern wir uns. Einige von uns können die Toten sehen und sich zwischen ihnen bewegen. Manche von uns leben sogar in der Totenwelt." S. 91
Einstieg: Der Autor beginnt sofort mit der eigentlichen Handlung. Mir wurde die Jungautorin Darcy so gleich vorgestellt, die geradewegs einer der wichtigsten eMails in ihrem Leben bekommt. Alles scheint perfekt zu laufen. Darcy ist jung und steht gerade kurz vor dem Erscheinen ihres Debütromans. Und schon geht es nach New York. Nach dieser sehr kurzen Einführung in die Geschichte, ändert sich die Perspektive und der Leser befindet sich von einer zur nächsten Sekunde in Darcys Roman wieder. Den die junge Protagonistin Lizzie erlebt. Voller Action beginnt das eigentliche Buch. Denn der Leser befindet sich mitten in einem Terroranschlag. Durch dieses Kapitel stieg Action und Spannung sehr weit nach oben und ich war sehr schnell gefesselt.

Charaktere: In diesem Werk von Scott Westerfeld ist sehr auffällig, dass er zwei verschiedene Erzählweisen wählte. Darcys Leben wird aus der dritten Person erzählt, so dass ich ihr Leben als Beobachter erleben konnte. Lizzies Geschichte dagegen wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben. Dieser Wechsel war durchaus gut gelöst, denn so konnte ich anhand der Erzählweise erkennen, wer nun an der Reihe war. Darcy ist eine sehr schwierige Person, an die ich mich kaum gewöhnen konnte. Schon zu Beginn des Buches war sie mir so unglaublich unsympathisch, was mir das Lesen auch sehr erschwerte. Immer wieder hatte ich gehofft, dass ich Darcy im Laufe des Buches doch noch mögen würde, aber sie wurde mit jeden Mal nerviger. Ich empfand sie als nervige, naive und anstrengende Figur. Leider erging es mir mit Lizzie nicht anders. Anfangs entwickelte ich Mitleid mit ihr und bemerkte sie als angenehme Begleiterin, aber das nahm mit jedem Kapitel mehr ab. Sehr oft handelte sie unüberlegt, wo ich mir einfach nur dachte: wirklich? Muss das unbedingt sein? Lizzie entpuppte sich schnell als ebenso kindische Figur wie Darcy. Auch die weiteren Figuren ließen mich kalt und ich konnte mich nicht mit ihnen verbinden.
"Der Himmel brannte, so grell erleuchtet von hundert Sonnen, dass man den Blick abwenden musste. Die Luft war dick wie Sirup, floss in meine Lunge und meinen Mund, schmeckte durchdringend nach Rost und Blut." S. 613
Handlung: Auch wenn ich zu Beginn des Buches keinen Schimmer hatte, was mich hier erwarten würde, war ich dennoch schnell von der Idee angetan. Sie gefiel mir ausgesprochen gut und ich war gespannt, wie der Autor seine Idee in die Tat umsetzten würde. Das Buch beginnt durch den Anschlag auf dem Flughafen sehr spannend und ich klebte an den Seiten. Leider war dieses Kapitel einer der wenigen, die dem Buch Spannung verliehen. Ich wartete beinahe vergebens auf action- und temporeiche Kapitel, die allerdings nur in mäßige Zahl auftraten. Die Geschichte schleppte sich zwar nicht hin, wie ich es vermutete hatte, aber sie konnte mich auch nicht sonderlich in den Bann ziehen.

Schreibstil: Der Schreibstil von Scott Westerfeld gefiel mit oft wirklich gut. Es gab Momente, in denen er so authentisch schrieb, dass ich manchmal das Gefühl hatte, ich befände mich zwischen Leben und Tod und das gefiel mir wirklich gut. Der Autor schreibt sehr lebendig, was die Bewertung des Buches etwas anhebt. Auch wenn es in diesem Wälzer etwas zu oft holprig voran ging, konnte mich der Autor durch seine Erzählweise hin und wieder in den Bann ziehen.

 

Mein Urteil 


Einerseits gefiel mir die Idee hinter dem Buch sehr gut, was auch mehr oder weniger der Grund dafür war, dass ich dieses Buch lesen wollte, aber andererseits gefiel mir die Umsetzung nicht sonderlich. An erster Stelle sind die Figuren zu nennen. Sowohl Darcy als auch die von Darcy erfundene Lizzie bereiteten mir sehr oft Schwierigkeiten. Ich konnte kaum hinter die Fassade der beiden schauen. Sie ließen mich kalt und konnten mich einfach nicht von sich überzeugen. Nicht nur die Charaktere, die die Handlung leiten, sondern auch die vielen Nebencharaktere waren wie ich finde nicht gut dargestellt. Am schlimmsten erging es mir mit Darcy. Sehr oft erschien sie mir als kindisch, naiv, anstrengend und vor allem nervig. Die Handlung plätscherte leider auch nur vor sich hin und wurde nur gelegentlich durch temporeiche Kapitel angehoben. Mir gefiel die Idee so gut, aber leider wurde ich enttäuscht. Die Idee hat durchaus Potenzial, aber leider wurde dies nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgenutzt. Für mich bekommt dieses Buch nur 3 von 5 Welten.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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