Amsterdam: 3 Tage voller Kunst, Kultur und Aprilwetter

Ahoi meine liebsten Leser, 

ich genieße gerade das tolle Wetter und werde wieder ganz nostalgisch, wenn ich an meine Abifahrt zurück denke. Ich hatte es in meinem "Rückkehr-Beitrag" - wie ich den letzten ganz geheim für mich nenne - erwähnt und euch schon einen kurzen Einblick gegeben, wie sehr mir Amsterdam gefiel. Und hier kommt nun der ausführliche Beitrag.

 

völlig k. o. von der Matheprüfung & auf zum KingsDay...


Schon auf dem Weg zum Bahnhof, meinte es das Wetter ganz und gar nicht gut. Es wurde auch nicht besser, denn auf unserer Hinfahrt hatten wir wirklich alles: Regen, kräftigen Wind, Schneeregen, Hagel und Sonnenschein. Gut, dass wir im Bus saßen. Die Regenwand hat uns von Magdeburg, über Berlin (wo wir zwei Stunden Aufenthalt hatten), Bremen (dort sind wir nur durchgefahren) bis nach Amsterdam begleitet. Egal wo wir ankamen, es hat geregnet. So nun genug vom Wetter. Jetzt zum spannenden Teil.


Amsterdam erreichten wir nach einer langen Busfahrt am 27.04. etwa gegen acht am Morgen. Der Regen hat sich dann doch entschieden zu verschwinden, so dass uns strahlende Sonne begrüßte. 

Als das größte Gepäck im Hostel gelagert wurde, ging es auf die Suche nach einem guten Frühstück. Da wir im Hostel erst gegen 15 Uhr einchecken durften, konnten wir dort leider nicht frühstücken. Und so lernten wir das schöne Amsterdam kennen.
Dass an unserem Ankunftstag ein Feiertag war, hat man wirklich schnell mitbekommen. Überall war die Nationalfahne der Niederlande, selbst die Straßenbahnen waren mit dieser ausgestattet, gute Laune und fröhliche Menschen aus jeder Ecke und orange. Warum ausgerechnet orange? Neben Käse, Fahrrädern und Tulpen verbindet man Holland auch mit der Farbe orange. Tja und an diesem Tag war diese Farbe nicht zu übersehen. Orangene Haare, Krawatten oder orangene Fahrräder, orangene Hosen oder Karottenkostüme - wirklich alles mögliche war orange.

Ich habe mich den ganzen Tag gefragt, was sie eigentlich genau gefeiert haben, ich denke es war der Geburtstag des Königs. Aber eins weiß ich mit absoluter Sicherheit: Die Holländer feiern ausgiebig. Sehr ausgiebig. Dagegen sind die Feiertage hier in Deutschland rein gar nichts. 
Amsterdam ist auch durch seine vielen Kanäle bekannt. Und ja, es sind viele. Und auch in den Kanälen wurde ausgiebig gefeiert. Hier ein kleiner Ausschnitt vom KingsDay in Holland.
Da unsere dreitägige Fahrt nicht nur unsere Abifahrt, sondern mehr eine Kunstexkursion war, durfte das Begutachten der Architektur nicht fehlen und davon hat Amsterdam einiges zu bieten. Allein schon wegen der vielfältigen Architektur, hat sich Amsterdam in mein Herz geschlichen. Viele Häuser, vor allem die links und rechts an den Grachten zu sehen sind, sind unnatürlich schmal. Manche sind gerade einmal sechs oder 12 Meter breit. Eine weitere Besonderheit an diesen Häusern ist außerdem, dass viele mit Absicht schief gebaut wurden. Und das hat auch einen Grund:

Aufgrund der schmalen Wohnhäuser ist es sehr problematisch einzelne Möbel durch die Hausflure zu transportieren, weshalb die meisten Häuser einen Kran am Dachstuhl haben, womit die Möbel nach oben gezogen werden. Damit diese die Hauswände nicht beschädigen, sind sie leicht bzw sehr nach vorne geneigt. 
Neben dieser Vielzahl der Wohnhäuser, die alle individuell sind, durfte ein kurzer Blick auf das Schloss in Amsterdam nicht fehlen. Wahnsinn. Wie prachtvoll und gleichzeitig unscheinbar dieses Gebäude ist, kann ich kaum in Worte fassen. Heute wird es als Shopping-Center genutzt. Zwar eine interessante Idee, aber mir würde es mehr gefallen, wenn das Schloss wie ein Museum oder der gleichen aufgebaut wäre. Selbstverständlich zeige ich Euch ein Schnappschuss vom besagten Schloss. Leider konnte ich es nicht frontal fotografieren, aber man kann es trotzdem erkennen...
Dem ältesten Stadtteil von der Hauptstadt statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Wie sollte es auch anders sein, handelte es sich dabei um das Rotlichtviertel. Ich muss sagen, bislang war ich noch nie im Rotlichtviertel, aber es ist auch nicht zwingend eine Erfahrung, wie ich finde, die man mal gemacht haben sollte. Für mich war es wirklich ungewohnt und ein wenig beklemmend durch die Gassen zu laufen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich das doch eher meide... Tagsüber geht es sogar, aber Spätabends ist das ganze doch ein wenig unheimlich.

Auch Chinatown durfte auf unserem Programm nicht fehlen. Ich sagte schon, architektonisch hat Amsterdam einiges zu bieten und das gefiel mir so sehr an dieser Stadt.

 

Amsterdam auf eine ganz besondere Art und Weise - Moderne Kunst, Tulpen und Grachten...


Nach dem wir am nächsten Tag halbwegs gestärkt waren - was mit dem Frühstück im Hostel recht schwierig war, da man von Milchbrötchen nicht sonderlich satt wird - ging es auf Kunsttour. Auf dem Plan standen Besuche in verschiedenen Museen. 
Aus den "Wir-besuchen-verschiedene-Kunstmuseen-aus-un-terschiedlichen-Zeiten" wurde letztendlich nur ein "Wir-besu-chen-nur-ein-Museum". Das hatte den Grund, da die Museen in Amsterdam wirklich teuer sind. Selbst für Schüler. Einen Eintritt im Wert von fast 20€ pro Person ist dann für ursprünglich drei angesehene sehr teuer. So gingen wir nur in das Museum für moderne Kunst. 

Zum Glück haben wir noch Gruppenrabatt bekommen, weshalb wir am Ende nur die Hälfte des eigentlichen Preises bezahlt haben. Und das war für das Museum echt optimal.

Hier seht ihr übrigens die Schlange vor dem Van Gogh Museum. Gut, dass wir da nicht hinwollten.

Und hier sind ein paar Eindrücke aus dem Museum:
Das Museum hat mir wirklich sehr gut gefallen. Bei Kunstmuseum bin ich wirklich schnell angetan, wenn mir die Kunst da natürlich zusagt. Und im Amsterdamer Museum gab es eine Vielfalt. Von Skulptur, bis Architektur über Malerei. Toll war auch, dass wir echte Originale von z. B. Piet Mondrian oder Picasso sahen. (Das ist dann richtig schön, wenn man die Werke im Unterricht behandelt hat und dann selber davor steht. Unbeschreiblich!)

Einige Tulpen durften natürlich nicht fehlen. Leider habe ich nicht mehr gesehen. Aber wie dem auch sei. Und natürlich der Schriftzug "I amsterdam", den man auf jeden Fall schon mal irgendwie gesehen hat, blieb vor mir nicht sicher. Und ab damit in den Kasten...
Als unser Besuch im Museum allmählich zu Ende ging, trennten wir uns. Denn nun gehörte der restliche Tag uns, also wollten wir Amsterdam natürlich auf eigene Faust erkunden. Ersteinmal ging es zum Supermarkrt, wo ich mir frisch gepressten O-Saft gekauft habe. Hach einfach lecker ;) 

Anschließend suchten wir ein McDonalds auf um erst einmal Mittag zu essen. (Übrigens so ungesund, wie ich mich in den wenigen Tagen in Amsterdam ernährt habe, esse ich nie. Aber einmal darf man das, nicht wahr?) Nun überlegten wir, was wir mit dem freien Tag machen und der Entschluss stand schnell fest: Wir machen eine Grachtentour. Also los ging es!
Auf der Suche nach einer recht günstigen Bootstour durften Fotos nicht fehlen. Da verlor ich manchmal schnell den Anschluss, weil ich wieder irgendwas gefunden habe, was fotografiert werden wollte. Und in Amsterdam sollte man sich glaube ich eher nicht verlaufen.

Und dann fanden wir endlich eine günstige Bootstour. Eigentlich sollte das Boot alle 45 Minuten anlegen, aber es kam selbst nach einer Stunde nicht. Aber das war nicht weiter schlimm, denn a) hatten wir Zeit, b) hat das Wetter mitgespielt und c) waren wir eine sehr lustige Truppe, was das Warten echt erleichtert hat. Als das Boot trotzdem nicht kam, haben wir dann doch recht schnell eine andere Tour für den selben Preis gefunden. 

Wir hatten so ein Glück, denn als wir an die Anlegestelle kamen, war gerade ein Boot da, was gleich losfahren wollte und außerdem das letzte des Tages war. Gutes Timing, würde ich mal sagen!
Wir schipperten nun durch die Grachten und haben einen ganz anderen Blick auf Amsterdam erhaschen können und ich habe mich immer mehr in diese Stadt verliebt. Hach ja, diese Investition hat sich echt gelohnt. Wie sollte es auch anders sein, habe ich viel fotografiert. Hier für euch ein kleiner Einblick...
Auf dem Rückweg zum Hostel statteten wir einem Coffeeshop noch schnell einen Besuch ab. Oh mann, die Luft war in dem Laden echt zum Zerschneiden dick. Cannabis oder solche Sachen würde ich niemals rauchen, aber es war trotzdem eine interessante Erfahrung mal in solch einem Laden zu sitzen ^^ 

Da es nun schon unser letzter Abend in Amsterdam war, gingen wir Abends noch mal als Klasse los um die Fahrt ein wenig ausklingen zu lassen. Ich glaube anlässlich zum KingsDay wurde ein Rummel im Zentrum aufgebaut. Wie dem auch sei. Ich hab dann doch noch mein fast letztes Geld zusammengekratzt um mit dem Riesenrad zu fahren. Eine sagenhafte Aussicht auf das nächtliche Amsterdam <3
Gemeinsam gingen wir noch in eine Bar und machten uns einen gemütlichen Abend... 
 

Anne Frank, Käse und das Ende einer schönen Fahrt... 


An unserem letzten Tag stand ursprünglich eine Stadtführung an. Leider war der Guide nicht da, weshalb die Führung dann ins "Wasser fiel". Aber das war nicht so schlimm, denn so hatten wir genug Zeit für das Anne Frank Museum, zu dem einige wollten. Ich natürlich auch. Vor allem nach dem ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe. Ähnlich lang wie beim Van Gogh Museum war auch hier die Schlange. Wir teilten uns auf: Ein Teil blieb in der Schlange stehen, während ein anderer Teil Mittag aß. Auch hier wieder unglaublich gesund :D 

Und dann war es so weit. Ich stand im Anne Frank Museum. Fotos kann ich euch an dieser Stelle nicht zeigen, weswegen ich euch kurz erzähle wie es für mich da war.
Mich hat damals das Tagebuch sehr bewegt. Aber das Museum war für mich sogar noch eindrucksvoller. Vieles konnte ich mir gar nicht komplett anschauen, weil es dann doch zu viel für mich geworden ist. Bei so was bin ich echt unglaublich emotional. Toll finde ich aber, dass man aus dem Versteck der Familie Frank ein Museum gemacht hat, denn es ist sehr wichtig darüber zu reden, was vor ca 70 Jahren hier in unseren Breitengraden passiert ist. Ein sehr eindrucksvolles Museum!

Natürlich darf Käse nicht fehlen, wenn man aus Amsterdam zurück nach Hause fährt. Darum stand das Aufsuchen einer Käserei, nach dem Besuch eines Souveniershop, auf dem Plan. Oh mann, so toll! Ich bin ja ein unglaublicher Käsemensch und es war einfach traumhaft teuren Käse, den man sich so leicht gar nicht leisten kann, zu kosten. Da mein Geld nun wirklich zur Neige ging, habe ich mir nur Käsestangen gekauft, die trotzdem gut waren.

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Tja und damit ging meine Fahrt auch zu Ende. Amsterdam ist sehr vielfältig und wirklich schön, auf jeden Fall eine Stadt, wo ich noch mal hinfahren werde, denn die drei Tage waren natürlich nicht ausreichend alles zu sehen. Amsterdam, ich komme wieder, verlass dich drauf! 

Es waren für mich die schönsten drei Tage seit langem! Auch wenn die Fahrt mit einem unglaublich doofen Missgeschick meinerseits endete. Wenn ihr die Gelegenheit habt, nach Amsterdam zu fahren, dann lasst es euch nicht entgehen. Es ist eine sehenswerte und tolle Stadt <3
Das wars von meiner Seite, (Respekt an die, die bis zum Ende durchgehalten haben ;) ) ich wünsche euch fantastische Pfingsten und sage, alles Liebe und bis bald <3

Eure Caterina

Kommentare:

  1. Hallo Caterina,

    ein wunderbarer Bericht und da werde ich richtig neidisch :) Am liebsten möchte ich jetzt sofort dort hinfahren (kommst du mit?) *lach*

    Die Tage habt ihr gut aufgeteilt und somit einiges erleben können und wenn dann die "Gesellschaft" noch passt wird das ein geniales Erlebnis.

    Das "Anne Frank Museum" macht mich richtig neugierig und ich glaube, dass ein Urlaub in Amsterdam ganz fest einzuplanen wäre.

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende,
    Uwe <3

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    1. Lieber Uwe,

      ich danke dir <3 aber hallo, klar komme ich mit :D Wenn du mich schon so fragst ;)

      Oh ja, wir haben die Tage wirklich sehr gut genutzt, schade eigentlich, dass die Zeit so schnell verging :/

      Das Anne Frank Haus ist auf jeden Fall sehenswert und wirklich gut gemacht.

      Mach das auf jeden Fall! Es lohnt sich absolut <3

      Ich wünsche dir ebenfalls ein tolles Wochende, lass es dir gut gehen <3

      Alles Liebe, Caterina

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  2. Hallo Caterina,

    das klingt nach tollen drei Tagen! Jetzt habe ich auch Lust, mir die Stadt mal anzusehen. ;)

    Tolle Fotos!

    Liebe Grüße :)

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    1. Liebe Dana,

      das waren sie auch, ich kann dir diese Stadt sehr ans Herz legen. Ich danke dir <3

      Alles Liebe, Caterina

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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