Dresden - Eine Vielfalt in sich (Hygienemuseum und mehr) Teil II

Hallo ihr tollen 154 Leser :),

ich habe es euch versprochen, also berichte ich euch gleich mal was meine Schwester und ich noch alles in Dresden erlebt haben. Wer den ersten Teil verpasst hat, der kann ihn HIER nachlesen. 

Vorneweg muss ich sagen, dass es hier kaum Fotos gibt, da es in den Museen die wir noch besuchten nicht erlaubt war Fotos zu machen :/

Am Sonntag den 12. Juli waren wir im Hygienemuseum. Mich hatte der Name zunächst abgeschreckt und ich dachte mir so: Das klingt nicht unbedingt spannend. Sind dort dann Putzartikel ausgestellt oder was kann man sich darunter vorstellen? Ja ich gebe es zu ich bin mit sehr geringen Erwartungen in das Museum reingegangen, aber das hat sich dann schnell geändert. In diesem Museum gab es eine Sonderausstellung zum Thema "Freundschaft". Die haben wir uns zu erst angeschaut und es dauerte keine 10 Sekunden bis ich begeistert war. Es ist eine absolut tolle Ausstellung. Wirklich alles zum Thema Freundschaft. Freundschaftliche Beziehungen innerhalb der Länder, zwischen Deutschland - Russland, Deutschland - China, Deutschland - Türkei, Deutschland - England, Deutschland - USA und vieles mehr. Das gefiel mir sofort und ich war sehr gespannt wie es weiter gehen würde...

Es gab zu fast jedem Ausstellungsstück einen Text. Ich fand es ausgesprochen toll, dass man mithilfe eines Chips der auf jeden Menschen angepasst ist, einen zum Charakter passenden Text erhielt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine ;) 
Anschließend ging es über zur Brieffreundschaft und das fand ich so genial gemacht. Es war einfach unglaublich. An einer riesigen Wand wurden verschiedene Beziehungen bekannter Dichter, Künstler, Professoren und der Gleichen dargestellt und anhand dieser Tafel konnte ich erfahren, dass alle doch irgendwie miteinander bekannt waren. Dann gab es noch einen Raum zum Thema "Superhelden im Alltag" und das war ebenfalls so gut gehalten. Ich wusste wirklich nicht, dass es Menschen gibt, die sich als Superhelden ausgeben und den Menschen helfen. Ich fand das erstaunlich und wirklich toll!!!


Anschließend gingen wir über in die Dauerausstellung und die ist absolut informativ, gewaltig und wirklich toll. Alles rund um den Menschen, vom Skelett, bis zum detailreichen Aufbau des Menschen, von Geburt bis zum Sterben, Ernährung, Sexualität, Gehirn, Bewegung und Schönheitsideale. Es ist so unglaublich faszinierend aufgebaut, so dass man sich förmlich in dieser Ausstellung verliert. Am besten fand ich in der Ausstellung das Thema Ernährung. Dort wurde erklärt wie ein Rezeptbuch entsteht, was in den jeweiligen Lebensmitteln enthalten ist, was man essen sollte, was nicht, wie eine Kuh aufgebaut ist (in einem Glaskörper dargestellt, wirklich genial) wie einzelne Produkte entstehen, Tischmanieren und die dazugehörigen Bestandteile wie ein Tisch gedeckt ist. Da gab es sogar etwas zum ausprobieren und wir beide haben versucht einen Tisch nach deutscher Art zu decken, das einzige was richtig lag war der Essteller :D Es ist einfach der Wahnsinn!!! 

Bevor ich zu detailreich erzähle, breche ich hier ab, denn wenn ich von etwas erzähle, was mich absolut begeistern konnte, können die TExte schon sehr lang werden ;) Wir waren insgesamt 6 Stunden in dem Museum so lang war ich in noch keinem, aber die Zeit braucht man dort wirklich. Es ist absolut empfehlenswert. Und auch wenn man sich zunächst nichts unter den Namen "Hygienemuseum" vorstellen kann, sollte man dort auf jeden Fall mal hin :) (Die nächste Ausstellung am September behandelt übrigens das Thema AIDS)


Am Montag waren wir dann im Stasigefängnis. Das ist wirklich sehr beängstigend. Mir war da drin richtig unwohl. Und egal wie "spannend" und "interessant" es war, war ich dann doch sehr froh, als wir wieder draußen waren. Ich kann mir das einfach alles nicht vorstellen, was hier im Osten vor nicht einmal 30 Jahren los war. Es will nicht in meinem Kopf und unter welchen Bedingungen die Menschen in den Gefängnissen leben musste. Schauerhaft.... Wirklich! Ich bin so froh, dass ich nicht in der Zeit der DDR lebte, das ist wirklich beängstigend, was damals teilweise passierte... Ich werde diesesn Aufenthalt nicht weiter berichten, da mich das doch ganz schön zu schaffen machte...

Nach diesem doch sehr einschneidenen Erlebnis liefen wir zum Elbufer. (Zwar leben wir in Magdeburg auch an der Elbe und beide Elbufer untscheiden sich nicht zwingend von einander, aber ich mag das in Dresden irgendwie mehr ;)) Auf dem Weg dorthin liefen wir durch den Rosengarten. Das war ein wirklich schöner Anblick ^^ Da es unser letzter Tag in Dresden war, saßen wir recht lange an der Elbe. Und wir haben ein Fotoshooting gemacht. Ich weiß zwar nicht so genau was meine Schwester an solchen Shootings so toll findet, aber egal. Das war wieder einmal sehr unterhaltsam :)




Die Zeit in Dresden verging viel zu schnell und ehe wir uns versehen konnten, war die Zeit auch schon wieder um und wir mussten den Weg zurück in Anspruch nehmen. Am Dienstag sollte unser Fernbus erst um 15 Uhr fahren und wir mussten schon um 11 Uhr aus dem Hostel. Da hat sich dann die Frage ergeben, was machen wir in der Zeit? Wie wäre es wenn wir uns wieder an die Elbe setzten? Das wäre auch gegangen, wenn es nicht extrem geregnet hätte. Naja nach dem wir unseren Fernbus umgebucht hatten, konnten wir schon zwei Stunden eher zurückfahren. 

Jetzt im Nachhinein bin ich wirklich sehr froh, dass wir in Dresden waren, denn Dresden ist eine wunderschöne Stadt. Ich würde da liebendgerne noch einmal für ein paar Tage hinfahren. Beim nächsten Mal schau ich mir dann einige Kunstmuseen an, denn das ist wie ich finde, etwas zu kurz gekommen in den letzten Tagen. Aber naja :) Wer noch nicht dort war, sollte es unbedingt nachholen wie ich finde, denn Dresden ist eine wirklich tolle Stadt ^^

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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