Rezension: Loving von Katrin Bongard



   Infos zum Buch

   Titel: Loving
   Autor: Katrin Bongard
   Übersetzer: -
   Verlag: Oetinger
   Seitenanzahl: 295
   Reihe: Einzelband
   ISBN:  978-3-841-50348-0
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"Ich sehe nach oben, irgendwo sollte es jetzt eine Art Schutzgott geben, der sich meiner annimmt und mir versichert, dass alles gut wird, aber da ist nur eine zittrige Neonlampe, in der Hunderte von Fliegen einen schnellen Tod gefunden haben." S. 32

Klappentext 

Romantisch. Magisch. Unausweichlich.

Mit dem Partyleben an der Schule hat Ella nicht viel zu tun. Und sie hätte nie gedacht, dass ausgerechnet sie - die sich für Bücher und Buchblogs interessiert - sich in den coolen Luca verliebt. Lica, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den Ella eigentlich nur oberflächlich und arrogant findet. Doch bei einem Schulprojekt lernen die beiden sich besser kennen... Sich nicht zu verlieben - einfach unmöglich!

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Gestaltung des Buches ist eher unscheinbar, aber dennoch gefällt mir die Farbgebung ziemlich gut. Es ist schlicht, einfach und vor allem passend zum Inhalt gestaltet. Und es sieht schön aus. Das Cover verrät einem so gut wie nichts, nur wie man dann unschwer an dem Titel "Loving" erkennen wird, handelt es sich hierbei um eine Liebesgeschichte. Nicht nur das Cover, dass mir durch seine Schlichtheit ins Auge sprang, sondern der interessant klingende Klappentext machten mich neugierig. Zusätzlich hatte ich mal wieder das Bedürfnis ein Buch zu lesen, dem man nicht so viel Konzentration schenken muss. Da kam mir dieses Buch gerade recht.

Einstieg: Das Buch beginnt sofort mit der eigentlichen Handlung und ich als Leser hatte kaum Gelegenheit mich an die Geschichte zu gewöhnen, da ich regelrecht hineingeworfen wurde. Zunächst musste ich mich erst einmal zurecht finden und die Geschichte auf mich wirken lassen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich konnte ziemlich schnell in die Handlung eintauchen. So gleich wurde mir die weibliche Protagonistin Ella vorgestellt, die mir auf Anhieb sympathisch war. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir schon nach wenigen Seiten und Katrin Bongard zog mich rasch in ihren Bann.

"Einen Toast, Ella?" Nein, lieber ein Messer, das ich mir in die Brust jagen kann, oder auch eine Gabel. Je schmerzhafter, desto besser, damit der andere Schmerz überdeckt wird, der in mir tobt. Mein Herz ist eine Bleikugel, die sich über einer Flamme auflöst und in meinen Magen tropft." S. 211

Charaktere: Das Buch wird durchgängig aus der Sicht von Protagonistin Ella erzählt. Durch die Ich-Perspektive, die die Autorin für dieses Buch gewählt hat, konnte ich mich recht gut in die Figur hineinversetzen. Sie war mir schon sehr am Anfang sympathisch und ich freute mich regelrecht, sie in dieser Geschichte begleiten zu dürfen. Ella hat einige Charakterzüge, die mir selber recht ähnlich waren, somit konnte ich mich teilweise auch viel intensiver mit ihr verbinden. Leider gab es auch Momente, in denen ich nicht nachvollziehen konnte, warum sie so handelt. Der stetige Wechsel von Sympathie und Verwirrung, die sich beim Lesen bei mir breit machte, erschwerte mir die Beziehung zu Ella. Ich schloss sie zwar auf der einen Seite schnell ins Herz, aber auf der anderen Seite zeigte sie mir oft ein naives Verhalten. Dies zog sich sehr lange hin, erst zum Ende klärte sich ihr Verhalten. Neben der weiblichen Protagonistin, die der Leser begleitet, wäre da noch der männliche Part. Luca bereitete mir sehr große Schwierigkeiten. Ich entwickelte eine soforte Abneigung zu dieser Figur. So sehr ich es auch versuchte, ich konnte mich nicht, bzw, selten gänzlich in ihn hineinversetzten. Im Laufe des Buches lockerte es sich ein wenig. Jetzt im Nachhinein, wurde er dann doch eine einigermaßen erträgliche Figur. 

Handlung: Das Buch beginnt sehr ruhig und dem Leser werden die Protagonisten Ella und Zoe vorgestellt. Ich wurde in die Geschichte hineingeworfen und fand mich erstaunlich schnell dort wieder. Zunächst passierte gar nichts. Erst recht spät begann das Buch an Fahrt zu gewinnen. Das erschwerte es mir sehr der Handlung intensiv und konzentriert zu folgen. Relativ spät baut die Autorin Spannung in das Buch, die für mich aber trotzdem nicht entsprechend war. Gelegentlich verlor ich die Lust am Lesen, weil es teilweise Stellen gab, in denen nur sehr wenig bis gar nichts passierte. Und dann ging es mir viel zu schnell. Als Ella den smarten Luca kennenlernt, verlor ich gänzlich den Überblick. Vieles passierte kurz nach einander und ich hatte kaum Gelegenheit mit der Situation vertraut zu werden. Dann sackte die Handlung wieder ab und sie bewegte sich auf einer Linie. Zum Ende holte die Autorin erneut alles heraus, konnte mich aber nur bedingt fesseln. Die Handlung war mir stellenweise zu durchwachsen und konnte mich fast gar nicht mitreißen.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, das wurde mir schnell bewusst. Die Erzählweise der Autorin ist sehr flüssig und ich verlor mir schnell in ihrem Schreibstil. Er bleibt durchweg erhalten. Ab und an gab es Momente in denen mich Katrin Bongard regelrecht in die Handlung hineinzerrte, so dass ich gar nicht mehr heraus wollte. Ihren Schreibstil mochte ich von der aller ersten Seite und schon nach wenigen Sätzen zog sie mich mit ihrem wirklich tollen Stil in den Bann. Es gab Momente in denen sie Spannung einbaute und ich mich somit sehr wohl fühlte, aber es gab auch wiederum Momente, die mich etwas aus der Bahn warfen. Eine gute Mischung.
 

Mein Urteil 

Eine leichte Lektüre für Zwischendurch, das kann ich nicht abstreiten. Durch die relativ wenigen Seiten und den teilweisen sehr kurzen Kapiteln, flogen die Seiten nur dahin und ehe ich es mir versah, war ich schon am Ende des Buches angelangt. Der Einstieg gefiel mir super und ich war sehr gespannt, was mir die Autorin in dem Buch noch bieten würde. Schnell war ich vom Schreibstil der Autorin gefangen. Ich liebe ihn einfach. Locker und vor allem flüssig beschreibt die Autorin die Szenen, so dass ich oft das Gefühl hatte, ich befinde mich selber in der Geschichte. Leider gefiel mir die Handlung wie auch den männlichen Protagonist nur bedingt. Die Handlung kam erst nicht in Fahrt - es passierte nichts - und dann waren es plötzlich zu viele Ereignisse auf einmal, so dass ich den Durchblick verlor. Somit fiel es mir sehr schwer, der Handlung besonders zum Ende hin zu folgen. Es war für mich eine typische Liebesgeschichte und ich habe mir so sehr gewünscht, dass ein bisschem Emotionen mehr in das Buch eingebaut wird, so dass es für mich nachvollziehbarer gewesen wäre. Das fand ich sehr schade, denn da sich alles so schnell abspielte, wirkte es wenig authentisch und ich verlor allmählich die Lust am Lesen. Dennoch ist das Buch eine leicht zu lesenden Lektüre, passend für den Sommer. Das Buch erhält 3 von 5 Welten von mir. 

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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