Rezension: Bin mal kurz tot von Lance Rubin




   Infos zum Buch

   Titel: Bin mal kurz tot
   Autor: Lance Rubin
   Übersetzer: Frauke Meier
   Verlag: Piper/IVI
   Seitenanzahl: 352
   Reihe: 1/? 
   ISBN: 978-3-492-70334-5
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"Ich habe so viel Zeit meines Lebens mit dem Versuch verbracht, einer dieser Typen zu sein, die auf alles, was passiert total entspannt und cool reagieren, die mit allem klarkommen, vor allem mit dem eigenen Tod." S. 15

Klappentext 

Wie alle anderen auch kennt der 17-jährige Denton seinen genauen Todestag. In der Zeit davor, der Todeswoche, tun die Menschen traditionell alles, was sie schon immer tun wollten. Am Tag vor seinem Tod erwacht Denton aber im Bett eines Mädchens, das definitiv nicht seine Freundin ist, die ihn irgendwie letzte Nacht verlassen haben muss. Das kann er kurz vor seiner Beerdigungszeremonie am Nachmittag eigentlich nicht gebrauchen. Auf welche Weise Denton den Tod finden wird, das weiß er noch nicht. Ein mysteriöser Fleck auf seiner Haut gibt jedoch einen ersten Hinweis. Doch dann taucht ein merkwürdiger Fremder auf seiner Beerdigung auf und erzählt allerhand Dinge, die Dentons bevorstehendes Ableben in ein ganz neues Licht rücken. Etwas stimmt hier nicht. Doch kann er noch herausfinden, was?

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Ich mag das Cover. Und den Titel. Und den Klappentext. Hach ja, es sieht einfach schön aus und ist vor allem total passend zum Inhalt gestaltet. Die Aufmachung sprach mich sofort an, dass ich nicht lange überlegen musste. Ich wollte das Buch lesen. Der Klappentext versprach mir, dass das Buch eher eine leichte und vor allem Humorvolle Lektüre wird. Da der Klappentext mir mehr versprach und er mich neugierig machte und ich vorher von Lance Rubin nichts gehört, bzw, gelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt haben. 


"Ich werde morgen nicht mehr hier sein. Bitte vergessen Sie mich nicht. Und vergessen Sie nicht zu leben. Mir ist egal, ob ihr Todesdatum in einer Woche ider in fünfundsiebzig Jahren bevorsteht, nur bitte, begegnen Sie den Menschen in ihrem Leben mit Wertschätzung." S. 50

Einstieg: Der Autor beginnt sofort mit der eigentlichen Handlung und es dauerte keine drei Sätze, bis ich mich in der Geschichte wiederfand. Locker und leicht beginnt das Buch und ich mochte es von der aller ersten Seite. Mir wurde zunächst der Protagonist Denton vorgestellt, der mir auf Anhieb sympathisch war. Er hat nur noch einen Tag zu leben, denn am morgigen Tag stirbt er, diese Idee gefiel mir sofort und ich wollte unbedingt wissen, was sich der Autor dabei gedacht hat. Das Buch beginnt damit, dass Denton in einem Bett aufwacht, welches gar nicht seins ist, sondern das Bett der großen Schwester seines besten Freundes. Lance Rubin hatte spätestens an dieser Stelle meine volle Aufmerksamkeit. Schnell verliebte ich mich in den humorvollen, leichten und vor allem lockeren Schreibstil, so wie den Protagonisten, als auch in die Handlung. Ein gelungener Start in die Geschichte. 

Charaktere: An erster Stelle steht Denton Little, der einfach nur genial ist. Er wird nicht als Figur dargestellt, der die ganze Welt retten muss, sondern als ein einfach gestrickter Schuljunge. Und das habe ich so an ihm gemocht. Er war ein natürlicher Charakter, der nicht durch Mut oder Stärke, sondern durch Charme, Humor und Witz überzeugen konnte. Das Buch wird durchgängig aus seiner Sicht geschrieben und durch die Ich-Perspektive entwickelte ich sehr schnell eine freundschaftliche Beziehung zu ihm. Anfangs hatte ich meine Zweifel, wie ich damit klar kommen soll, dass das Buch aus der Sicht eines pubertierenden Jungen geschrieben ist. Aber es ging erstaunlich leicht. Ich konnte mich ganz wunderbar in ihn hineinversetzten, seine Gedanken folgen und ihn begleiten. Mir wurde durch seine Sicht viel klarer, was einem 17-Jährigen Jungen, der nur noch einen Tag zu leben hat durch den Kopf schwirrt und das fand ich einfach toll. Er ist ein sehr angenehmer Charakter. Seinen besten Freund Paolo schloss ich sofort ins Herz, als er auf der Bildfläche erschien. Er ist ein so sympathischer Protagonist, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Die Mischung der Figuren ist einfach perfekt gewählt und ich konnte mich in so viele hineinfühlen. Einfach toll!

"Hättet ihr mir gestern erzählt, der abendliche Abschnitt meines Todesdatums beinhalte, dass ich zusammen mit meinen Eltern und vier anderen in unserem Familien-Minivan zum Ball fahre, hätte ich euch gefragt, was ihr raucht." S. 254

Handlung: Der Autor lässt das Buch schon mit einer gewissen Dramatik beginnen, was mir ermöglichte sofort Feuer und Flamme zu werden. Das Buch beginnt schon sehr spannend. Ganz besonders durch die Tatsache, dass Denton keine Ahnung hat, was er im Bett der großen Schwester seines Freundes macht und ihm schleierhaft ist, was am Abend zuvor passiert ist. Ich als Leser wollte mehr erfahren und war von der Handlung regelrecht gefesselt. Unglaublich komisch fand ich dann, dass Dentons letzter Tag so gar nicht nach Plan laufen wollte. Es ging wirklich alles schief, was nur schief gehen konnte und ich finde der Autor hat es einwandfrei verpackt. Er konnte mich die meiste Zeit wunderbar unterhalten und ab und an recht verwirrt zurücklassen. Manches konnte ich mir nicht ganz so erklären. Nach und nach klärte mich der Autor aber auf und zog mich erneut in seinen Bann.

Schreibstil: Sein Schreibstil ist einfach von vorne bis hinten wunderbar. Leicht zu lesen, locker, flüssig und mit jeder Menge Humor, der mich ab und an laut auflachen ließ. Lance Rubin zeigte mir in seinem Buch, wie leicht es doch ist den Leser zum Lachen zu bringen. Manchmal kam mir das Buch auch gar nicht wie ein Buch vor, sondern ich hatte oft das Gefühl, als würde der Autor direkt vor mir stehen und das alles erzählen. Denn er stellt Fragen, die an den Leser gerichtet sind, so dass ich das Gefühl hatte er unterhalte sich mit mir wie ein Freund und das gefiel mir ausgesprochen gut. Durch den sehr angenehmen Schreibstil flogen die Seiten nur dahin und ehe ich es mir versah, las ich auch schon den letzten Satz.
 

Mein Urteil 

Diesen Roman kann man ganz wunderbar als Einzelroman in sich stehen lassen. Die Handlung ist in sich geschlossen, wirbelt aber vor allem zum Ende hin einige Fragen auf, die wirklich danach klingen, dass Lance Rubin eine Fortsetzung angedacht habe. Wenn dies der Fall wäre, wäre es für mich auch in Ordnung und wenn nicht, kann ich damit ebenfalls leben. Eine sehr angenehme, unterhaltsame und manchmal komische Unterhaltung wurde mir in diesem Buch geboten. Immer wieder ließ mich der Autor beim Lesen schmunzeln, grübeln und lachen. Eine wunderbare Mischung! Außerdem ist dieses Buch eine grandiose Lektüre über den Tod. Mit jeder Menge Humor und Charme ist dieses Buch geschrieben, das spürte ich oft. Und Denton? Ja Denton ist noch das I-Tüpfelchen oder die Kirsche auf dem Cupcake. Er rundet diesen Roman ganz toll ab. Er ist angenehm, teilweise urkomisch und richtig sympathisch. Ich liebe ihn einfach!!! Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Welten.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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