Rezension: Celeste bedeutet Himmelblau 1 von Brigitte Pons

Infos zum Buch
Titel: Celeste bedeutet Himmelblau
Autor: Brigitte Pons
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 352
Reihe: 1/?
ISBN: 978-3802593888
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"Wieder blietzte das Feld aus seinem Traum vor ihm auf, die Angst zu verdursten, zusammenzubrechen unter Hitze und Erschöpfung. Er spürte den Luftzug auf dem Flur des Brettschneiderhofs, sah die helle Öffnung der Tür, unerreichbar weit weg." S. 132

Klappentext 

Vielbrunn im Odenwald. Auf einem Feld wird die Leiche eines Bauern gefunden. Die Behörden gehen von einem tragischen Unfall aus. Doch der junge Polizist vor Ort, Frank Liebknecht, glaubt nicht an einfache Erklärungen. Er recherchiert auf eigene Faust und stößt schnell auf Ungereimtheiten in der Vergangenheit des Toten. Für Frank ist der Tod nur das Ende einer Geschichte. Die Antwort. Und er muss die richtige Frage stellen, um den Anfang zu finden. Immer tiefer verstrickt er sich in den Fall und gerät in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung …

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Die Aufmachung des Buches wirkte ein wenig geheimnisvoll auf mich. Das Cover ist recht dunkel gehalten und wird zur Mitte hin heller. In dieser prangt ein blauer Schmetterling, dessen Bedeutung ich nicht wirklich fand. Die Gestaltung ist schlicht und einfach gehalten, macht aber dennoch in gewisser Weise neugierig auf das Buch. "Celeste - Bedeutet Himmelblau" war für mich anfangs ein merkwürdiger Name. Immer wieder hoffte ich auf die baldige Erklärung des Titels. Diese kam dann auch, meiner Meinung nach viel zu spät. Im Nachhinein hätte kein anderer Titel besser gepasst als dieser. Nicht nur der geheimnisvolle Titel und die dunkle Farbgestaltung, sondern der sehr interessant klingende Klappentext konnten mich davon überzeugen, dieses Buch zu lesen.

Einstieg: Eingeleitet wird das Buch mit einem recht kurzen Prolog, der mich sehr verwirrend zurückließ. Es kamen viele Fragen auf, deren Antworten ich unbedingt wissen wollte. Nach dieser aufwühlenden Einleitung ins Buch, wurde ich sofort in die Handlung geworfen und hatte kaum Zeit Luft zu holen. Ich befand mich mitten in einem ungeklärten Mordfall. Sogleich wurde mir der etwas andere Frank Liebknecht vorgestellt, der irgendwie immer mehr sah als seine Kollegen. Die Autorin brauchte keine große Anzahl an Seiten, um mich mit ihrem Schreibstil zu fesseln.

Charaktere: Frank Liebknecht ist eine etwas andere Person. Einerseits ist er der sehr in sich gekehrte Bassspieler und andererseits ist er ein sehr wissbegieriger und vor allem neugieriger Ermittler. Sofort ist er Feuer und Flamme für den neuen Mordfall. Immer wieder überraschte er mich mit seinem Wissen und seinen vielen Antworten. Sehr oft stellte ich mir perplex die Frage, woher er das schon wieder wusste. Während alle Ermittler, und somit auch der Leser noch im Dunklen tappen, hatte Frank schon längst ein Lösungsweg. Am Anfang des Buches konnte er mich mit seiner Neugier und seinem Tatendrang überzeugen. Jedoch verlor ich ihn im Laufe des Buches immer mehr aus den Augen, da sehr viele weitere Figuren auftraten. Immer wieder versuchte ich die Figuren auseinander zu halten, scheiterte aber, da immer wieder neue dazu kamen, Dazu kam auch, dass sich Sichtweise öfters änderte und ich den Überblick verlor. Ich wusste nicht mehr, wo ich war geschweige denn wer nun handelt.

Handlung: Schon im Prolog zeigte mir die Autorin, was in ihr steckte. Viel Spannung und Action gleich zu Beginn des Buches. Frank will nach dem Tod des Brettschneiders sofort die Ursache herausfinden. Und so wie Frank nun einmal ist, hat er auch schon recht bald eine heiße Spur. Der Brettschneider, über den anscheinend keiner etwas weiß, bringt sehr viele Fragen auf, die mich als Leser ebenfalls beschäftigten. Im Laufe der Handlung kamen immer mehr Fragen auf, die mich sehr verwirrend zurückließen. Mit jedem folgenden Kapitel, erschienen mehr Geheimnisse auf der Bildfläche, dessen Gründe Frank unbedingt herausfinden soll. Die Autorin ließ mich ein wenig zappeln und erst zum Ende bekam ich einige Antworten. Jedoch wurden mir nicht alle meine Fragen beantwortet. So spannend das Buch auch begann, so langatmiger wurde es. Teilweise gab es Passagen, in denen ich am liebsten einige Seiten vorgeblättert hätte. Einige Szenen zogen sich so ewig hin. Es passierte nichts, oder Frank tappte nur auf einer stelle. Ich wartete immer wieder auf den Punkt, an dem das Buch genauso spannend wird, wie der Anfang des Buches. Erst sehr spät nahm das Buch ein wenig an Fahrt auf und allmählich schloss der Ermittler Liebknecht den Fall ab.

Schreibstil: Die Autorin hatte einige Szenen, in denen die Beschreibungen der Handlung, Umgebung oder der Gefühle der Personen sehr lebendig wirkten und somit ein wenig Spannung aufbauten. Jedoch war es die meiste Zeit so, dass die Geschichte nicht an Fahrt gewann. Alles wirkte etwas langweilig, da konnte der Schreibstil der Autorin leider auch nicht helfen. Jedoch muss ich sagen, dass sie einen sehr flüssigen Schreibstil hat, mit dem ich schnell klar kam.

Mein Urteil

Hinter dem Buch steht eine Idee, die mir gut gefallen hat. Jedoch konnte sich diese Idee nicht vollständig entfalten und schlummerte zu oft im Dunklen. Durch die hohe Anzahl an Charakteren konnte ich mich mit keinem so recht verbinden. Ich hatte Schwierigkeiten ihnen zu folgen, mit ihnen zu erleben oder mit zufühlen. Ich konnte mich nicht genügend in sie hineinversetzten, was ich wirklich sehr schade fand. Besonders bei der Hauptfigur Frank Liebknecht hatte ich meine Probleme. Anfangs lief es sehr gut und er brachte ein wenig Leben in die Ermittlungen, aber das ließ leider nach. Auch die Handlung konnte mich nicht so mitreißen, wie ich es gehofft habe. Ein Auftakt zu einer neuen Krimireihe.
 Ich vergebe schwache 3 von 5 Welten.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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