Meine Kunstfahrt in Griechenland :) - Lalunda, Apollo und viel Wasser (Teil 2)

Hallo Ihr Lieben :)

Ich habe Euch versprochen, dass ich Euch ganz viel aus Griechenland erzähle. Der heutige Beitrag wird nicht ganz so lang *husthust* wie der von gestern, aber das ist nicht schlimm. Dafür erzähle ich euch heute von einem der besten Erlebnisse in meinem ganzen Leben *-* Also fangen wir an :)
 achso für die die den 1. Teil verpasst haben >hier< gelangt Ihr zum genannten Beitrag 
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Die Rolltreppen fuhren uns nach unten und wir betraten erstmals griechischen Boden. Es waren gefühlte 32°C die Sonne schien und das Wetter war einfach nur klasse!!! Nach dem auch die andere Klasse und unser Bus da waren, sicherten wir uns wieder unsere Plätze. Aber wir brauchten es uns nicht bequem machen, da wir bald wieder aussteigen mussten. Noch ganz in der Nähe der Fähre mussten wir alle raus. Es war heiß und das Trinken war bei vielen schon recht wenig. Eine andere Klasse kam gerade aus Lalunda (unser Ziel) und somit tauschten wir einmal die Busse. Während das Gepäck umgeladen wurde, erlebte ich zum ersten Mal eine Flüchtlingssituation. In Griechenland sind sehr viele Flüchtlinge. Ich fand es einerseits erschreckend, wie viele es tatsächlich sind, aber andererseits fand ich es auch ein wenig interessant, wie sich die Menschen durchschlagen. Ich habe das vorher noch nie gesehen. Sie kletterten über Zäune, rannten, versteckten sich und das lief alles so schnell ab, dass ich dachte, ich hätte es mir eingebildet. Ständig waren Polizeisirenen zu hören, die auf der Suche nach illegalen Einwanderern waren.

Nach dieser Aktion ging es weiter. Unterwegs nach Lalunda wurde mir immer wieder bewusst, wie sehr die Eurokrise in Griechenland gewütet haben. Unzählige Häuser, die unfertig sind, einfach damit die Griechen nicht so viele Steuern zahlen müssen.

Aus dem Bus fotografiert
Auf dem Weg nach Lalunda, konnten wir erstmals die schöne Landschaft Griechenlands betrachten. Überall Berge, was sehr typisch für die Peleponnes ist. Zur Geografie, die Peleponnes sind der äußerste Finger Griechenlands, d. h. wir befinden uns im Süden des Landes.



Auf all den Bildern sieht man wie die Landschaft Griechenlands aussieht. Mir kam es immer wieder so vor, als würde das griechische Grün mit jedem Kilometer grüner werden.
Die Fahrt verging sehr schnell und ehe wir es uns versahen, waren wir auch schon da. Vorbeigefahren an vielen Olivenbäumen, orthodoxen Kirchen und viel Natur. Wir ließen das Meer, Berge, Straßen und die andere Klasse hinter uns. Und wir fuhren weiter. Nach wenigen Minuten waren auch wir an unserem Ziel angekommen. Es dauerte nicht lange und alle Zimmer waren eingerichtet. Gegen Abend stand zur Debatte noch an den Strand zu fahren, aber ich hatte keine Lust, da ich einfach zu k. o war. Also habe ich mir unsere Herberge genauer angeschaut. (Fotos habe ich allerdings erst später gemacht. Alles zu seiner Zeit :))

Am Samstag nach unserer Ankunft durften wir gleich früh aufstehen. An  diesem Tag standen keine Ausflüge an, so dass wir nur dort vor Ort waren. Ich sprach von einer Kunstfahrt, also musste Kunst her. Und wie konnte man das besser machen, als auf einen Marmorstein einzuschlagen? Gar nicht :D Also hat sich jeder seinen passenden Stein ausgesucht und los ging es. Nach einer kurzen Einführung flogen die ersten Marmorstücke. Denn unsere Aufgabe war, eine beliebige Form aus dem Stein zu arbeiten.  Die fertigen Steine zeige ich Euch erst ganz zum Schluss :D
Unser Samstag bestand also nur aus Steinhauen, Mittagessen, dann Strand und dann bis zum Abend wieder Steinhauen. Mein persönliches Highlight an dem Tag, war definitiv das Meer ^^ Es ist der Wahnsinn!!!! Das Wasser so angenehm warm und die Farbe ist sowieso WOW! Ich kannte das Mittelmeer schon vorher, aber es ist jedes Mal wieder ein neues Erlebnis :)


Diese Bilder sind am letzten Tag in Griechenland entstanden, aber ich hatte irgendwie jedes Mal den Fotoapparat vergessen, also sind das die einzigen Bilder vom Meer :/
Unser erster Tag in Griechenland ging sehr schnell vorbei - so wie die anderen Tage übrigens auch. Den Abend haben wir zum Einen auf Hollywoodschaukeln und zum Anderen am Pool verbracht. Wisst Ihr wie toll das ist, wenn man abends am Pool liegt, abschaltet und nur in den Sternenhimmel schaut? Es ist ein unglaubliches Gefühl. Man kann einfach wunderbar nachdenken ^^

Der Sonntag war für mich der einerseits anstrengendste aber auch tollste Tag auf der ganzen Fahrt. Was? Wie? Warum? Das erzähle ich Euch jetzt ;)

Wir alle hatten gehofft an dem Tag irgendwie ausschlafen zu können. Und es war eine Wohltat bis halb neun zu schlafen (oder war es acht? Naja irgendwie so in dem Dreh). Nachdem wir unser Lunchpaket und Trinken eingepackt haben, ging es auch schon los. Alle im Bus? Na dann geht es los. Wir fuhren durch wunderschöne Landschaften: Berge, wohin das Auge reicht! Wenn ich ehrlich bin, finde ich Berge etwas langweilig, aber diese waren es merkwürdiger Weise nicht :D Ich habe gefühlte 200 Bilder nur von Bergen gemacht o.O Vielleicht waren es auch nur 20, ist ja fast das Gleiche.
Jedenfalls hielten wir dann an einem Parkplatz. Als alle ausgestiegen waren, entdeckten wir ein großes Zelt. Was sich darunter versteckte, das erfuhren wir bald.

 
Der Himmel in Griechenland war fast jeden Tag so blau :)




Bevor wir den Innenraum betrachten konnten, schnell noch ein paar Fotos von dem Gelände ;)



Und dann ging es rein. Der Apollotempel. Die Säulen, die das ganze Gebäude umgaben, waren gewaltig o.O Da staunte ich nicht schlecht. Wenn ich mich recht erinnere sind es insgesamt 38 Säulen.



Ihr fragt Euch wahrscheinlich, warum der Tempel unter einem Zelt ist. Es ist so, dass der Tempel schon ein paar Tage auf dem Buckel hat und somit schon viele unterschiedliche Wetterlagen erlebt hatte. Durch ein kräftiges Erdbeben, waren viele Teile des Apollotempels zerstört. Allmählich wird der Tempel wieder restauriert. Vieles ist jedoch so kaputt, dass diese draußen vor dem Tempel liegen. Und damit das Gebäude nicht noch mehr zerstört wird, dient das Zelt mehr oder weniger zum Schutz

Auf dem Boden sieht man besonders gut, was das Erdbeben angerichtet hat.

Außerhalb der Anlage waren einige Trümmerstücke zu sehen, die ich natürlich ebenfalls fotografiert habe ;)



Und hier noch ein Bild von der atemberaubenden Landschaft o.O


Ein niedlicher kleiner Gecko *-*

Und hier die Anlage von der Rückseite, mit dem freundlichen Ilja im Vordergrund :D
Nach unserem Ausflug im Apollotempel ging es weiter. Quer durch die Landschaft. Unser nächstes Ziel, war nämlich ein großer Wasserfall. Uns war aber zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, dass der Weg dorthin, alles andere als leicht wird. Bevor wir jedoch dort ankamen, fuhren wir an einer Quelle ran, bei der es das beste Wasser gab, was ich je getrunken habe. Es war so klar und so frisch und so anders. Unser Busfahrer meinte, es sei das beste in ganz Griechenland :D



Nach der kurzen Pause ging es weiter. Aber wenige Minuten später hielten wir wieder an. Denn ab da war Fußmarsch angesagt. Noch voller Energie, begannen wir, den uns noch unbekannten Weg zu laufen. Anfangs war das Wandern kein Problem, zwar waren ab und an Dornen im Weg oder irgendwelche große Steine, aber das war für uns nicht die Hürde. Bald schon erreichten wir alte Grabstätten, die mich irgendwie total fasziniert haben. Und sie waren nicht vor mir sicher und Knips, schon waren sie im Kasten...

Und weiter ging es. Aber es dauerte nicht lange und ich fand den größten Kaktus, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Absolut Wahnsinn

Wusstet Ihr, dass man diese orangen Früchte essen kann?

So sah es vereinzelt neben den Wegen aus. Irgendwie schön :)
Der Weg wurde immer holpriger und manchmal mussten wir im Gänsemarsch laufen, da der Weg zu schmal wurde. An einigen Stellen war es sogar so eng, dass die Füße gerade so nebeneinander passten. Wohlgemerkt, auf der einen Seite eine Felswand und auf der anderen Seite, nun ja, ging es recht steil nach unten.

Und durch solch Gestrüpp durften wir oft durch. Nicht sehr zu empfehlen :D

Einen richtigen Weg hatten wir schon lange nicht mehr

Uns war klar, dass sich der Wasserfall weiter unten befinden sollte, aber wir waren noch ziemlich weit oben. Und allmählich ging es tatsächlich bergab. Kurven, Kanten, Ecken, Sträucher, lockere Steine und Äste, die einem ständig im Gesicht hingen, so gestaltete sich ungefähr der Weg. Einmal den faszinierenden Ausblick genießen, ein wenig Bergsalbei mitnehmen und weiter geht es.

Nun war es nicht mehr so weit. Denn den Wasserfall konnte man schön rauschen hören. Der Weg ging weiter nach unten. Links von uns fielen die Felswände steil ab und rechts von uns, gab es nichts zum Festhalten. Hätte es ein stabiles Geländer gegeben, wäre es vielleicht nicht ganz so anstrengend geworden. Und dann war es so weit. Der Wasserfall kam in Sicht!!!

Ja, die ersten waren schon im Wasser :D Und es dauerte nicht lange und auch die letzten hatten ihr Ziel erreicht. Dumm nur, dass ich mich irgendwie noch umziehen musste. Das ist alles andere als leicht, wenn man höchsten steile Felswände zur Auswahl hatte :D Nach mühsamen und abenteuerlichen Umziehen bin auch ich ins Wasser. Und es war sooo dermaßen kalt :O Gefühlte 12 °C und das ist sehr kalt, wenn man sich überlegt, dass die Lufttemperatur bei ungefähr 30°C lag. Aber das schreckte mich nicht ab. Denn es war so angenehm und so klar.

Nach einem etwas komplizierten Weg weiter nach oben - den man bitte nicht barfuß angehen soll und schon gar nicht, wenn man ohne Brille blind wie ein Maulwurf ist - erreichten wir den großen Wasserfall. Eigentlich ist es einer, der sich so ein bisschen stufenartig nach unten absetzt. Ich sage Euch, es ist so ein unglaubliches Erlebnis gewesen.

Traumhaft oder?


Natürlich badeten wir auch dort. Es war so ein unbeschreibliches Gefühl, besonders, wenn man direkt unter dem Wasserfall steht. So wunderschön ^^



Das war ein Erlebnis, welches mir keiner nehmen kann. Ich kam mir vor wie in einem Traum. Vielleicht denkt ihr jetzt, dass ich albern werde, aber es war wirklich so. Eine grandiose, unfassbar tolle Erfahrung!!!

Man soll immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist oder? Leider war unser Aufenthalt am Wasserfall zu schnell vorbei und wir mussten den Rücktritt antreten. Ein letztes Bild von dem Fallenden und Rauschenden Wasser und wir kehrten langsam zurück.


Zurück hatten wir die Wahl zwischem dem gleichen Weg, den wir gekommen waren oder aber einen Weg ohne vieler Steine, aber dafür in der prallen Sonne. Wir entschieden uns für den zweiten. Nach oben in der Nachmittagshitze zu laufen ist nicht zu empfehlen, besonders dann, wenn das Wasser allmählich zur Neige geht. Da war Zusammenhalt angesagt.
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Das war also ein etwas langer tag und das war nur das Wochenende o.O Der nächte Teil kommt am Donnerstag, also bleibt gespannt :)
Und bis dahin, Alles Liebe, Caterina

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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