Rezension: Stigmata - Nichts bleibt verborgen von Beatrix Gurian

Infos zum Buch
Titel: Stigmata - Nichts bleibt verborgen
Autor: Beatrix Gurian
Verlag: Arena
Seiten: 383
Reihe: Einzelband
ISBN: 978-3-401-06999-9
Bestellen ?: ...KLICK...



 
"Alles in mir sträubt sich dagegen, dort hinein zu gehen, aber ich muss, ich kann es tun, und als ich mich überwinde und endlich den ersten Schritt mache, bekomme ich einen kräftigen Stoß in den Rücken und dann bin ich drin in dieser Kammer, die mich umschließt wie ein Sarg." S. 118

 

Klappentext 

Die Schatten der Vergangenheit, sie holen dich ein. Immer.

Nach dem rätselhaften Unfalltod ihrer Mutter, ist Emma vor Trauer wie erstarrt. Bis zu dem Tag, an dem sie einen anonymen Brief erhält, mit der Aufforderung: Finde die Mörder deiner Mutter! Doch warum hätte jemand Emmas sanfte Mutter umbringen sollen. Die Spur führt Emma zu einem Elite-Jugendcamp in einem düsteren Schloss in den Bergen. Dort stößt sie auf unheimliche Fotografien, die mit der Vergangenheit ihrer Mutter in Zusammenhang stehen müssen. Gleichzeitig häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle unter den Jugendlichen des Camps. Jemand spielt ein böses Spiel mit Emma. Kann sie die Zeichen richtig deuten - und ihr eigenes Leben retten?

Meine Meinung zum Buch

Cover: Das in dunkelgrün gehaltene Cover, sieht unglaublich schön aus, geheimnisvoll und durch das Amutell, das zu sehen ist, sogar ein bisschen gruslig. Trotzdem war ich sofort verliebt. Es ist schliecht und einfach gehalten, macht neugierig auf das Buch und ist absolut passend zum Inhalt gestaltet. Besonders durch die Ranken, die den Titel umrahmen, wirkt es sogar noch eine Spur gefährlicher. Das Cover versprach mir mehr und ich war sofort Feuer und Flamme.

Titel/ Klappentext: Sowohl Titel als auch Klappentext, gaben mir jedoch den Rest. Während mir die Aufmachung schon ins Auge gefallen ist, konnte mich der Klappentext davon endgültig überzeugen das Buch zu lesen. Dem Leser wird nicht zu viel vom Buch verraten, aber dennoch möchte man unbedingt einen Blick ins Buch werfen. Es ist definitiv vielversprechend. So erging es auch mir. Allein der Satz, der auf dem Klappentext ganz oben prangt "Die Schatten der Vergangenheit, sie holen dich ein. Immer"  sagte mir, das wird ganz sicher keine leichte Lektüre. Ich habe mich jedoch nicht abschrecken lassen und begann das Buch sofort.

Einstieg: Eingeleitet wird das Buch mit einem Prolog, der in den 1960er Jahren spielt. Zunächst wurde ich etwas stutzig und dachte, was ist das? Ich konnte dafür zunächst keine Erklärung finden. Jedoch beim weiteren Lesen, bemerkte ich, dass das eine Vorgeschichte zur eigentlichen Handlung ist. Das wurde mir aber erst sehr spät klar. Dennoch packte mich der Schreibstil der Autorin sofort. Denn nach dem scheinbar verwirrenden Prolog, befand ich mich in der jetzigen Zeit und mir wurde die 17-jährige Protagonistin Emma vorgestellt. 

Charaktere: Emma brauchte keine zwei Kapitel, damit ich sie ins Herz schließen konnte. Ich hatte sofort Mitleid mit ihr, denn ihre Mutter ist erst vor kurzer Zeit durch einen Unfall ums Leben gekommen. Sie war ihre einzige BEzugsperson und es war traurig mit anzusehen, wie Emma nun allein ihr Leben stemmen muss. Zunächst war sie abweisend, total in sich gekehrt und einsam. Aber genau das machte Emma aus. Jedoch versank sie nicht in ihrem Selbstmitleid, sondern versuchte das beste aus ihrem Leben zu machen, auch wenn es alles andere als leicht ist. Die Protagonistin zeigte mir im Laufe der Geschichte, was in ihr steckt und wieviel Mut sie immer wieder zu Tage brachte. Sie bemerkt schnell, das in diesem Jugendcamp, indem sie nun gelandet war, nichts so ist es, wie es gesagt wird und sie beginnt Fragen zu stellen. Aber einfache Antworten reichten ihr nicht und ich war überrascht, wie mutig sie war. Ihre vereinzelten Alleingänge brachten mich ganz schön aus der Fassund und ich dachte, Emma, wieso nimmst du denn nicht jemanden mit? Sie zeigte mir, dass es ihr viel wichtiger ist, etwas selbst in Erfahrung zu bringen, als einfach irgendwelche Antworten zu bekommen, die sie sowieso nicht weiterbringen. Sie entwickelt sich in dem Buch enorm und ich schloss sie sehr schnell ins Herz. Sie ist eine Protagonistin, die alles vesucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, koste es was es wolle.

Handlung: Schnell fiel mir auf, dass die Autorin in diesem Buch zwei Geschichten gewählt hat. Warum das so war, erfuhr ich erst später. Die Hauptgeschichte spielt in der Neuzeit um Emma herum. Alles begann mit diesem Aufstieg. Ich hatte keine Ahnung, warum die Autorin mitten in der Geschichte begann, aber nach und nach stellte ich fest, dass es so, wie sie es geregelt hatte einfach gut war. Vereinzelt tauchen Kapitel auf, die einige Wochen vor dem Camp spielen, da konnte ich sehr gut nachvollziehen, wie es Emma in der Zeit ergangen war. Dann gab es aber Kapitel, die in den 60er Jahren spielt. Dadurch kamen mir sehr oft noch mehr Fragen auf. Im Laufe der Geschichte war die Autorin Beatrix Gurian keineswegs geizig mit der Spannung. Besonders durch die teilweise gruseligen Fotos, die die Handlung sehr gut umrahmen, hatte ich eine unglaublich gute Vorstellung von allem. Im Buch treten sehr viele Fragen auf, die erst nach und nach ihre Antworten erhalten. Sehr gut gelöst.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ermöglichte es mir überhaupt, so sehr in die Handlung einzutauchen. Die Figuren erwachten durch ihre Erzählart zum Leben, die Orte wurden schauriger und geheimnisvoll. Die Autorin ließ mich in dem Glauben, dass das nächste Kapitel nicht so spannend wird, wie das davor. Aber mit jedem Satz merkte ich, dass dieses Kapitel noch eine Portion spannender und aufwühlender war. Und so erging es mir durchweg. Sie baute so viel Dinge ein, die das Buch zum Leben erwecken konnten. Immer wieder brachte sie mich zum Staunen oder ließ mich mit aufgerissenen Augen zurück, aber sie konnte mich durchweg begeistern!

Mein Urteil

Eine Prise Religion, eine große Anzahl an schaurigen Fotos, die mit in die Handlung verflochten wurden und eine riesen Schüppe Spannung, gemixt mit unglaublich starken Charakteren und schon ist der Roman "Stigmata - Nichts bleibt verborgen" geboren. Das Buch konnte mich absolut mitreißen, ständig faszinieren und immer begeistern. Durch die Aussagekräftigen Bilder, die die Autorin mit eingebaut hat und durch die zwei Handlungsstränge, die sich zum Ende zu einem entwickelten, machten das Buch zu einen absoluten Lesegenuss! Religion steht in diesem Buch sehr im Vordergrund, das merkte ich schnell, aber es hat mich keineswegs gestört. Die Autorin hat es wunderbar zu einer grandiosen Geschichte verpackt. Und es ist ein Einzelroman. Wie ich es liebe !!! 
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Welten!

Vielen, vielen Dank an den "Arena-Verlag" für die Bereitstellung des Thrillers!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...