Rezension: Lebenslang ist nicht genug von Joy Fielding

Infos zum Buch
Titel: Lebenslang ist nicht genug
Autor: Joy Fielding
Verlag: Goldmann
Seiten: 352
Reihe: Einzelband
ISBN: 978-3-442-47972-6
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"Ihren Bekannten vermittelte Gail die beruhigende Gewissheit, die Welt könnte durchaus in Ordnung sein, und ein anständiger Mensch erhalte seinen gerechten Lohn auf Erden. Hätte man sie aufgefordert, ihr seelisches Befinden in einem Wort zusammenzufassen, so hätte Gail Walton den Begriff "zufrieden" gewählt. Sie repräsentierte heute all das, was sie immer hatte sein wollen.
Doch um siebzehn Minuten nach vier an einem besonders warmen sonnigen Aprilnachmittag wurde alles anders." S13

 

Klappentext 

Eigentlich ist Gail Winton zu beneiden: Sie führt eine glückliche Ehe mit einem unkomplizierten Mann, hat zwei reizende Töchter und ein sorgenfreies Leben. Doch dann bricht ihre Welt über Nacht zusammen. Ihre sechsjährige Tochter Cindy wird vergewaltigt und ermordet. Als die Polizei keine Spur des Täters findet, nimmt Gail die Sache selbst in die Hand. Und in ihrer maßlosen Trauer wird die Suche nach dem Mann, der ihre Tochter getötet und ihre Familie zerstört hat, zu Gails Obsession ...

Meine Meinung zum Buch

Cover: Das Cover verrät nichts. Es ist in schwarz gehalten und im Vordergrund sind zwei Hände zu sehen, die eine Kette und eine Rose halten. Ich konnte mir nicht erklären, was die Gestaltung des Covers mit dem Buch zu tun hatte. Zunächst dachte ich, vielleicht wird mir im Laufe der Geschichte erklärt, was das Cover für eine Bedeutung habe. Leider traf dies nicht ein.

Titel/ Klappentext: Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich war sehr gespannt, da ich schon viel von ihr gehört habe. Der Titel "Lebenslang ist nicht genug" klang interessant und machte mich stückweit neugierig auf das Buch. Allerdings machte mich der Klappentext noch neugieriger. Er verriet nicht zu viel vom Buch, aber das Wesentliche wird beschrieben. Ich war gespannt.

Einstieg: Dem Leser wird das so gut wie perfekte Leben der Protagonistin Gail Winton beschrieben. Das Familienleben konnte nicht besser sein. Ich bemerkte die Idylle, die in Gails Familie herrscht. Das erste Kapitel ermöglichte mir gut in die Handlung einzusteigen. Jedoch hielt die Harmonie nicht lange an und die Realität stürzte auf mich ein. Ich wurde sofort mit der Ermordung von Gail jüngster Tochter Celine konfrontiert. Das Ganze kam etwas plötzlich und überrumpelte mich. Ich hatte kaum Gelegenheit dmich mit der Situation vertraut zu machen. Obwohl es so schlagartig kam, ist es dennoch eine gute Einleitung.

Protagonist/en: Ich lernte die weibliche Hauptprotagonistin Gail Winton sofort kennen. Ihre mitfühlende und liebe Art ihrer Familie gegenüber, machte sie schnell sympathisch. Sie ist ein hilfsbereit liebe Frau. Allerdings blieb das nicht lange.Im Laufe des Buches wurde mir ihre andere Seite gezeigt mit der ich anfangs meine Probleme hatte.Mir kam es so vor, als hätte die Autorin plötzlichen einen Charakterwechsel eingelegt und Gail mit einer komplett anderen Frau ausgetauscht. Der Tod ihrer Tochter hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen und eine Welt brach zusammen, das bemerkte ich auch als Leser. Sie selber zerbrach an diesem Gefühl, sie sei Schuld an dem Tod der Tochter. Zu Beginn konnte ich sie auch noch verstehen, aber irgendwann wurde sie unerträglich. Von der starken Frau, die mir anfangs bekannt gemacht wurde, bemerkte ich immer weniger. Gail zerbrach in Selbstmitleid und gab sich immer wieder selber die Schuld. Irgendwann nervte mich das einfach nur. Aber das war noch nicht genug. Sie handelte egoistisch, schloss ihre Tochter, ihren Ehemann und ihre Freunde aus und wollte einfach keine Hilfe akzeptieren. Sie wirkte dadurch ständig wie ein bockiges kleines Kind und das hat mich wirklich extrem genervt.

Handlung: Das Buch fängt sehr ruhig an, ändert sich aber schnell und schlagartig. Der plötzliche Tod der Celine, wirft alles über den Haufen und das Buch ähnelt einem Kriminalroman, in dem der Mörder gesucht wird. Durch der Sicht des Beobachters, konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Ich begleitete die Polizei und Gail auf der Suche nach dem Täter. Jedoch zeigte sie mir schnell, dass sie lieber alles allein machen will. Schnell wirft sie fremde Hilfe über den Haufen und ihr Alleingang beginnt. Im Laufe der Kapitel, steigert sie sich immer mehr rein, vergisst aber dadurch ihre Umgebung. Ich wartete auf dem Moment, in dem die Hauptprotagonistin, ihre Einstellung fallen ließ, aber das kam nicht. Während mir die Geschichte am Anfang noch ganz gut gefallen hat, umso eintöniger und langatmiger wurde sie. Sie nahm leider immer mehr ab, was mir gar nicht gefiel. Dies zog sich tatsächlich bis zum Ende hin. Und mit dem Ende an sich, bin ich auch nicht ganz einverstanden. Es kam so plötzlich und ich hatte keine Gelegenheit mich einzufinden und schon war das Buch zu Ende.

Schreibstil: Am Anfang beschrieb die Autorin gut das Leben von Gail Winton. Ich konnte mich somit gut mit den Figuren und der Handlung verbinden. Allerdings nahm die Erzählart leider ab und ich hatte manchmal Probleme ihr zu folgen. Der Schreibstil war vereinzelt sehr holprig, mal gut, mal weniger gut und mal kaum nachvollziehbar. Er lies mich stellenweise einfach kalt, aber manchmal war er wiederum sehr gut, und ich konnte mich in die Umgebung und Gefühle und der Gleichen einfinden. Aber im großen und ganzen war mir der Schreibstil zu wechselhaft. Schade...


Mein Urteil

Das Buch ist leider nicht das was ich erwartet habe. Der Klappentext versprach mir mehr, aber ich bekam einfach nicht mehr. Ein gutes Buch zeichnet sich durch die Charaktere, der Handlung und den Schreibstil aus. Allerdings fand ich hier weder das eine noch das andere. Mit Gail Winton kam ich gar nicht klar. Anfangs wurde sie lieb und nett beschrieben, aber so wie sie sich entwickelt hat, war sie alles andere als lieb. Eher so planslos, eingebildet und arrogant. Und das kann ich gar nicht leiden. Die Handlung ließ mich ebenfalls kalt. Ich konnte weder in die Geschichte eintauschen, noch miterleben oder mit den Figuren mitfühlen und das fand ich einfach nur schade. Es gab vereinzelt Stellen, die mich nur genervt haben, ins besonderen die Geschehnisse die von Gail ausgingen. Ich hatte vereinzelt Momente in denen ich dachte: Wie dumm kann man sein? Und das war bedauerlicher weise nicht selten. Meine Erwartungen waren deutlich höher. Schade.
Ich vergebe 2 von 5 Welten

Danke an den Goldmann-Verlag zur die Zusendung des Buches.

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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