Rezension: Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie von Laila el Omari


Infos zum Buch
Titel: Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie
Autor:
Laila el Omari
Verlag:
Coppenrath
Seiten: 320
Reihe:Einzelband
ISBN: 978-3-649-61527-9
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"Nachdem sie den Schlüssel in die Tasche ihres Morgenrocks hatte gleiten lassen, ging Maya über die Veranda ums Haus herum. Die Luft roch nach Regen und nassem Holz. Feuchter Farn streifte Mayas Hand und das Mondlicht lag auf dem zarten Dunstschwaden, die wie Schleier über dem Garten hingen und aus denen die nachtblauen Köpfe von Blumen hervorschauten, das bläuliche gefärbte Grün großer Blätter." S. 135

Klappentext 

Das Leben muss mehr zu bieten haben als langweilige Tanzveranstaltungen, die Vermählung mit einem wohlhabenden Teehändler und gelegentliche Ausflüge in die nächste Kleinstadt, da ist sich Maya sicher! Gut behütet und gelangweilt wächst die 16-Jährige auf den Teeplantagen Ceylons auf – bis im Frühjahr 1895 alles, was sie zu kennen glaubt, auseinanderzubrechen droht. Plötzlich kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Tante vor vielen Jahren in Zusammenhang steht. Und auch ihre Großmutter sieht Maya mit einem Mal mit ganz anderen Augen. Als dann auch noch der charismatische und gut aussehende Engländer Adrian in ihre Leben tritt, steht Mayas Gefühlswelt endgültig kopf …

Meine Meinung zum Buch

Seit langer Zeit halte ich mit diesem Roman einen Einzelroman in der Hand, der mich schnell in das Jahr 1895 zurückschickt. Und ehe ich es mich versehe, finde ich mich auf einer Teeplantage in England wieder.

Mein Blick galt, wie soll es auch anders sein, erst dem Cover und ich finde, dass es durch dieses Olivgrün und den Orchideen an den Seiten wirklich schön aussieht. Ja, ich weiß, es ist wieder ein Mädchen abgebildet, aber es passt dazu, auch wenn mir wieder ein wenig die eigene Vorstellung genommen wird. Das Cover sieht schön aus und passt durch dezente Farbwahl auch ganz gut zum Inhalt. Es sieht sehr verträumt und auch ein wenig geheimnisvoll aus. Jedoch komme ich mit dem Titel nicht so klar. Schattenmädchen klingt zwar irgendwie düster und gefährlich, aber es passt irgendwie nicht oder kaum zur Geschichte. Mit dem Titel dachte ich, mir wird eine Geschichte mit Zeitreisenden geboten, besonders durch den Untertitel "Das Geheimnis einer Familie" schlussfolgerte ich dies.

Jedoch ein Blick auf den Klappentext ließ meine Folgerung in Luft auflösen, denn ich lag falsch. Dennoch versprach mir der Klappentaxt deutlich mehr und machte mich ein Stück weit auf dieses Buch neugierig. Ohne zu Zögern und zu wissen, was auf mich zu kommen könnte, begann ich dieses Buch.
Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst sehr schwer. Sofort wurde ich mit gefühlten Tausend Menschen bekannt gemacht und ich verlor sehr schnell den Überblick, wen ich jetzt nun vor mir habe. Ich musste mich ersteinmal an die Zeit gewöhnen, ehe ich in die Geschichte geworfen werden konnte. Die ersten Kapitel boten mir einen sehr komplizierten Start und ich war mir nicht sicher, ob das tatsächlich ein einzelroman ist, oder ob ich einen Folgeband in den Händen hielt.

Im Laufe der Kapitel verflog jedoch das Komplizierte und mir wurde die 16-Jährige, wohlerzogene Maya vorgestellt. Ich erlangte einen sofortigen Einblick in ihr Leben auf der Teeplantage. Maya ist sehr in sich gekehrt und träumt vor sich hin. Sie weiß gar nicht genau, was sie denn mit ihrem Leben anfangen will und nimmt es zunächst so, wie es ihr geboten wird. Sie steht meist im Schatten ihrer älteren Schwester und da kommt der Titel auch zur Geltung, jedoch kämpft sie sich förmlich in den Vordergrund, unterstützt ihre Schwester, hilft ihrer Familie. Sie wird unabhängig und beginnt eigene Wege zu schlagen und Entscheidungen zu treffen. Sie entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer jungen Dame, die schnell die eigene Familiengeschichte beginnt zu hinterfragen. neugierig wie sie ist, möchte sie in Erfahrung bringen, was denn damals mit ihre Tante geschah und sie schlägt sich durch, lässt sich nicht mehr alles gefallen und vollführt erstmals Alleingänge. Natürlich mit dem charmanten Adrian an ihrer Seite. Erst im zweiten Drittel des Buches, konnte ich mich mit Maya vollständig verbinden.

Der männliche Hauptprotagonist Adrian, wies ähnliche Probleme auf. Zunächst erschien er uhig, wie die Fliege an der Wang. Er wirkte dadurch irgendwie in sich gekehrt und träge. Bei ihm dauerte es sogar noch länger, ehe ich sehe Taten nachvollziehen konnte und in sein Leben eintauchen konnte. Zwischen Maya und Adrian entwickelte sich ganz langsam eine zarte Verbindung, die mir sehr gut gefiel. Die Autorin hat sich da sehr zurückgehalten und das Buch wurde keiner der typischen Lovestorys. Sie ließ somit die Figuren entscheiden und es entstand eine sehr glaubwürdige und zarte Liebe.

Die Idee hinter dem Buch gefiel mir sehr schnell und ich war gespannt, was auf mich zu kommt. Jedoch nahm die Geschichte nicht oder kaum an Fahrt zu, sondern blieb auf einer Wellenlinie. Zwischenzeitig passierte fast gar nichts und dann im Gegensatz seh viel und plötzlich auf einmal. Dadurch zog sich die Geschichte scheinbar endlos in die Länge.

Das Buch wird aus der Sicht des Beobachters geschrieben, der innerhalb der einzelnen Kapitel oftmals die Position wechselte. ich brauchte dann immer einen Augenblick, um der Geschichte weiter zu folgen. In 18 Kapiteln wurde mir leider nicht genügend Spannung geboten oder Szenen die mein Interesse wecken konnten. Das fand ich sehr schade, da mich sowohl Klappentext als auch Cover sehr angesprochen haben.

Mein Urteil

Ich bin ganz zufriden mit dem, dass das Buch zur Abwechslung ein einzelroman ist und zusätzlich im Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Bei diesem Buch sorgte das äußere Erscheinungbild dafür, dieses Buch zu lesen. Aber leider trügte der erste Eindruck. Nicht nur der Einstieg fiel mir schwer, sondern der weitere Verlauf berüherte mich kaum, so dass ich nicht mit aufgerissenen Augen der Geschichte folgen kann, oder einfach nur begeistert war. Die Figuren lebten nur im Buch miteinander, aber die Chemie zwischen mir und den Figuren passte irgendwie nicht. Die Idee, die hinter dem Buch stand, zeigt, dass deutlich mehr in ihr steckt, als das was mir die Autorin bot.


Ich vergebe 3 von 5 Welten

Vielen Dank an den "Coppenrath-Verlag" für dieses Exemplar!

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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