Ferne Gedankenwelt Kapitel 3

Ich denke diese Wochen kommen zwei Kapitel. Heute das dritte und Freitag oder auch schon Donnerstag das nächste. Ich wünsch Euch viel Spaß beim Lesen.

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Hope schob mir ihr Essen hin. Und schaute mich an. „Hier, nimm mein Essen. Das Schulessen will man nun wirklich keinem zumuten. Es ist grauenhaft. Das schmeckt wie abgestandenes Wischwasser mit ein Hauch Kräuter.“ Hope schüttelte sich. Sie kicherte und biss herzhaft in ihre Hälfte des Sandwichs. Vorsichtig nahm ich meinen Teil und biss hinein. „Und wie schmeckt es dir?“, fragte Hope mit vollem Mund. „Mh.. schmeckt gut.“ nuschelte ich. "Das macht meine Mom jeden Tag für mich. Ich bin zu faul früher aufzustehen, um mir mein Schulessen zu machen." Sie grinste und kaute weiter. Viele Schüler trudelten noch ein und suchten sich einen Sitzplatz. Die Schulmensa war voll. Viele Gruppen von Schülern, lachten und unterhielten sich.  Hope und ich saßen ziemlich am Rand, was mir deutlich mehr gefiel, als mitten im Raum zu sitzen, wo alle Blicke auf mich gerichtet waren. Sie starren mich ja so schon an.
Eine großer Junge mit einer schlaksigen Figur und braunen strubbeligen Haaren und schwarzer Brille schlenderte auf uns zu. Er grinste über beide Ohren. Mit viel Schwung setzte er sich neben mich. Sofort verwickelte er mich in eine Unterhaltung. „Du musst Jolanda sein, oder? Ich bin Derek. Man hat schon so viel von dir gehört. Und deine Mutter ist Autorin? Faszinierend. Ich bin ein echter Fan von ihren Romanen, schade, dass sie aufgehört hat mit dem Schreiben.“ Derek packte sein Essen aus und legte sich alle zurecht. Er griff nach dem Apfel und biss hinein. Er verzog sein Gesicht. „Äh... was ist das denn, das schmeckt ja furchtbar.“ Angewidert stand er auf, hielt den angebissenen Apfel Armes Länge entfernt und ging zum Mülleimer. Unmittelbar davor blieb er stehen und warf den Apfel von seinen Standpunkt in den Mülleimer.  Als er getroffen hatte, riss er die Arme in die Luft, stieß einen Jubelschrei aus und begann zu tanzen. Es sah so lustig aus. Ich musste lachen. Und Hope grinste breit. Derek kam wieder zu uns gehüpft und setzte sich mit einem theatralischen Seufzer wieder hin. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Er schaute mich verwirrt an und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Sorgfältig packte er sein Brot aus und begann es mampfend zu essen.
Kauend sagte er zu mir: „Jetzt erzähl mal was von dir. Wie kommt es, dass du ausgerechnet hierher kommst. Zu der schrecklichsten Schule in ganz New Jersey. Du bist auf auf anderen Schulen viel besser aufgehoben.“
Ich räusperte mich. „Meine Mom kommt als Autorin ziemlich herum. Ich lebte schon in zahlreichen Staaten der USA. Meine Großeltern haben hier gelebt. Und Mom fand New Jersey einfach Klasse. Und dann sind wir von Kalifornien hierhergezogen. Der Ort ist unserer Ort meinte Mom. Die Familie Clinton lebt hier schon seit vielen Generationen. Und mir gefällt es hier. Und meiner Mutter scheint es hier auch zu gefallen. Sie sagt immer, New Jersey ist der Ort, bei dem ihr immer neue Ideen einfallen.“ Ich musste schmunzeln. Als ich das gesagt habe, wurde mir klar, dass es mir hier wirklich gefällt und dass ich gar nicht mehr weg will. Außerdem war das hier die Geburtsstadt meines Vaters. Und Leider auch der Ort an dem er gestorben ist. Es hängt zu viel an dieser Stadt, die mich an ihn erinnert. „Kalifornien.“ rief Hope und begann zu singen. Und Derek stimmte mit ein. Beide sangen so schief und ich denke es war ihnen bewusst, aber sie machten kein Anzeichen, dass das ausgesprochen peinlich war. Ich musste lächeln. Die beiden waren wirklich toll. Einige Schüler drehten sich zu uns um und schauten zu, schüttelten den Kopf und wandten sich ihren Freunden wieder zu. Mir gefiel es hier.
Als Derek und Hope die letzten Töne gesungen haben, brachen sie in schallendes Gelächter aus. Und ich fiel mit ein. Kurz darauf läutete die Klingel und kündigte das Ende der Mittagspause an. Seufzend packten wir unsere Sachen ein und wir verließen den Raum. An den Spinden im Flur A trennten wir uns. Hope ging in die eine Richtung und ich folgte Derek in die andere.


Eure Caterina

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Schön, dass du ein paar liebe Worte dagelassen hast, ich freue mich sehr darüber <3

Alles Liebe, Caterina

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